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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Sub omni canone!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Reliquie (Taschenbuch)
Die Handlung von Mara Volkers` "Die Reliquie" wird auf dem Einband vollmundig als "Eine junge Frau im Kampf mit den Mächten der Finsternis" zusammengefasst. Ich kann nur sagen, dass das noch gar nichts war gegen meinen Kampf, dieses Buch zu Ende zu lesen!Im Ernst, ich lese gerne und viel, und dieses Buch ist das schlechteste, was ich seit geraumer Zeit gesehen habe. Allein die Hoffnung, die Geschichte würde doch noch besser werden, hielt mich davon ab, das Buch in die Ecke zu werfen. Dabei ließen mich in vollem Ernst geschriebene Sätze wie "Trotz dieser schlimmen Erfahrung wirst du noch viele Nächte deine Freude an einem strammen Knüppel finden, der an deine Pforte pocht." bereits auf Seite 32 das Schlimmste ahnen... Schon die Grundidee der seligmachenden Reliquie ist abstrus. Wie kann eine göttliche Reliquie einen gewaltätigen Schlächter beschützen? Aber das ist noch das kleinste Übel. Es sind die vorhersehbare Handlung, die teils völlig überzeichneten, stereotypen und einfallslosen Charaktere (der weise alte Mann, die gute Kräuterhexe, der böse Graf und seine dumm-brutalen Männer usw.) und vor allem die vielen, für die Handlung überwiegend bedeutungslosen, aber von der Autorin dafür mit umso mehr Freude am Detail beschriebenen Vergewaltigungsszenen, die dieses Buch zur absoluten Katastrophe machen. Die Autorin scheint eine verdächtige Vorliebe für solche Szenen zu haben und läuft dabei mit kreativen Beschreibungen in der Art von "...(sie) sah, wie sich ein langes, gebogenes Ding daraus erhob, groß und hässlich wie ein Eselsgemächt." (S.62) oder Sprüchen wie "Ich an seiner Stelle hätte dich als Beischläferin behalten und jede Nacht für einen scharfen Ritt gesattelt." (S.35) zur Höchstform auf. Und so sind die Männer in der Geschichte bis auf wenige Ausnahmen allesamt immer geile Vergewaltiger und die Frauen beinahe ausschließlich arme Opfer oder intrigante Ehefrauen und Kebsen. Ein äußerst schlichtes Weltbild. Und ein äußerst schlechtes Buch. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Zeit-und Papierverschwendung,
Von Frank Stein "Wolfsforscher" (Ingolstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Reliquie: Historischer Roman (Taschenbuch)
Wieder mal ein Werk der Rubrik:"bücher die, die Welt nicht braucht"Hinter dem Pseudonym verbirgt(besser so) sich Iny Lorenz.Leider habe ich das zu spät bemerkt.Hätte das Buch sonst nie gekauft.Ich finde die Bücher des münchner Autoren-Paars schon schwülstig genug,aber dieses ist an Klischee,nutzloser Brutalität und Unkenntnis des Mittelalters nicht zu überbieten.Eine Zumutung für Leser guter historischer Romane. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wer sich gern in eine mittelalterliche Fantasiewelt entführen lässt, ist hier genau richtig,
Von JED "http://schmoekerstube.blogspot.com/" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Die Reliquie (Taschenbuch)
Kurzinhalt:Die zehnjährige Bärbel lebt als Tochter eines freien Bauern in einem kleinen mittelalterlichen Dorf des dreizehnten Jahrhunderts. Dieses wird von dem grausamen Burggrafen Walther von Eisenstein beherrscht, dem niemand etwas entgegen zu setzen hat. Denn er ist der Erbe einer geheimnisvollen Reliquie, die seine gesamte Familie seit mehreren Generationen schützt. Das nutzt er reichlich aus. So muss auch die Familie von Bärbel hilflos mit ansehen, wie der Graf die älteste Tochter Elisabeth entführt, den Vater zum Hörigen macht und die Mutter von seinen Männern vergewaltigen lässt. Bärbel scheint seitdem den Verstand verloren zu haben. Doch niemand ahnt, dass sie sich damit nur vor den Grausamkeiten ihrer Umwelt schützt. Und dass sie zudem den Schlüssel zum Sturz des Grafen in sich trägt. Meine Meinung: Ist dieses Buch ein historischer Roman mit fantastischen Zügen? Oder ein Märchen, das in einer mittelalterlichen Umgebung spielt? Oder doch eher eine Heiligenlegende? Diese Frage ist nicht ganz einfach zu beantworten und es scheint, als könnte auch die Autorin (hinter der sich übrigens das Autorenduo Iny Lorentz verbirgt) nicht immer entscheiden, worauf sie ihren Schwerpunkt legen soll. Mal überwiegen die Berichte über das historische Umfeld, in der u.a. das Interregnum vor Kaiser Rudolf thematisiert wird, während dessen sich ein Großteil der Grafen mehr Macht einverleibte, als ihnen zustand. Dann nimmt Mara Volkers den Leser wieder mit in Zauberwälder voller Geister und Feen. Und immer wieder steht die titelgebende Reliquie im Mittelpunkt, die einst aus dem Heiligen Land kam und um die sich nun offenbar Engel und Teufel streiten - manchmal vielleicht etwas zu pathetisch, was aber durchaus dem damaligen Glauben um die Schöpfung Gottes entspricht. Bärbel selbst erinnert zudem an das Märchen von Aschenputtel, verdreckt, verlacht und doch eigentlich wunderschön. Zeitsprünge über mehrere Jahre verfolgen ihre Entwicklung bis sie 15 Jahre alt ist. Ein Märchen für Erwachsene, in der auch die erotischen Obsessionen der mittelalterlichen Adligen eine Rolle spielen. Dennoch handelt es sich um eine wunderbar einfallsreiche Geschichte, in die man sich gerade jetzt zur kälteren Jahreszeit gern entführen lässt. Mögen die Figuren auch manchmal etwas zu archetypisch erscheinen, so erfüllen sie doch ihre Rolle in dieser von Volkers erschaffen Welt: Sei es der Zauberer aus dem Morgenland, der grausame Graf, die wunderschöne Bauerntochter, die eifersüchtige Gräfin, das kluge Kräuterweib oder der hilfsbereite Knecht. Sie alle füllen dieses Buch mit Leben und Abenteuern, die durchaus ihren Ursprung in der Glaubenswelt des Mittelalters haben. Neben all den zauberhaften Dingen sollte man aber die Kernfrage des Buches nicht übersehen: Was macht es aus einem Menschen, der weiß, dass ihm eigentlich nichts Schlimmes passieren kann - unabhängig davon, wie er sich verhält? Fazit: Ein ins Mittelalter verlegtes Gothic-Aschenputtel, umgeben von ziemlich vielen brutalen Männern und nur wenigen wahren" Rittern. Genau das richtige für die dunkle Jahreszeit. Wer sich gern in eine mittelalterliche Fantasiewelt entführen lässt, ist hier genau richtig. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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