Vorweg gesagt: Dieser Roman gehört zu jenen, die ausgezeichnet recherchiert sind. Man merkt ständig, daß dem Buch eine längere Studie der geschichtlichen Begebenheiten zu jener Zeit (um 175 n. Chr.) vorausging. Sei es die sarmatische, römische oder romano-britische Kultur: In diesem Buch wird all dies lebendig - und zwar von der ersten Seite an.
Die Handlung wird aus der Ich-Form eines sarmatischen Fürsten erzählt. Er und zwei weitere Adlige werden mit ihren je 500 Mann starken Abteilungen von Reiterkriegern von den Römern als Garnisonstruppen nach Britannien geschickt. Zuvor waren die sarmatischen Jazygen aufgrund wiederholter Einfälle ins römische Reichsgebiet und Unterstützung der germanischen Markomannen durch Kaiser Marcus Aurelius angegriffen und besiegt worden. Teil des Friedensvertrages war die Stellung von Hilfstruppen für die Römer.
Eindeutig keine Freunde der Römer, müssen die Sarmaten sich dennoch mit der ungeliebten Situation arangieren - was insbesondere den Fürsten nicht gerade leicht fällt.
Ariantes, der Erzähler der Geschehnisse, versucht, seine Männer von Feindseligkeiten gegen die Römer, die für seine Männer das Ende bedeuten würden, abzuhalten. Doch in Britannien erwächst, neben dem sichtbaren Feind der nördlichen Kelten, ein gefährlicher Gegner.
Fazit: Ausgezeichneter historischer Roman, ein Buch, das man nicht mehr weglegen will.