Das Buch des Wissenschaftsjournalisten Walter Theimer (1903-1989) ist ein Klassiker der deutschsprachigen Relativitätskritik. Der fachkundige Autor hat auf 200 Seiten eine Fülle von Fakten und Informationen zusammengefasst. Er behandelt die wesentlichen Aspekte der speziellen und der allgemeinen Relativitätstheorie und deren innere Widersprüche. Er geht auch auf die Entstehungsgeschichte ein, von Einsteins Vorläufern Lorentz und Poincare bis zur Rolle der neu entstandenen Massenmedien, welche ab 1919 die Relativitätstheorie zur Weltsensation hochstilisierten. Kritisch behandelt Theimer auch die Raumzeit, das Zwillingsparadoxon sowie die in der Theorie enthaltenen philosophischen Elemente. Ebenso kritisch würdigt er einige der angeblichen Beweise für die Relativitätstheorie wie das Experiment von Hafele und Keating. Nicht zu kurz kommt auch die Frage, warum an der Relativitätstheorie nach wie vor dogmatisch festgehalten wird, obwohl die Argumente der wissenschaftlichen Kritik seit Jahrzehnten auf dem Tisch liegen. Das ganze ist gut lesbar, mit einem Minimum an Mathematik und ohne Polemik dargestellt. Eine überzeugendere Aufklärung darüber, was der ahnungslosen Öffentlichkeit als exakte Naturwissenschaft präsentiert wird, kann man sich nicht wünschen.