Dass die bayerischen (Krimi-) Serien über einen besonderen Charme verfügen, ist nichts Neues mehr. Ob Isar 1, Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger, Pumuckl, Monaco Franze, Polizeiinspektion, etc. - für nette Unterhaltung ist allemal gesorgt.
Die Rosenheim-Cops fügen sich nahtlos in dieses Bild ein: Mit einem Augenzwinkern wird hier humorvoll unter Ausnutzung des Krimi-Genre bayerische Lebensart in Verbindung mit kriminalistischer Tätigkeit zusammengeführt. Für Nichtbayern ist die Serie eine sympathische Einführung in die bayerische Lebensart und beweist auch, dass die Bayern trotz Gemütlichkeit und Zurückhaltung nicht "Seppl-Hosen"-tragende Ganztagsjodler sind und trotzdem etwas "auf dem Kasten haben" und es sich lohnt, diese Mentalität kennenzulernen.
Gelungen ist auch die Zusammenstellung der Protagonisten: Neben dem bayerischen Urgestein Korbinian Hofer sorgt gerade die Interaktion mit den Kommissarkollegen Ulrich Satorius, Christian Lind und Sven Hansen für gelungene Unterhaltung aufgrund deren unterschiedlicher regionaler und überregionaler Herkunft.
Die weitere Stammbesetzung mit der tratsch-süchtigen Sekretärin Miriam Stockl, dem Polizeiobermeister Michi Mohr, der sympathischen Pathologin Dr. Kern, usw. unterstreicht ebenfalls die vielen kleinen humorvollen Nebenaspekte der Serie.
Zusätzlich kann man sich auch über Gaststars wie Wolfgang Fierek, Dieter-Thomas Heck, etc. freuen, die zur Bereicherung der Serie beitragen.
Angesicht dieser facettenreichen Aufmachung der Serie, die selbt nach zehn Staffeln nicht langweilig wird, tritt der Krimiteil fast in den Hintergrund.
Wer eine entspannungsreiche, amüsante Abendunterhaltung mit bayerischem Lebensgefühl sucht, ist hier bestens aufgehoben.