Neue Zürcher Zeitung
gew. Joel ist fünfzehn und wartet darauf, dass das Leben endlich anfängt. Zusammen mit seinem Vater Samuel lebt er im ungastlichen Norden Schwedens, dort, wo die Einsamkeit der Wälder die Menschen stumm und verschlossen werden lässt. Es ist Ende der fünfziger Jahre, und Joel hat Träume: Er möchte Seemann werden, wie Samuel früher, er möchte nach Afrika, und er möchte endlich seine Mutter kennenlernen. Doch manchmal hat man gerade vor dem, was man sich am meisten wünscht, die grösste Angst. Davon erzählt der schwedische Bestsellerautor Henning Mankell in seinem Jugendbuch «Die Reise ans Ende der Welt». Mankells Hauptfigur lebt in einer wortkargen Zeit. Die Menschen haben ihre Gefühle fest in ihrem Inneren verschlossen. Nur manchmal, in den vielen Leerstellen der stockenden Dialoge, sind sie plötzlich präsent ohne viele Worte. Der letzte Teil von Mankells Joel-Tetralogie ist ein fast schmerzhaft wehmütiges Buch über das Erwachsenwerden in einer Welt, in der nicht erst mit fünfzehn das echte Leben beginnt.
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"Ein Wunderwerk aus kargen Sätzen" nennt der Reinhard Osteroth den vierten Band von Henning Mankells Joel-Tetralogie. Zwar erscheine die Geschichte auf den ersten Blick möglicherweise übervoll und konstruiert. Mankells Roman setze jedoch auf Komprimierung, überflüssige Worte werden nicht verloren. Osteroth zeigt sich von der Ernsthaftigkeit Mankells beeindruckt: Der Wirkung besonders der letzten 30 Seiten des Buches werde sich kaum jemand entziehen können.
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Kurzbeschreibung
Der Verlag über das Buch
»Diese Bücher haben eine Kraft wie ein unablässig saugender Strudel. Weil Mankell sich meisterhaft darauf versteht, Spannung im Inneren seiner Helden aufzubauen.« (Die Welt)
»Dass Autoren Kriminal- und zugleich Jugendliteratur verfassen, ist gar nicht so selten. Dass einer beide Felder auf gleich hohem Niveau zu beackern vermag, schon seltener. Henning Mankell beweist jedoch in diesen Gattungen eine Klasse, bei der das Urteil ›herausragend‹ wirklich Sinn macht.« (Der Tagesspiegel)
»Mankell hat etwas zu sagen, kann erzählen und findet aufs immer Neue eine einfache, dabei alles andere als simple literarische Sprache, die bestechend schön ist und sofort eine dichte, den Leser in ihren Bann ziehende Atmosphäre schafft.« (DeutschlandRadio) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .