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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Zirrhose ein Salut,
Rezension bezieht sich auf: Die Reise nach Petuschki: Ein Poem (Taschenbuch)
„Soetwas kann ja nur aus Russland kommen“, denkt man, während der ersten Kapitel. Der Ich-Erzähler von „Die Reise nach Petuschki“ (der mit dem Verfasser weitgehend identisch ist) beschreibt seinen Vollrausch mit einer Begeisterung und Intensität, dass man die Galle schon fast selber schmecken kann.Obwohl er in all den Jahren noch nicht eine einziges Mal den Kreml gesehen hat (da er im Suff immer an ihm vorbeilief), ist sich Wenedikt Jerofejew doch ziemlich sicher, in Moskau zu wohnen. Bis zu seiner Entlassung als Kabelverleger, lief sein Leben relativ ungestört. Doch da ihn nun nichts mehr in dieser Stadt hält, besteigt er in den Zug nach Petuschki, wo Wenedikts Geliebte und ihr gemeinsames Kind wohnen, um dort noch einmal von vorne anzufangen. Mit einen Koffer voll harter Spirituosen im Handgepäck freundet sich der Erzähler schnell mit seinen skurrilen Reisegefährten an, die alle eine interessante Geschichte zu erzählen haben. Zwischendurch verrät Wenedikt noch ein paar Geheimrezepte für obskure russische Cocktails, bei denen der Genuss eindeutig dem Rausch untergeordnet ist, und steigert sich mit jedem Schluck Wodka weiter in seine Monologe über Gott und die Welt hinein. Trotz der starkfarbigen Beschreibungen des Rauschzustands, trotz der uneingeschränkten Verherrlichung des Komatrinkens würde man diesem Buch nicht gerecht, wenn man es als spaßige Trinkerlektüre abtun würde. Das Buch hat eindeutig politische Spitzen: Mit feiner Ironie verspottet der bauernschlaue Erzähler die schwerfällige sowjetische Bürokratie und Korruption und bleibt dabei trotzdem eine tragische Figur, für die man eigentlich nur Mitleid empfinden kann. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ersatz für jenes, wonach mein Herz sich sehnt,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Reise nach Petuschki: Ein Poem (Taschenbuch)
Wenitschka Jerofejew, ein verzweifelter heruntergekommener russischer (sowjetischer) Trinker, ist mit dem Zug auf dem Weg nach Petuschki - dem letzten Ort, an dem noch jemand auf ihn wartet. Begleitet am Anfang vom unbarmherzigen Kater, später vom schweren Alkoholrausch und immer von der Angst, am Ende doch wieder nüchtern zu werden - „Wenn das Herz aus dem Rausch erwacht, kommen Angst und Unsicherheit auf" - philosophiert er unterwegs in einem Selbstgespräch über das Leben und - trinkt. Witzige Realität und der Alptraum wechseln sich ab, Halluzinationen nehmen merkwürdigste Formen an. Erreicht Wenitschka sein Paradies - Petuschki? Warum trinkt Rußland? - „Das also haben mir die Leute gegeben als Ersatz für jenes, wonach mein Herz sich sehnt!" - Über die Ursachen kann man viel spekulieren, ganz verstehen werden wir das jedoch nie. Wer darüber mitreden möchte, sollte vorher das Poem „Reise nach Petuschki" von Wenedikt Jerofejew unbedingt lesen. Einzigartige Schöne Erzählungssprache des Autors und Brillante Übersetzung aus dem Russischen machen das zum Genuß. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ersatz für jenes, wonach mein Herz sich sehnt,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Reise nach Petuschki: Ein Poem (Taschenbuch)
Wenitschka Jerofejew, ein verzweifelter heruntergekommener russischer (sowjetischer) Trinker, ist mit dem Zug auf dem Weg nach Petuschki - dem letzten Ort, an dem noch jemand auf ihn wartet. Begleitet am Anfang vom unbarmherzigen Kater, später vom schweren Alkoholrausch und immer von der Angst, am Ende doch wieder nüchtern zu werden - „Wenn das Herz aus dem Rausch erwacht, kommen Angst und Unsicherheit auf" - philosophiert er unterwegs in einem Selbstgespräch über das Leben und - trinkt. Witzige Realität und der Alptraum wechseln sich ab, Halluzinationen nehmen merkwürdigste Formen an. Erreicht Wenitschka sein Paradies - Petuschki? Warum trinkt Rußland? - „Das also haben mir die Leute gegeben als Ersatz für jenes, wonach mein Herz sich sehnt!" - Über die Ursachen kann man viel spekulieren, ganz verstehen werden wir das jedoch nie. Wer darüber mitreden möchte, sollte vorher das Poem „Reise nach Petuschki" von Wenedikt Jerofejew unbedingt lesen. Einzigartige Schöne Erzählungssprache des Autors und Brillante Übersetzung aus dem Russischen machen das zum Genuß. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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