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Die Reise nach Petuschki: Rolling Stone - Talking Books [Audiobook] [Audio CD]

Peter Lohmeyer , Wenedikt Jerofejew
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

18. Juni 2007
Sein Köfferchen voller Schnaps ans Herz gedrückt, besteigt der Moskauer Venedikt Venika am Kursker Bahnhof den Zug nach Petuschki. Dort will er seine Geliebte und den gemeinsamen Sohn besuchen. Die Reise gerät allerdings zu einer alkoholgetränkten Odyssee.
Venika trinkt, die Mitreisenden trinken, sogar der Oberschaffner gesellt sich hinzu und lässt sich mit Vodka bezahlen. Die Fahrt wird immer absurder, und das Schicksal der Reisenden ist längst besiegelt: Nach Petuschki, meint die Sphinx, kommt überhaupt keiner…

Die aberwitzige Reisebeschreibung einer feuchtfröhlichen Zugfahrt gehört schon heute zu den modernen Klassikern der russischen Literatur. Eine hochprozentige Mischung aus scharfem Witz, bodenloser Albernheit und stiller Poesie.
Wenedikt Jerofejews „Poem“ Die Reise nach Petuschki war in der Sowjetunion bis 1988 verboten. Gegrollt und gegrölt, gesäuselt und gelispelt vom überzeugend ungeschliffenen Dreigestirn Robert Gernhardt, Harry Rowohlt und Josef Bilous.


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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: RH Audio Editionen (18. Juni 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866045824
  • ISBN-13: 978-3866045828
  • Größe und/oder Gewicht: 14,2 x 12,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 702.375 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Klappentext

"Das Trio Gernhardt, Rowohlt und Bilous gibt diesem modernen Klassiker der russischen Literatur nicht nur eine sondern viele Stimmen. Grandios!"
Mitteldeutsche Zeitung

Über den Autor

Wenedikt Jerofejew, geboren am 24. Oktober 1938 in Kiowsk bei Murmansk, studierte in Moskau und Wladimir Geschichte und Literatur bis er von der Universität flog und sich fortan als Heizer, Wärter, in der Pfandflaschenannahme, als Milizionär, Straßenarbeiter und Monteur beim Fernmeldewesen durchs Leben schlug. Sein Meisterwerk "Die Reise nach Petuschki" entstand im Herbst 1969. Jerofejew starb am 11.Mai 1990 in Moskau.

Harry Rowohlt, lange Jahre das spätbundesrepublikanische Double von Karl Marx, ist die Seele des souverän gebrummten Hörbuchs. Seine Lesungen sind legendär. Seine Buchkenntnisse ebenso – und seine Liebe zur Literatur kennt keine natürlichen Grenzen.

Robert Gernhardt, geboren 1937 in Reval/Estland, hat viele Talente. Er studierte Malerei und Germanistik in Stuttgart und Berlin; er ist Maler, Zeichner, Schriftsteller, Satiriker und Cartoonist. Seine größten Erfolge feiert er mit seinen satirischen Cartoons in Zeitschriften wie PARDON und TITANIC; außerdem sind mehrere Bände mit satirischen Texten von ihm erschienen, z.B. Die Toscana-Therapie und Kippfigur. Einem breiteren Publikum wurde er als Drehbuchautor der Otto-Filme bekannt.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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3.0 von 5 Sternen Laienkunst der Werktätigen 5. September 2010
Von Solzimer
Der passionierte Trinker Wenja Jerofejew schildert in diesem 1969 entstandenen "Poem" seine Reise von Moskau nach Petuschki (einen real existierenden Ort 125 km östlich von Moskau, "Petushki" bedeutet wörtlich übersetzt "Hähnchen", in Plural), zu seiner Geliebten. Die Handlung spielt im Wesentlichen in einem Vorortzug, die Kapitelbezeichnungen entsprechen den Steckenabschnitten. Der Schwerpunkt des "Poems" ist Alkoholkonsum in seinen verschiedenen Hypostasen. Der Hörer wird Zeuge eines theoretisch untermauerten und bedächtigen Bacchanals, an dem sich, nach Wenjas Solo-Anlauf, dann einige seiner Mitreisende enthusiastisch beteiligen. Wir werden in die hohe Kunst des Leistungssaufens eingeführt und dürfen an philosophischen Diskursen und geistigen Höhenflügen, bei denen es um Erdarbeiten, Kartenspiel, russische Idiosynkrasien, den Geheimrat Goethe, die Kreuzigung Jesu (um nur Einiges zu nennen) geht, teilhaben. Alle Themen werden in ihrer Bezüglichkeit auf Alkoholkonsum erörtert. Auch lernen wir einige eigenwillige Cocktailrezepte, zu deren Zutaten, unter anderem, Nagellack und Mittel gegen Schweißfüsse gehören, kennen. Ziemlich enthemmt also das Ganze.
Der Mitschnitt ist eine Live-Aufnahme aus dem Literaturhaus Hamburg. Die drei Vorleser (Harry Rowohlt, Robert Gernhardt, Josef Bilous) wechseln sich ab, einer von ihnen (nicht Rowohlt) nuschelt. Die Vortragsweise ist locker und genüsslich, sie macht den Sprechern offensichtlich Spaß. In ihrer Hingerissenheit stolpern sie jedoch des Öfteren über russische Ortsbezeichnungen. Und dann sind da noch mitgeschnittene - aus meiner Sicht durchaus entbehrliche - Lacher aus dem Saal. Das Happening lässt einen streckenweise irgendwie an die Laienkunst der Werktätigen (so nach dem Feierabend in einem Fabrikklub) denken.
Die Übersetzung - für welche die Vorleser freilich nichts haben - hat aus meiner Sicht auch noch Potenzial. Manch eine Pointe aus dem Original bleibt in der etwas biederen deutschen Fassung schon mal auf der Strecke: wo es im Urtext, zum Beispiel, um den Unterschied zwischen "Übergeben" und "Kotzen" geht, verwendet der Übersetzer "Schlecht werden" und "Übergeben". Daneben ist einiges unnötigerweise unverständlich gemacht: Z.B. wer weiß schon in Deutschland, dass "der Vorsitzende des landwirtschaftlichen Sowjets" ein Burgermeister ist?
Alles in allem hat mich sowohl die Performanz der Sprecher als auch die Übersetzung, vor dem Hintergrund der Bekanntschaft mit der Urfassung dieses postmodernen Knallers, etwas enttäuscht. Ich vergebe drei Sterne.
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