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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungener Überblick über den aktuellen Forschungsstand,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Religion der Kelten: Götter, Mythen, Weltbild (Gebundene Ausgabe)
Ausgehend von einer fachlich fundierten Analyse der spärlichen antiken Quellenlage führt der Autor den Leser an der Hand, um ihn sicher und wohlbehalten am schmalen Grat von Wissen und Interpretation durch die verschiedenen Themenbereiche des Buches - vom religiösen Weltbild bis zu den Opferbräuchen, von der sozialen Stellung der Druiden bis zur bildlichen Darstellung einzelner Götter - zu führen. Erfreulicherweise vermeidet es der Autor auf seinem Weg, die nicht nachvollziehbaren Rückschlüsse der christlich beeinflussten inselkeltischen Überlieferung auf die vorrömische Epoche über Gebühr hervorzuheben. Hier weist er mit Recht auf den Stellenwert der archäologischen Feldforschung hin, die mit jedem neuen Fund ein wenig Licht in das Dunkel dieses ungebrochen populären Themas zu bringen vermag. Ein Buch, das es verabsäumt, die zahlreichen Forschungslücken mit esoterisch verbrämten Trugschlüssen zu füllen und den Leser mit einer ausführlichen Bibliographie dazu einlädt, sich ein eigenes Bild zu machen. Und dieses Bild birgt noch immer ein reiches Maß an Faszination und Geheimnissen! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ausgezeichnete Darstellung des Themas,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Religion der Kelten: Götter, Mythen, Weltbild (Gebundene Ausgabe)
Die Religion eines antiken Volks darzustellen, ist wie ein Minenfeld. Schreibt man zu oberflächlich und verallgemeinert man zu viel, beschwert sich die Wissenschaft darüber. Schreibt man zu "wissenschaftlich" verstehen die Laien das Buch nicht mehr.Der Autor hat die dünne Linie zwischen Laientum und Wissenschaft gefunden. Das Buch ist auch für den Laien verständlich, ohne dabei die wissenschaftlich notwendigen Details ausser acht zu lassen. Besonders interessant könnte dieses Buch vor allem für Esoteriker sein, da der Autor auch darauf eingeht, wie im Laufe der Zeit so manche Druidenorden und Keltengruppen entstanden sind. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Reine Quellenkritik,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Religion der Kelten: Götter, Mythen, Weltbild (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch dürfte in erster Linie für diejenigen einen Sinn machen, denen die Tatsache noch neu ist, dass aufgrund der spärlichen Quellenlage keine sicheren oder verlässlichen Aussagen über die keltische Religion getroffen werden können. Doch für diejenigen, denen dieser Umstand sehr wohl bekannt ist, lohnt sich die Lektüre kaum, denn der Autor befasst sich durchgehend nur damit, den Wert aller bekannten Quellen von sehr bis vollkommen fraglich einzustufen.
Dementsprechend bietet das Buch genug leicht zu lesendes Material, um ein gutes Gegengewicht zu sogenannten "echt" keltischen Fantastereien des Esoterik-Buchmarktes zu bilden. Und dementsprechend ist es auch geeignet, die Kritikfähigkeit derjenigen Leser anzuregen, denen vorher nicht bewusst war, dass Wissenschaft keine Dogmen beinhaltet, sondern auf Hypothesen und Theorien fusst, die jederzeit mit entsprechender Argumentation widerlegbar sind. Hier sollte man auch nicht vergessen, dass auch die Naturwissenschaften auf Annahmen beruhen, die Konstrukte von Wahrscheinlichkeiten beinhalten (und es deshalb auch im Bereich der historischen Forschung durchaus legitim ist, wenigstens einmal Annahmen zu konstruieren - sofern diese als solche gekennzeichnet werden). Und so ist auch hier, und das genauso wie in der Esoterik-Abteilung der reinen Fantasie, vor einer nur allzu einseitigen Sichtweise zu warnen. Aufgrund der spärlichen Quellenlage steht nämlich auch die Zurückweisung der Quellen als "unsicher" und "unbrauchbar" auf genauso wackeligen Füssen wie die kritiklose Annahme der Quellen als gesichert: Die Unbrauchbarkeit der Quellen kann also genausowenig sicher bewiesen werden, wie umgekehrt die Glaubhaftigkeit und dieser Umstand kommt im Buch doch reichlich zu kurz. Spärliche Quellenlage bedeutet nun einmal, dass aufgrund fehlender Überprüfungs- und Vergleichsmöglichkeiten eine Quelle weder als mit Sicherheit richtig, noch als mit Sicherheit falsch eingestuft werden kann und auch die Annahmen, mithilfe derer die Unzuverlässigkeit einer Quelle bewiesen werden soll, genauso spekulativen Charakter haben! Für eine fundierte Quellenkritik wäre es wünschenswert, Vorschläge zur besseren Interpretation der Quellen zu machen, so wie bei anderen wissenschaftlichen Autoren des Genres durchaus geschehen: Ich empfehle hier auf jeden Fall Helmut Birkhan zu lesen, der eben diese Art der fundierten Quellenkritik in mehr als befriedigendem Maße darlegt! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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