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Produktinformation
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Die Autoren beginnen mit der Ausbildung ihrer arglosen Leser zu fingerfertigen Fahrrad-Fetischisten wirklich von Grund auf. Mithilfe unzähliger, sorgfältig zusammengestellter Fotoserien wird dem Unkundigen nicht nur höchst anschaulich beigebracht, wie unrund laufende Räder wieder flott gemacht, kleine Lackschäden behoben oder quietschende Pedale zum Verstummen gebracht werden. Die Autoren geben dem Leser auch einmal mehr die Hoffnung, dass sie sogar abgenutzte Bremsbacken oder knackende Schaltgetriebe wieder richtig einstellen könnten, auch wenn sie zuvor keine Uhrmacherlehre abgeschlossen haben. Bizarrer Höhepunkt der umfassenden Pflege- und Wartungsanleitung: Die brachiale Entfernung einer festsitzenden Sattelstütze aus dem Rahmen mithilfe von Metallsäge und Reibahle.
Angesichts solch ausgefallener Bergetappen in die luftigen Höhen der fortgeschrittenen Velo-Lehre überraschen kleine Schwächen bei den alltäglicheren Mühen der Ebene: Wie hält der nunmehr pflegewütige Radler die Lager der Laufräder am besten bei Laune? Die Dinger werden mit keinem Wort erwähnt. Und welche Pflege braucht eine strapazierte Kette? In anderen Ratgebern wird seitenlang darüber theoretisiert, wann Fett und wann Öl auf diesen Teil des Antriebssystemes geschmiert werden muss. Die Autoren von Die Rennradwerkstatt machen es sich da einfacher: Nach der Reinigung mit einem Lappen sollte die Kette mit einem "Kettenöl" "gefettet" werden, schreiben sie. Viele der angeführten Wartungsarbeiten werden auch in den technischen Merkblättern erläutert, die bei teuren Fahrrad-Komponenten oft mitgeliefert werden. Doch beide Autoren ergänzen diese dürren Anleitungen mit Tricks und klugen Praxistipps aus der eigenen, offensichtlich umfangreichen Erfahrung. Das macht Die Rennradwerkstatt insgesamt zu einem hilfreichen Werkstattbuch. --Günther Strauss -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Der Fahrradsachverständige Dipl.-Ing. Dirk Zedler und der TOUR-Redakteur Thomas Musch wenden sich hier an die zahlreichen Rennradfreunde, die ihre meist sehr hochwertigen Sportgeräte weitgehend selbst warten und reparieren. Die erprobte Zusammenarbeit dieser beiden ausgewiesenen Fachleute mündet in ein absolut praxistaugliches und gleichzeitig ausgezeichnet lesbares How-to-do-Buch, das keine Fragen offen lässt. Jetzt komplett überarbeitet und um aktuelle technische Entwicklungen ergänzt ein Muss für jeden Rennradfan!
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Dabei erscheint mir aber manches Kapitel zu lang geraten - etwa die Putzanleitung - oder gänzlich überflüssig - wie ein Kapitel über Probleme mit Radcomputern. Letzteres enthält viele unmittelbar einsichtige Tipps, die eigentlich gar nicht erklärt werden müssten (Abgerissene Kabel kann man zusammenlöten - wer hätte das gedacht?)
Während manches für meinen Geschmack allzu breit ausgewalzt wird, fehlen andere wesentliche Dinge dafür gänzlich. Es fehlt jede Erklärung, wie man Tretlager oder Kurbelgarnitur wechselt. Es fehlt ein Glossar der wichtigsten technischen Begriffe und Rennradteile. Da das Buch sich auch an blutige Anfänger richtet, wie aus der Putzanleitung zu ersehen, könnte auch die Erklärung nicht schaden, was ein Konus ist und worum es sich bei einem Freilaufkörper handelt, um nur zwei Beispiele zu nennen.
Es fehlt weiter ein Index am Ende des Buches, der einem das Nachschlagen erleichtern würde. Hilfreich bei der Suche nach Ersatzteilen wären auch Tabellen oder zumindest deutliche Hinweise zu den von Land zu Land und Hersteller zu Hersteller unterschiedlichen Größen bei Schrauben, Muttern und Gewinden.
Alles in allem daher nur eine eingeschränkte Empfehlung.
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