oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 0,25 eintauschen?
Die Rote Bande von Asakusa - Roman
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Die Rote Bande von Asakusa - Roman [Gebundene Ausgabe]

Yasunari Kawabata , Richmond Bollinger
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
Unverb. Preisempf.: EUR 9,95
Preis: EUR 7,99 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
Sie sparen: EUR 1,96 (20%)
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 7 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Mittwoch, 30. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
Gutschein erhalten
Tauschen Sie jetzt Die Rote Bande von Asakusa - Roman gegen einen Amazon-Gutschein in Höhe von EUR 0,25 ein - einlösbar für Tausende von Artikeln bei Amazon.de. Entdecken Sie mehr eintauschbare Bücher im Bücher Trade-In Shop. Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen.

Jetzt für Amazon Student anmelden und um 20% erhöhten Eintauschwert sichern.

Hinweise und Aktionen

  • Christa Wolf: Stadt der Engel
    Suhrkamp-Insel-Shop:
    Hier finden Sie Neuheiten des Verlags, Taschenbuch-Highlights, Bücher im Großdruck, Schullektüren und mehr. Zum Suhrkamp-Insel-Shop

Wird oft zusammen gekauft

Die Rote Bande von Asakusa - Roman + Der Blinde und das Mädchen: Neue Handtellergeschichten + Die schlafenden Schönen: Roman (suhrkamp taschenbuch)
Preis für alle drei: EUR 27,39

Verfügbarkeit und Versanddetails anzeigen

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Der Blinde und das Mädchen: Neue Handtellergeschichten EUR 12,90

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Die schlafenden Schönen: Roman (suhrkamp taschenbuch) EUR 6,50

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details


Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 215 Seiten
  • Verlag: Insel; Auflage: 1. (27. September 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458169695
  • ISBN-13: 978-3458169697
  • Größe und/oder Gewicht: 20,9 x 12,9 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 375.027 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Neue Zürcher Zeitung

Inmitten der Stadt Beton

Yasunari Kawabata: «Die Rote Bande von Asakusa»

Von Marion Löhndorf

Knapp dreissig Jahre alt, schrieb Yasunari Kawabata 1929 «Die Rote Bande von Asakusa», ein Grossstadt-Buch, das auf den ersten Blick geradezu verblüffend gut gealtert zu sein scheint. Es besitzt stilistischen Chic und umgangssprachliche Verve; enthält keine Geschichte mehr, sondern Szenenfragmente; keine psychologisch ausgedeuteten Figuren, sondern Umrisse von Gestalten zweifel- und wechselhafter Identität; keine homogene Welt, sondern das schrille Knirschen und staunende Entzücken, das die Begegnung verschiedener Kulturen auszulösen imstande ist. Im Fremden glaubt man lesend das Vertraute zu entdecken.

VERDÄCHTIG GUT GELAUNT

Doch die Lektüre ist riskanter, als es nach den ersten saloppen Sätzen den Anschein hat: Geographische und zeitliche Ferne, die Distanz, die eine Übersetzung zwischen Text und Leser legt, und die Komplexität des Textes, der ihn schon dem muttersprachlichen und zeitgenössischen Leser deutungsbedürftig erscheinen liess, machen Yasunari Kawabatas «Rote Bande von Asakusa» für Missverständnisse höchst anfällig. Das Klischee der Kritik, Kawabata sei ein besonders schwieriger, weil unablässig aus den Tiefen der viel beschworenen japanischen Tradition schöpfender Autor, besteht nicht ganz zu Unrecht. (Seltener wird darauf hingewiesen, dass sich seine umfassende Belesenheit keineswegs auf die Literatur des eigenen Landes beschränkte.)

«Die Rote Bande von Asakusa» führt in die Welt des Tokioter Amüsierviertels Asakusa der zwanziger Jahre; der Erzähler gibt sich verdächtig gut gelaunt: Zwar ist, was er sieht, bunt und turbulent, aber meist weder schön noch gut. Er tritt als Flaneur auf und trägt eine Haltung heiteren Unbeteiligtseins zur Schau – inmitten von Gangstern, Zuhältern, kindlichen Prostituierten, Tänzern, Akrobaten und einer grossen, stetig wachsenden Zahl von Obdachlosen in Zeiten der wirtschaftlichen Rezession: «In ganz Japan gibt es kein Hotel, das so viele Betten hätte wie die Erde eines Sommers in Asakusa.»

Bizarre Erscheinungen, kriminelle Entgleisungen und die grösste Armut nimmt er scheinbar als völlig selbstverständlich hin. Er beschreibt sie wie Modeerscheinungen: nicht offenkundig moralisch wertend, sondern unter rein ästhetischen Gesichtspunkten. Die darin in Wirklichkeit jedoch enthaltene Ironie (und damit eben doch gegebene Wertung des Beschriebenen) enthüllt sich spätestens in einem Kapitel namens «Beton». Es erzählt von zwei Kindern, die regelmässig ehrfurchtsvoll und unentgeltlich ein Toilettenhäuschen im Park säubern, weil es im westlichen Stil und aus Beton gebaut ist: «Das Toilettenhäuschen ist zweifellos grossartig, kein Vergleich zu den Häusern, in denen die Kinder daheim sind. Aber dass die Kinder diese Toiletten lieben, liegt das nicht eher am Charme des Betons? Die Erwachsenen mögen das als ‹Gemeinsinn› loben, aber tun dies die Kinder nicht um des Charmes eines modernen Gebäudes willen? Lieben sie denn dieses Toilettenhäuschen aus Beton nicht mehr als den Teepavillon vom Palast Momoyama?»

Das Kapitel «Beton» zielt ins Zentrum des Themas: Kawabata schreibt aus einer Epoche der Zeitwende, der Invasion westlichen Kultur- und Gedankenguts in den japanischen Alltag, die seit Jahrzehnten schon stattgefunden hat. Sein Verhältnis dazu ist so zwiespältig wie das der meisten seiner ungefähr zeitgleich schreibenden Kollegen wie Natsume Soseki, Kobo Abe, Junichiro Tanizaki oder seines Protégés Yukio Mishima. Die Auseinandersetzung mit westlichen Kulturerscheinungen und Literaturformen ist mehr oder minder direkt ihrer aller Thema oder Sub-Thema. Noch die Selbstmorde Mishimas und – zwei Jahre später – Kawabatas gehören wie in einer makabren Spiegelung den verschiedenen Welten an: Mishima setzte 1970 seinem Leben im Akt eines rituellen Seppuku ein Ende; Kawabata in einem westlichen Appartement, in westlicher Kleidung, einen Gasschlauch im Mund, neben sich eine Flasche Whisky. Sein Tod wurde mit der Trauer über den Selbstmord Mishimas in Verbindung gesetzt und auch als Anklage gegen das Ambiente, in dem er stattfand, verstanden.

In «Die Rote Bande von Asakusa» strebt Kawabata inhaltlich kaum nach Versöhnung oder Verbindung der Gegensätze: Er lässt sie mit einer Lautheit aufeinander prallen, die für seinen spinnwebfeinen, vornehm misanthropischen Stil nicht gerade typisch ist. Einige Jahre zuvor war er mit der melancholischen Erzählung «Die Tänzerin von Izu» (1926) berühmt geworden, einer Geschichte über Einsamkeit und frühes Leid, eingebettet in eine fast menschenleere Naturkulisse. Die nachfolgende «Rote Bande» steht dazu in vieler Hinsicht im Kontrast: Anstelle der chronologischen Erzählung erscheinen splitterhaft einzelne Bilder und Episoden; den porös werdenden tradierten Lebensformen werden neue Formen der Wahrnehmung entgegengesetzt.

Scheinbar spielerisch lässt der Erzähler den Leser an der Entstehung des Textes teilnehmen: «Bis hierher hatte ich geschrieben – von Februar bis Juli habe ich die Geschichte der ‹Roten Bande› ruhen lassen», um ihn nach vorgeblich naiv hergestellter Nähe an der Nase herumzuführen und an allen Ecken und Enden seiner kaleidoskopischen Szenen-Arrangements Fragen offen zu lassen. Die Ortsangaben und Schilderungen der lokalen Sehenswürdigkeiten sind zwar so genau, dass sich daraus ein Lageplan (der dem Buch auch tatsächlich vorangestellt ist) zeichnen lässt.

BRÜCHE UND AUSLASSUNGEN

Andererseits wimmelt es in den Geschichten aus dem Asakusa-Viertel von Doppelgängern, Lügnern und Betrügern, und auch der Text, der Maskerade seiner Protagonisten folgend, strotzt mit provokativem Selbstbewusstsein vor Ungereimtheiten, die ihm den Ruf der Unverständlichkeit eingetragen haben. Logische Nachvollziehbarkeit dürfte allerdings in diesem Fall, weder an westlichen noch an japanischen Wahrnehmungs-, Schreib- und Lesekonventionen gemessen, kaum der rechte Massstab sein. Nicht zufällig erinnert der Stil der «Roten Bande» an das betont irrationale oder anti-rationale Moment der europäischen Avantgarde der zehner und zwanziger Jahre: Der junge Kawabata wird einer sehr heterogenen Gruppe junger Literaten zugerechnet, die als Neo-Sensualisten von sich reden machten und von europäischen Strömungen wie Futurismus, Expressionismus und Dadaismus beeinflusst wurden.

Brüche und Auslassungen werden zum wichtigsten Stilelement, ausgeprägter noch als in seinen berühmten späteren Erzählungen «Schneeland», «Tausend Kraniche» oder «Schönheit und Trauer», um nur einige Beispiele zu nennen. Möglicherweise ist auch der Hang zur Ellipse, der sich in den Nachfolgewerken findet, nicht allein der anders gearteten japanischen Auffassung von Realismus zu verdanken, sondern auch einem Nachhall der europäischen Avantgarde. Denn eine Faszination dieses wie aller Texte Kawabatas liegt im Ungesagten, in den Leerstellen, die sich wie Abgründe vor dem Leser auftun.

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.03.2000
Hannelore Schlaffer erzählt so interessant über den Roman des japanischen Nobelpreisträgers, dass ihre späte Warnung, mancher Leser könne mit den kurzen "Blitzlichtern, die Kawabata von seinen Figuren aufnimmt" unzufrieden sein, ganz nutzlos ist: man ist schon ganz gefesselt. Der Roman, erzählt sie, spiele in den zwanziger Jahren im Tokioter Vergnügungsviertel Asakusa, das man sich "als eine Mischung aus Tivoli und Times Square" vorzustellen habe. 1923 war das Viertel durch ein Erdbeben fast komplett zerstört worden. Durch das zerstörte Viertel streift eine Kinderbande, "alles wirbelt durch einander", selbst der Erzähler sei manchmal verblüfft, wenn sich zwei Personen als ein und dieselbe herausstellen. Kawabatas Buch "spiegelt den Zwiespalt zwischen modernem und altem Japan", schreibt Schlaffer. Wobei der Autor, der Moderne den Vorzug gebe (so findet sich in dem Roman ein "Loblied des Betons") vorausgesetzt, auch das Moderne werde mit einem "Ritual der Nutzlosigkeit" umgeben.

© Perlentaucher Medien GmbH

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten

 (Was ist das?)
Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
 

 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

5 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
In diesem schon etwas älteren Werk des japanischen Nobelpreisträgers beschreibt Kawabata die Suche eines Mannes nach einer mysteriösen Roten Bande im Asakusa ( Stadtteil von Tokyo ) der 20er Jahre. Die Hauptfigur folgt einer Route durch den Stadteil und der Spur der Roten Bande, die sich sehr geschickt versteckt in den verschiedenen Begegnungen und Ereignissen stecken. Es ist jedoch in der Tat etwas mühsam, sich die Figuren vorzustellen bei den recht kurzen Blicken, die der Autor auf die Protagonisten wirft ( daher nur 4 Sterne ). Wer aber sich mit den detalierten Beschreibungen des alten Tokyo und der Menschen einfach treiben läßt wird schnell in eine durch Erdbeben und Krieg untergegangene Welt entführt. Leser, die einmal in Tokyo gewohnt haben werden allerdings aus eben diesen Gründen aber außer Brücke und Tempeln nicht viele heutige Orte wieder erkennen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Rote Bande von Asakusa 14. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Das Buch habe ich verschenkt und erst danach selbst gelesen. Leider - sonst hätte ich es behalten. Nicht weil es so gut war, sondern, weil es nach anderen Büchern Kawabatas' eine echte Enttäuschung war. Absolut nicht zu verstehen - eines der wenigen Bücher, bei denen ich in der Mitte aufgehört habe es zu lesen ! Trotzdem ist Kawabata mit seinen anderen Werken noch immer einer meiner Lieblingsautoren !
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de