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Die Reise nach Petuschki: Ein Poem Taschenbuch – 1. März 1987


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 176 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 17 (1. März 1987)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492206719
  • ISBN-13: 978-3492206716
  • Größe und/oder Gewicht: 12 x 2 x 18,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 19.675 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Reise nach Petuschki
OT Moskwa-Petuschki. PoemaOA 1973 (in Israel) DE 1978Form Prosapoem Epoche Moderne
Wenedikt Jerofejews »Poem« Die Reise nach Petuschki war in der Sowjetunion bis 1988 verboten, weil es ein für das Land gravierendes und unlösbares gesellschaftliches Problem behandelt: den Alkoholismus. Das Werk zählt zu den wichtigen Texten moderner russischer Literatur, es kursierte in illegalen Abschriften – und galt als Kultbuch. In den 1970er / 80er Jahren sahen viele Russen in ihm ein Bollwerk unter der Diktatur verloren geglaubter kultureller Werte.
Inhalt: Das Handlungsgerüst bildet ein Tag im Leben des mit dem Autor namensgleichen Alkoholikers und Ich-Erzählers »Wenja« (Wenedikt) Jerofejew. Er besteigt am Morgen in Moskau den Zug in das ca. 120 km entfernte Petuschki, um seine Geliebte zu treffen. Der Zielort wird von dem erwartungsfrohen Helden zu einem Paradies auf Erden idealisiert, in deutlichem Kontrast zum düsteren Moskau. Im Verlauf der Zugfahrt betrinkt sich Wenja haltlos. Unter dem Einfluss des Alkohols schildert der Erzähler seine immer surrealistischer werdenden Gedanken, die sich teilweise mit der Realität vermischen. So erscheinen ihm monströse Fabelwesen und apokalyptische Dunkelheit senkt sich herab, während der Zug unversehens nach Moskau zurückfährt. Am Ausgangspunkt seiner Reise angekommen, wird der mittlerweile Orientierungslose von vier düsteren Gestalten überfallen, misshandelt und ermordet. Am Schluss lässt der Autor deutliche Parallelen zum Leiden und Sterben Christi anklingen.
Die teils pathetischen, teils vulgären, durchweg aber poetischen Trinkermonologe seines Helden sind für Jerofejew ein Mittel zur radikalen Kritik des Sowjetsystems. Indem er seinen heruntergekommenen Erzähler die typischen Parteiparolen und ideologischen Satzhülsen in den Mund legt, erziehlt der Autor einen grotesk-parodistischen Effekt. Zugleich wird die Illusion eines kommenden kommunistischen Paradieses – eine der symbolischen Bedeutungen des »unerreichbaren«, in der Realität aber trostlosen Petuschki – ad absurdum geführt.
Struktur: Die Kapitel entsprechen den Stationen der Zugreise, wodurch das Inhaltsverzeichnis den Charakter eines Fahrplans erhält. Ein weiteres strukturelles Merkmal des Buches sind die unzähligen Zitate aus der Weltliteratur, die das Werk, das Jerofejew im Untertitel Poem nennt, zu einer Collage unterschiedlichster Versatzstücke werden lassen. In einer Situation, in der das sowjetische Regime den Künstlern das Reden verbot, bediente sich Jerofejew demonstrativ »fremder« Stimmen. Der häufig von Lesern geäußerte Eindruck, man habe etwas Vertrautes vor sich und die Weltliteratur sei gerade in diesem kleinen Werk in besonderer Weise lebendig, ist ein Resultat dieser Technik.
Wirkung: Nachdem Die Reise nach Petuschki 1988 endlich auch in Russland gedruckt worden war, wurde der am Rand der Legalität lebende Jerofejew kurz vor seinem Tod unversehens zum Medienstar. Er trat mehrfach im Fernsehen auf und es wurden zwei Dokumentarfilme über ihn gedreht (einer von der BBC). Sein »Poem« hat in West und Ost viele Neuauflagen erfahren, liegt in zahlreiche Sprachen übersetzt vor, läuft weltweit als Theaterstück in unterschiedlichen Bearbeitungen und ist in Deutschland auch als Hörbuch erschienen. N. S.

Klappentext

"Das Trio Gernhardt, Rowohlt und Bilous gibt diesem modernen Klassiker der russischen Literatur nicht nur eine sondern viele Stimmen. Grandios!"
Mitteldeutsche Zeitung -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 4. Juni 2001
Format: Taschenbuch
Wenitschka Jerofejew, ein verzweifelter heruntergekommener russischer (sowjetischer) Trinker, ist mit dem Zug auf dem Weg nach Petuschki - dem letzten Ort, an dem noch jemand auf ihn wartet. Begleitet am Anfang vom unbarmherzigen Kater, später vom schweren Alkoholrausch und immer von der Angst, am Ende doch wieder nüchtern zu werden - „Wenn das Herz aus dem Rausch erwacht, kommen Angst und Unsicherheit auf" - philosophiert er unterwegs in einem Selbstgespräch über das Leben und - trinkt. Witzige Realität und der Alptraum wechseln sich ab, Halluzinationen nehmen merkwürdigste Formen an. Erreicht Wenitschka sein Paradies - Petuschki?
Warum trinkt Rußland? - „Das also haben mir die Leute gegeben als Ersatz für jenes, wonach mein Herz sich sehnt!" - Über die Ursachen kann man viel spekulieren, ganz verstehen werden wir das jedoch nie. Wer darüber mitreden möchte, sollte vorher das Poem „Reise nach Petuschki" von Wenedikt Jerofejew unbedingt lesen. Einzigartige Schöne Erzählungssprache des Autors und Brillante Übersetzung aus dem Russischen machen das zum Genuß.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Polygraph am 12. März 2006
Format: Taschenbuch
„Soetwas kann ja nur aus Russland kommen“, denkt man, während der ersten Kapitel. Der Ich-Erzähler von „Die Reise nach Petuschki“ (der mit dem Verfasser weitgehend identisch ist) beschreibt seinen Vollrausch mit einer Begeisterung und Intensität, dass man die Galle schon fast selber schmecken kann.
Obwohl er in all den Jahren noch nicht eine einziges Mal den Kreml gesehen hat (da er im Suff immer an ihm vorbeilief), ist sich Wenedikt Jerofejew doch ziemlich sicher, in Moskau zu wohnen. Bis zu seiner Entlassung als Kabelverleger, lief sein Leben relativ ungestört. Doch da ihn nun nichts mehr in dieser Stadt hält, besteigt er in den Zug nach Petuschki, wo Wenedikts Geliebte und ihr gemeinsames Kind wohnen, um dort noch einmal von vorne anzufangen.
Mit einen Koffer voll harter Spirituosen im Handgepäck freundet sich der Erzähler schnell mit seinen skurrilen Reisegefährten an, die alle eine interessante Geschichte zu erzählen haben.
Zwischendurch verrät Wenedikt noch ein paar Geheimrezepte für obskure russische Cocktails, bei denen der Genuss eindeutig dem Rausch untergeordnet ist, und steigert sich mit jedem Schluck Wodka weiter in seine Monologe über Gott und die Welt hinein.
Trotz der starkfarbigen Beschreibungen des Rauschzustands, trotz der uneingeschränkten Verherrlichung des Komatrinkens würde man diesem Buch nicht gerecht, wenn man es als spaßige Trinkerlektüre abtun würde. Das Buch hat eindeutig politische Spitzen: Mit feiner Ironie verspottet der bauernschlaue Erzähler die schwerfällige sowjetische Bürokratie und Korruption und bleibt dabei trotzdem eine tragische Figur, für die man eigentlich nur Mitleid empfinden kann.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Herr Kaufrausch am 4. Dezember 2009
Format: Taschenbuch
Der Trinker Jerofejew schildert eine sehr feuchte Reise ins Städtchen Petuschki, wo er zu seiner Liebsten will. Man möchte sagen, eine feucht-fröhliche Reise, aber beim geenaueren Lesen graust es einen. Die Alkoholmengen, die Jerofejew stolz in seinen kleinen, eingeflochtenen Stories zu sich nimmt muten phantastisch an. Er schildert seinen beruflichen Absturz, wenn auch sehr lustig. Er schildert, wie er unter lauter Trinkern (der ganze Eisenbahnwaggon schüttet pausenlos) sinnfreie Gespräche führt, Schnapsdiebe (seinen !!!) überführt und mit ihnen dann gemeinsam weitersäuft und andere Sachen mehr.
Zum Teil liegt man vor Lachen auf dem Teppich, zum Teil schüttelts einen.
Das ganze Land scheint zu Saufen, und daran scheint sich bis heute nicht viel geändert zu haben.
Das dicke Ende kommt auf den allerletzten Seiten des Buches, und es ist alles Andere als lustig.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von sabatayn76 TOP 100 REZENSENT am 20. März 2010
Format: Taschenbuch
Inhalt:
Der Alkoholiker Wenedikt Jerofejew befindet sich im Zug von Moskau nach Petuschki. Dort möchte er die 'Favoritin unter den Flittchen' treffen, die er 12 Wochen zuvor kennengelernt und seitdem jede Woche besucht hat. In seinem Gepäck hat er jede Menge Schnaps, und die Zugfahrt entwickelt sich schließlich zu einem Saufgelage und einem Monolog über Politik, sowjetische Lebens- und Arbeitsbedingungen, Frauen u.v.m.

Mein Eindruck:
Der Ich-Erzähler ist ein einsamer und vom Leben enttäuschter Misanthrop, dessen einzige Lichtblicke der Alkoholrausch und die Frau in Petuschki sind. Der Autor schildert nicht nur das Problem des exzessiven Alkoholkonsums in Russland/der Sowjetunion, sondern der Leser erhält auch Einblicke in politische Begebenheiten und Lebenssituationen.
'Die Reise nach Petuschki' lässt sich nicht immer einfach lesen, denn die Sprache ist bisweilen konfus und spiegelt so die zerrissenen Gedankengänge des alkoholkranken Protagonisten perfekt wider.
Als Gegnerin des übermäßigen Alkoholkonsums machte mich die Lektüre von Zeit zu Zeit ungeduldig und aggressiv. Ich hatte mehrmals das Gefühl, ich säße mit dem betrunkenen und dennoch immer weiter saufenden und sich in Kleinigkeiten verlierenden Wenedikt im Zug und müsste mir fortwährend seine surrealen Schilderungen anhören. 'Die Reise nach Petuschki' ist somit eine (erschreckend) authentische und glaubhafte Beschreibung einer Zugfahrt und eines Lebens am Abgrund.

Mein Resümee:
Sehr zu empfehlen!
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