"Die Rosen des Lebens" ist der bereits 1995 in Originalausgabe erschienene 9. Band des 13-teiligen französischen Nationalepos "Fortune de France". Er ist zugleich der dritte Teil der Memoiren Pierre-Emanuels de Siorac. Der Romantitel bezieht sich auf das Leben des jungen Ludwig XIII, das mit seiner Gemahlin Anna zwar aufblühen konnte, sich jedoch auch als dornenreich offenbaren sollte.
Die Handlung schließt unmittelbar an den vorangegangenen Teil "Das Königskind" an, als Ludwig der XIII. mit einem Kreis engster Vertrauter durch einen "Staatsstreich" die tatsächliche Königsmacht erringen konnte. Seine Mutter und bisherige Regentin Maria di Medici, wurde nach Angers verbannt, wo sie etliche "Große des Reiches" um sich schart und gegen ihren Sohn und König intrigiert. Nachdem die mit ihr konspirierenden Angehörigen des Hochadels Truppen rekrutieren, zieht Ludwig gegen sie zu Felde. Durch Vermittlung ihres Protégés Armand Jean du Plessis, dem Herzog von Richileu und Bischof kommt jedoch mit dem Vertrag von Angoulême (1619) ein Ausgleich zwischen dem König und seiner Mutter zustande. Doch einige der "Großen" geben keine Ruhe und Ludwig kann in Großen Schlacht am Ponts de Cé (1620) gegen sie einen entscheidenden Sieg erringen. Danach kommt es zu Revolte der Hugenotten, die zwar einerseits ihre Rechte aus dem Edikt von Nantes einfordern und praktisch nach eigenem Gutdünken einen Staat im Staate bilden, sich andererseits jedoch nicht an ihre damit verbundenen Pflichten halten. Ludwig mobilisiert erneut sein Heer und gliedert die bisher selbständigen Territorien von Navarra und Béarn in das Königreich Frankreich ein.
.....während der kriegerischen Auseinandersetzungen in Frankreich, bei dem es Ludwig XIII. nicht um die Religion geht, sondern um die staatliche Einheit, finden im "Heiligen Römischen Reich" Ereignisse statt, die zu einer Katastrophe für ganz Europa führen sollen. Nachdem der kinderlose Kaiser Matthias seinen Neffen Ferdinand zum König. von Böhmen erkoren hatte (1617), kommt am 23.05.1618 zum (2.) Prager Fenstersturz. Dies ist der Anlass zum "Böhmisch-Pfälzerischen Krieg", der zum ersten Akt des 30-jährigen Krieges werden sollte. Der Pfälzer Kurfürst Friedrich V. und Anführer der evangelischen Union wird von den Böhmen zum König gewählt. Die Truppen der katholischen Liga fügen der Union in der Schlacht am Weissen Berg (1620) eine Niederlage zu und der "Winterkönig" Friedrich flüchtet. Ferdinand II., mittlerweile zum Kaiser gekrönt will, eine Rekatholisierung seines Reiches und, ebenso wie seine spanischen Verwandten und die protestantischen Reichsfürsten, auch Gebietsgewinne......
....zur gleichen Zeit wird der Protagonist Pierre-Emanuel de Siorac von Ludwig XIII. zum Grafen von Orbieu ernannt. Seine Liäson mit der Gräfin Ulrike von Lichtenberg endet, da sie aufgrund der politischen Ereignisse als Cousine des Pfalzgrafen zurück nach Deutschland gehen muss. Da alte Liebe nicht rostet, wärmt nun wieder Louison Zimmer und Bett Pierre-Emanueles und führt seinen Haushalt im gräflichen Anwesen. Der junge Graf begleitet den König auf seinen Feldzügen und wird schließlich von ihm als "Rat für besondere Angelegenheiten mit Beratungs- und Stimmrecht" in den königlichen Kronrat aufgenommen.
"Die Rosen des Lebens" ist (wie alle vorausgegangen Bände) ein mit Spannung und Witz geschriebener Roman und Teil eines großen Historien- und Familienepos, mit einer Vielzahl historischer Details, wie z. B. dem Konflikt zwischen gallikanischen Interessen und jesuitischen Sonderrechten, der Kritik an der Zehnteintreibung oder dem spektakulären Kabinettseintritt Richileus. Der mit 5 Amazonsternen zu bewertende Roman macht für den interessierten Leser die Fortsetzung "Lilie und Purpur" geradezu zur Pflichtlektüre......