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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Rosen der Kleopatra,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Rosen der Kleopatra: Ein Spaziergang durch die Gärten der Geschichte (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch habe ich sehr gerne gelesen, in Teilen schon zum zweiten Mal. Pflanzen, die für die Menschen wichtig sind, werden mit geschichtlichen Persönlichkeiten zusammengebracht. Es erinnert natürlich vom Aufbau und Art an Holger Lundts letztes Buch Im Garten der Nymphen". Obwohl mich auch der griechische Götterhimmel mit seinen tausenden von Nymphen - die Kombination mit Pflanzen im letzten Buch - fasziniert, finde ich den Zusammenhang mit historischen Personen doch noch deutlich spannender und mir näher, realer, wie halt geschichtliche Personen realer als Nymphen sind. Das Geheimnisvolle leidet dennoch nicht unter diesen geänderten Bedingungen, sind die beschriebenen Personen doch Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende entfernt.Das Buch verknüpft in sieben Geschichten Pflanzen mit mehr oder weniger bekannten Personen, die in besonderer Weise mit diesen Pflanzen verbunden sind: Sie haben sie z.B. in einer weltgeschichtlich bedeutenden Weise verwendet, wenn etwa Kleopatra den römischen Feldherrn Marcus Antonius auf Rosen bettete und damit ihre politischen und vielleicht auch privaten Interessen durchzusetzen suchte. Lundt fügt hier aber noch die noch viel wichtigere Pflanze Weizen/Korn" dazu, durch deren Export Ägypten im gesamten Altertum für das römische Reich und seine Nachfolger in West und Ost (über)lebensnotwendig war. Und die lange Zeit wachsenden Weizenmengen, die Rom benötigte, erzwangen immer ungünstigere Anbauflächen mit entsprechenden ökologisch negativen Konsequenzen, aber auch Hunger in den exportierenden Gegenden! So anders sind einige moderne Parallelen nicht! Oder die beschriebenen Personen haben bestimmte Pflanzen entdeckt, vielleicht auch als erste ihre Heilkraft untersucht, beschrieben und genutzt, wie der Schwiegersohn der beiden oben Angesprochenen Juba II. und spezielle Wolfsmilchgewächse, Alexander der Große und die Aloe von der geheimnisvollen Insel Sokotra. Und so führen uns die Geschichten durch die Geschichte, angefangen mit Alexander dem Großen, über Kleopatra und Juba II. in das späte Altertum zu dem Frankenkönig Chlodwig I. und der Iris, weiter ins späte Mittelalter zu Isabella von Kastilien mit dem Zuckerrohr, das in den neuentdeckten Kolonien in Amerika viel besser gedieht als in Spanien, dann ins 17. Jahrhundert weit weg nach Japan zu Shogun Hidetada Tokugawa und der Kamelie und dann ins 19. Jahrhundert zu Napoleons Frau Joséphine und dem Veilchen. Dabei führen die Geschichten durch fast alle Kontinente, Asien, Afrika, Amerika mit dem Schwerpunkt Europa. Natürlich ist das alles nicht linear, alles ist vernetzt, vieles davon hier auch angedeutet: Über Joséphines botanischen Garten in Schloss Malmaison kommen wir zurück zu Chlodwig I., zu Alexander von Humbold und seinen Gefährte Bonpland, Zar Alexander I. und natürlich zu ihrem Ehemann Napoleon usw.. Und ebenso beschreibt Lundt nicht nur die Heilwirkungen, die Schönheit vieler dieser Pflanzen und ihre kulinarischen Möglichkeiten; sie sind oft für uns Menschen wichtiges Nahrungsmittel, oft auch politisch eingesetzt, ihr Raubbau führt zu ökologischen und sozialen Katastrophen, oft von globaler Art, sinnvolle, neue Verwendungsformen könnten vielleicht Energieengpässe verringern etc.. Schön ist auch die Aufmachung dieses Buches, das handliche Format, der schöne Einband und die meisten Illustrationen, eine Ausnahme ist vielleicht die der Aloe. Insgesamt gefällt mir die Rosen der Kleopatra" sehr! Ich freue mich schon auf das nächste Büchlein, das 2009 erscheinen soll. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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