Eine Gruppe von Soldaten wird im Rahmen eines wissenschaftlichen Experiments durch das Erdinnere teleportiert und strandet in einer prähistorischen Unterwelt. Der Projektleiter und eine Forscherin starten mit einem neuentwickelten Bohrgerät zu einer Rettungsmission. Asylums Versuch mit der Erfolgswelle des gleichnahmigen 3D-Streifens mit Brendan Fraser mitzuschwimmen. Der deutsche Publisher versucht dies auch und hängt noch schnell eine fette 2 dran um uns eine "waschechte" Fortsetzung vorzugauckeln. Klappte bei "Transmorphers 3" ja schließlich auch ganz gut. Das vorliegende Trashmovie fährt mit zweit- und drittklassigen Darstellern auf, enthält teils extrem durchschnittliche Dialoge und natürlich eine Vielzahl von Logiklöchern, welche so groß sind das locker mehrere Dinos der Marke T-Rex darin verschwinden könnten. Ein Beispiel gefällig: Die gestrandeten Soldaten landen bei dem fehlgeschlagenen Experiment 600 Kilometer unter der Erdkruste. Über ihnen ist allerdings ein strahlend blauer Himmel und Sonnenschein zu sehen, was in dieser Tiefe wohl kaum möglich sein kann. Die CGI-Effekte selbst sind halbwegs passabel in Szene gesetzt. Die Darstellung der Eliteeinheit, welche nur aus Frauen besteht, spottet allerdings jeder Beschreibung. Den Darstellerinnen nimmt man ihre Rolle als knallharte Millitärangehörige einfach nicht ab. "Reise zum Mittelpunkt der Erde 2" hat das gleiche Problem wie der erst kürzlich veröffentlichte Titel "Die letzten Tempelritter und der Schatz des Christentums" ebenfalls aus dem Hause Asylum. Für einen ernstzunehmenden Abenteuerstreifen ist das Teil nicht gut genug und für einen wirklich vergnüglichen Trashnachmittag einfach nicht schlecht genug geraten. Dennoch ist der vorliegende Abenteuertrash deutlich besser und unterhaltsamer als der eben erwähnte "Da vinci Code-Verschnitt". Die vorliegende Blu-Ray hat eine recht gute Bild- und Tonqualität und glänzt durch massiven Mangel an Bonusmaterial (von wenigen Trailern mal abgesehen). Fazit: Halbwegs akzeptabler Durchschnittstrash, welcher mit Jules Vernes Roman nur den Titel gemeinsam hat. Asylum-Jünger und Trashies können durchaus einen Blick riskieren. Freunde von Blockbustern und anspruchsvollen Filmen lassen besser die Finger davon.