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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Viel Geschichte in weniger überzeugender Romanhandlung,
Von timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 100 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Die Rose von Avignon (Broschiert)
Der zweite Teil der Avignon- (Smaragdus) Trilogie beginnt vierzehn Jahre nach den Ereignissen des ersten Bandes "Die Brücke von Avignon", der mit dem Tod Clemens V. endete. Die Geschehnisse der vergangenen Jahre sind als Rückblenden in die Handlung eingewoben, die A. D. 1328 mit einem Schiffbruch des Protagonisten Bertrand de Comminges vor der Rivieraküste bei Monaco und seiner erneuten Landung im Ehehafen einsetzt......"Die Rose von Avignon" bringt eine Vielzahl von Details aus der Geschichte des Kirchenstaates, Frankreichs, Monacos, Deutschlands, Englands und Schottlands...... ........ die jedoch nicht immer historisch korrekt, bzw. unmissverständlich wiedergegeben sind. Bereits der Introtext auf Seite 2 sorgt für Irritationen, die auch bis zum Romanende nicht geklärt werden. Dort ist zu lesen, dass "Bertrand Schriftrollen und Pergamente des Islams, aus dem machtvollen arabischen Spanien, Al-Andaluz", nach Avignon bringt, obwohl es im Jahre 1228 das dortige Kalifat schon lange nicht mehr gab. Davon übriggeblieben war im Süden der iberischen Halbinsel lediglich das Emirat Granada. Das Ziel des Protagonisten, Cordoba, war schon 1236 im Rahmen der Reconquista vom König von Kastilien in Besitz genommen worden. Der Titel "Admiral" ist zwar auf den arabischen Begriff "Amir al Bahr" zurückzuführen, bedeutet jedoch nicht "König" des Meeres (S. 40), sondern schlicht "Befehlshaber" des selbigen. Da der Name Grimaldi bereits ein Plural ist (von Grimaldo Canella, dem genuesischen Konsul und Dynastiegründer), führt die im Roman geübte Praxis eines angehängten "s" zu einem Pleonasmus. Jaques Molay kann von der Insel Rhodos kein Silber mitgebracht haben (S. 107), da er das frisch eroberte Staatsgebiet der konkurrierenden Johanniter niemals betreten hat. Der letzte Großmeister der Templer kam vielmehr von Zypern aus nach Frankreich. Die Nutzung der einstigen Templerkomturei in Avignon als Kaufmanns-Fondaco (S. 122) ist nicht historisch, denn sie ging im Jahr 1312 in das Eigentum der Johanniter über (Rhodier, Malteser), die den Gebäudekomplex bis zur Französischen Revolution (1793) behalten sollten. Eine päpstliche Schweizergarde in Avignon (S. 203) gab es nicht, denn als Gründungsdatum der, auf eine Idee des Renaissancepapstes Julius II. zurückgehenden "helvetischen Kohorte", gilt der Einzug der Schweizer in Rom, am 21.01.1506. König Karl IV. war nicht der letzte Karpetinger (S. 237), denn sein Cousin Philipp VI. setzte die Genealogie Hugo Capets in einer Seitenlinie (Valois) fort. Die auf Initiative Philipps IV. durchgeführte Verhaftungswelle (S. 251) fand nicht in einer Novembernacht, sondern in den Morgenstunden des 13.10.1307 auch außerhalb Frankreichs statt. Das Ponthieu und die Guyenne gehörten dabei zwar zum kontinentalen Besitz König Edwards II. von England. Oberster Lehnsherr für diese Territorien war jedoch ebenfalls König Philipp IV.! Originell und gelungen sind St. Patricks "Aqua Vitae" als ein Vorläufer des schottischen Whiskys, Mielkes Baphomet-Version und seine ausklügelte Symbolik (Herz, Kreuz , Rose und Pentagramm) zur Lüftung des Templergeheimnisses. Die Romanhandlung selbst wirkt jedoch etwas gedrechselt und ist weniger überzeugend. Der als Urlaubslektüre (Provence/Côte d'Azur) durchaus zu empfehlende und mit 3 Amazonsternen zu bewertende Roman, lässt die für April 2006 avisierte Veröffentlichung des dritten Teils ("Der Palast von Avignon") mit Interesse erwarten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Teil II der Avignon Trilogie,
Von Heidi Zengerling "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Die Rose von Avignon (Broschiert)
Den ersten Band "Die Brücke von Avignon" habe ich euch schon vorgestellt. gestern Abend las ich den zweiten Teil zu Ende und bin begeistert. Ich werde bei nächster Gelegenheit den dritten und letzten Band auch lesen, da ich unbedingt wissen möchte, wie die Geschichte ausgeht.Mielke schreibt ungeheuer spannend und ich als Leser(in) war während des Lesens vollkommen in die mittelalterliche Geschichte und Handlung involviert. Auf Grund seiner bildhaften Schreibweise und dem spannenden Stil kann man einfach nicht aufhören zu lesen. Inhalt und Gliederung: ================ Das Buch ist in 24 Kapitel untergliedert, welche jeweils mit einer Überschrift versehen sind. Danach folgt ein Epilog, eine Auflistung der handelnden Personen und deren historische Einordnung und eine Karte von Avignon um 1328. Es geht wieder, wie schon im ersten Teil um Bertrand de Comminges. Dieser strandet vor der Felsenfestung der Grimaldis. Noch immer hat er sein geheimes Wissen gut gehütet, aber wie lange noch ... ??? Avignon, Andalusien und Monaco sind die Hauptschauplätze dieses Mittelalterromans. Die Handlung setzt im Jahr 1328 ein. Comminges ist auf hoher See. Es ist Sturm. Der erste Band endet im Jahr 1314, also 14 Jahre sind vergangen und nun kann der Leser miterleben, was Comminges in diesem Roman wiederfährt. Er handelt mit exotischen Waren und ist sehr angesehen in Avignon. Aber sein Geheimnis, sein Wissen, welches er mit sich herumträgt, soll ihm bald zum Verhängnis werden. Er führt verbotene islamische Schriften ins Land ein. Eines Tages wird der Papast vom deutschen König bedroht und da wird es dann gefährlich ... Es geht um die Macht der Bücher, der Papst möchte die Bücher aus Spanien - die der Ketzer unbedingt in seinem Besitz haben. Clemenz V. war im ersten Band am Ende verstorben - dieser Band sagt, dass Johannes XXII der Papst ist. Der Protagonist kommt in die wirren Kämpfe zwischem dem Papst, dem Kaiser, den Guelfen, Ghibellinen und Franziskanern. Nicht nur dies, sondern auch die Hilfe vom Admiral Rainier Grimaldi von Frankreich und Catherine Grimaldi schaffen es, Ludwig IV. von der Eroberung Avignons und interessanter Weise auch des Heiligen Stuhls des Papstes abzuhalten. Viele interessante Betrachtungsweisen und Fäden, die in diesem Buch zusammenlaufen und es so überaus spannend gestalten. ACHTUNG !!! Man kann das Buch auch lesen, wenn man den ersten Band nicht las, muss nicht sein, ist aber möglich, da Mielke immer wieder einzelne Handlungsstränge aus dem ersten Band zum besseren Verständnis und zur Rückblende in diesen zweiten Teil einflechtet. kurze Leseprobe: ============= Eigentlich hatte Petrarca in Bertrands Augen noch nie irgendetwas Handfestes geleistet. Nicht, dass er selbst bis zu seinem neunzehnten Lebensjahr und seiner Ankunft in Avignon sonderlich anders gewesen wäre - er kannte den genüsslich zelebrierten Weltschmerz in vielen Klöstern und Universitäten. Sein eigener Eintritt in die wahren Stürme des Lebens war durch den Tod des Vaters und die alles verzaubernde Begegnung mit der jungen Jüdin Miriam erfolgt. Beide Ereignisse hatten ihn in kürzerer Zeit erwachsener werden lassen als all die Jahre voller Belehrung und Kontemplation bei den erhabensten Geistern und Gelehrten. .... meine Meinung: ============ Ich finde dieses Buch äußerst lesenswert. Es ist spannend und mit historischem Hintergrund geschrieben. Der Handlungsstrang wird nie langweilig und reißt auch nie ab, der Spannungsbogen ist genial gestaltet, es kommen immer wieder neue spannende Geschehnisse und Details in die Handlung hinein, die die Spannung halten und erweitern. Viel wird mit wörlticher Rede gearbeite, die die Handlung so real und wahrhaft erscheinen lassen, dass man sich als Leser in der Handlung sieht und die Personen , Charaktere und Szenen und Handlungsorte vor dem geistigen Auge erstehen sieht. Mielke versucht in diesem Roman das Geheimnis der Templer zu lüften, dazu bedient er sich der Symbole Herz, Rose, Kreuz und des Pentagramms. Die Geschichten rund um den Templerorden sind sehr interessant, es sind teilweise Legenden aber auch viel Wahres ist daran, und ich finde, dsas der Autor diese Mystik sehr gut rüberbringt. Aber nicht nur Geschichte und Seefahrt und Handel sowie die Templer und deren Geheimnisse, auch die Liebe bringt Mielke ins Spiel und das lockert die Geschichte ein bisschen auf und macht sie einfach ein wenig leidenschaftlicher, es passt einfach ... Ich finde, entgegen manch anderer Meinung, dieses Buch sehr leidenschaftlich und von Herzen geschrieben, detailliert, ein Roman, eine Handlung, die frei erfunden ist und auch historische Wahrheiten enthält. Alles in Allem ein Roman, an dem Mittelalterfreaks nicht vorbeikommen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Viel zu genau und langwierig,
Von Tube (Halle) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Rose von Avignon (Broschiert)
"Die Rose von Avignon" ist langwierig und viel zu detailliert geschrieben. Ich finde es auch etwas unrealistisch, dass der Papst total scharf auf die Bücher von Ketzern ist, welche aus El Andalus, welches zu dieser Zeit aber garnicht mehr existierte (schlecht recherchiert!), nach Avignon gebracht werden musste.Viele Teile des Buches sind einfach nur kompliziert und zu genau und das Buch an sich wird immer langweiliger. Nicht lohnenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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