Hallo, dies ist meine allererste Rezension ueberhaupt und bezieht sich auf die Ausgabe vom ARENA-Verlag (Mai 2010, 178 Seiten, Hans Eich) mit der Urzeit-Kreatur auf dem Cover.
Ich habe diesen Roman vor knapp 30 Jahren als 11-/12-Jaehriger gelesen. Als mein knapp 10-jaehriger Sohn im neuen Schuljahr ein Nicht-Sachbuch vorstellen sollte, empfahl ich ihm genau diesen Roman, da dort im unterirdischen Meer Dinosaurier miteinander kaempfen und er sich wie viele Jungen in seinem Alter fuer Dinosaurier interessiert.
Als er das Buch durch hatte, kam die entscheidende Frage hoch, wo denn nun die Dino-Kampfszene sei? Muesse er wohl ueberlesen haben dachte ich, bis ich die Rezension von M. Lackner las. Leider weiss ich nicht mehr, wo ich mein Buch aus DDR-Zeiten verlegt habe. 1 Stern fuer das Buch und den Verlag, 1 Stern fuer AMAZON die auf das Kastrat nicht hingewiesen haben. Dabei ist auf dem Cover genau die entscheidende Szene illustriert, um die das Buch mindestens beschnitten wurde. Wie doof ist das denn? Ich bin immer noch geschockt, dass Weltliteratur so verstuemmelt werden darf.
Habe kurzerhand die neue Version von Volker Dehs per Overnight-Express (Der Versand alleine kostete damit fast das 1,5-Fache des eigentlichen neuen Buchpreises) geordert, damit mein Sohn die unkastrierte Version noch rechtzeitig zur Buchvorstellung in der Schule zur Verfuegung hat. Florian Welle (Sueddeutsche Zeitung) schrob zu dieser Ausgabe:
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Jules Vernes Werke liegen meist verstümmelt vor: Von seiner "Reise zum Mittelpunkt der Erde" sind bis 1999 etwa 20 deutschsprachige Bearbeitungen erschienen, fast alle gekürzt. Nun liegt der Roman von 1864/67 in einer vollständigen Ausgabe samt Originalillustrationen von Edouard Riou und neu übersetzt vor. Volkers Dehs, einer der besten Kenner des Phantasten und konservativen Katholiken, zeichnet für sie verantwortlich - ein Glücksfall. Vor allem der Anhang mit Originaldokumenten - u.a. von Vernes Sohn Michel Jules - macht verständlich, warum schon Zeitgenossen dem somnambulen Abstieg ins Herz der Finsternis einen ganz eigenartigen Reiz bescheinigten. Ein Vulkan auf Island - Island! - ist Ausgangspunkt für die gelehrte Wissenschaftssatire, die den Hamburger Sonderling Lidenbrock und seinen Neffen Axel zum Ursprung des Lebens zurückführt.
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Update, 1 Woche spaeter:
Der Overnight-Express hat gut geklappt und mein Sohn hat diesen unruehmlichen Fauxpas in seine Buchvorstellung eingebaut. Er bekam in Summe eine 1,5. AMAZON und der ARENA-Verlag eine 5 :-)
Beste Gruesse, Andreas