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Die Reise des Elefanten [Gebundene Ausgabe]

José Saramago
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

29. Juni 2010
"Ein Roman voller Witz, Wärme und Wunder." Yann Martel.
Inspiriert von der wahren Geschichte eines indischen Elefanten, den man im 16. Jahrhundert auf spektakuläre Weise über Land und See von Spanien nach Wien überführte, erzählt José Saramago meisterhaft und voller Ironie von den sagenhaften Abenteuern des Elefanten Salomon und seines gewitzten Mahuts.Salomon ist als Besitz von Johann III. von Portugal nur noch gelitten. Das exotische Tier aus den fernen Kolonien fristet ein trostloses Dasein, bis die Königin auf die Idee kommt, ihn ihrem Vetter dem Großherzog Maximilian aus Wien zum Geschenk zu machen. Mit einem großen Tross wird Salomon samt seinem Mahut auf eine abenteuerliche Reise geschickt, an deren Ende die eindrucksvolle Überquerung der Alpen steht. Unterwegs lernt man nicht nur die Eigenheiten und Vorlieben des Elefanten kennen, sondern auch die der Menschen und der Gesellschaft um ihn herum. Und meistens ist es der indische Mahut, der, Narr und Weiser zugleich, seine Zeitgenossen auf mehr oder weniger charmante Weise demaskiert. Sprachgewaltig und stets mit einem schelmischen Augenzwinkern verknüpft Saramago in seinem Roman Realität und Fiktion.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 235 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe (29. Juni 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3455402798
  • ISBN-13: 978-3455402797
  • Originaltitel: A viagem do elefante
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 120.993 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Man verehrt Saramago wegen seiner Ruhe und seiner Reflexionslust. Er philosophiert mit durchdringender Leidenschaft, aber all seine tiefen Überlegungen bleiben immer schön irdisch.« (Die Zeit)

»Die literarische Stimme seines Landes.« (Der Spiegel) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

José Saramago, geboren am 16. November 1922 in Azinhaga in der portugiesischen Provinz Ribatejo, entstammt einer Landarbeiterfamilie. Nach dem Besuch des Gymnasiums arbeitete er als Maschinenschlosser, technischer Zeichner und Angestellter. Später war er Mitarbeiter eines Verlags und Journalist bei verschiedenen Lissabonner Tageszeitungen. Ab 1966 widmete er sich verstärkt der Schriftstellerei. Während der Salazar- Diktatur gehörte er zur Opposition. Der Romancier, Erzähler, Lyriker, Dramatiker und Essayist erhielt 1998 den Nobelpreis für Literatur. Er starb am 18. Juni 2010 auf Lanzarote.Marianne Gareis, geboren 1957 in Illertissen, lebt als Übersetzerin in Berlin.

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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen E l e f a n t . . . 10. August 2010
Von Kay Fischer VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Da ich mich längere Zeit mit Elefanten beschäftigt (und auch eine Novelle darüber geschrieben) habe, interessierte mich dieses Buch in besonderem Maße. Davon, daß ein Elefant einst zu Fuß durch mehrere Länder "gereist" ist, um seinen Besitzer zu wechseln, wußte ich, konnte aber bislang keinen Roman hierzu finden. Kurzum: Ich war neugierig. Jedoch muß ich vorausschicken, daß "Die Reise des Elefanten" mein erster "Saramago" war, wenngleich ich von seinen anderen Büchern schon einmal gehört habe.

Über den Inhalt ist schon einiges geschrieben worden, daher will ich mich hier auf meine persönlichen Eindrücke konzentrieren.
Zunächst bin ich über den Stil gestolpert, der vom Leser eine recht hohe Konzentration verlangt. Saramago schreibt sehr lange Sätze und verarbeitet darin sowohl die wörtliche Rede als auch den Erzählertext, ohne jedoch Absätze, Anführungszeichen oder gar die Groß- und Kleinschreibung in gewohnter Form zu berücksichtigen. Auf Seite 195 zum Beispiel geht so ein Satz über eine halbe Seite:

(Auszug: Er stieg vom Elefanten und erhielt auf seine an den ersten dort versammelten Menschen gerichtete Frage, Was ist passiert, die prompte Antwort, Die Vorderachse der Kutsche Seiner Königlichen Hoheit ist gebrochen, Was für ein Unglück, rief der Mahut aus, Der Wagenmeister und seine Helfer setzen bereits eine neue Achse ein, in einer Stunde können wir weiterziehen, Und wo hatten sie die her, Wo hatten sie was her, Die andere Achse, Du magst zwar einiges von Elefanten verstehen, aber auf den Gedanken ... usw ...).

Natürlich liest man sich ein, trotzdem mußte ich öfter zurückblättern, um den Zusammenhang zu verstehen. Zweifelsohne ist dieser Stil interessant, aber er ermüdet auch sehr. So manche Logik erschloß sich mir daher leider nicht.

Positiv von "Die Reise des Elefanten" zu erwähnen ist, daß man viel über die damalige Zeit erfährt und die seinerzeitigen Gedankengänge recht gut nachvollziehen kann. Saramago bezieht den Leser dabei mit ein, indem er in der Wir-Form schreibt. So ist man einerseits ganz in der Geschichte drin, gewinnt aber andererseits auch wieder eine Distanz. Das macht die Sache zwar lebendig, wirkt sich aber, zumindest aus meiner Sicht, wiederum negativ auf die Spannung aus.
An vielen Stellen mußte ich schmunzeln, zum Beispiel als Mahut und Elefant neue Namen bekommen (das gibt es in zoologischen Gärten tatsächlich) oder als der Mahut, um seinen finanziellen Verlust wieder auszugleichen, Elefantenhaare als Allheilmittel verkauft - um nur einige Beispiele zu nennen. Daß der Elefant vor einer Kirche eine Kniebeuge macht, ist einer der ironischen Höhepunkte.
Ab und an beschlich mich aber trotzdem das Gefühl, daß der Elefant oft nur an zweiter Stelle steht, es dafür mehr um die Menschen und ihre Gedanken geht. Ich hatte mir mehr Informationen über dieses gewaltige Tier bzw. mehr besondere Verhaltensweisen gewünscht.

Das Ende ist ernüchternd, für dieses sanfte Buch schon fast "brutal". Es ist traurig und entzaubert das Buch leider. Auf so etwas war ich nicht gefaßt, muß jedoch eingestehen, daß es realistisch geschrieben ist ... mehr darf und will ich hier nicht verraten.

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird der inzwischen verstorbene José Saramago (Nobelpreis für Literatur) zu denjenigen Autoren zählen, dessen Bücher auch noch in zwanzig oder mehr Jahren im Sortiment der Buchhandlungen bestehen bleiben. Wegen seiner Ideen, und vermutlich wegen seines besonderen Stils. Gerade diejenigen, die konventionelle Regeln brechen und sich ihren eigenen, unverwechselbaren Stil aufbauen, haben Bestand.

Es bleibt Geschmackssache.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krönender Abschluss 28. August 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Obgleich es Saramago vermutlich nicht als solches geplant hat,was sein erst vor kurzem erfolgter Verlagswechsel in Deutschland nahelegt, ist dieser "Elefant" die Krönung eines einmaligen Schriftsteller-Lebens, ein auf ganz leichten Sohlen ( denen eines Elefanten ) daherkommendes Alterswerk, ein Meisterwerk, das man getrost als solches bezeichnen darf, eben weil es auf so leichtem Fuß daherkommt.

Saramago ! Altersgefährten, Berufskollegen von ihm haben es formuliert: Ich kann mir in meinem Alter keinen 500-Seiten-Roman mehr vornehmen, da das Risiko, ihn nicht mehr vollenden zu können, mit jeder neuen Seite immer bedrohlicher wird. Deshalb ein "Elefant" mit nur 235 Seiten.

Dabei jede einzelne Seite, jede Zeile, ein Hochgenuß für Literatur-, für Saramago-Begeisterte.
Wenn man Saramago kennt, mochte man mit seinen Anfangswerken noch ein wenig hadern, ich habe sie erst später gelesen, seine Art, zu reflektieren, mündete noch oft in ein Nichts, hinterließ Fragezeichen, mit jedem neuen Werk wurde er jedoch dabei zielführender, wurde knapper, weniger ausufernd. Die Geschichte, das Thema der Erzählung, erhielt mehr den ihr zustehenden Rang.

Die für Saramago, und nur für ihn, typische Erzählweise, ohne Punkt und Komma, ohne Anführungszeichen, direkter und indirekter Rede, wurde von Buch zu Buch besser, weil er sie, um ihr treu zu bleiben, von überflüssigem Ballast befreite.

Man konnte bei Saramago, der bis zuletzt zu den produktivsten Vertretern der Autoren-Branche zählte, einen ständigen Reifungsprozess feststellen, er wurde besser und besser.
Und was könnte man nun einer solchen Entwicklung besser als Krone auf's Haupt setzen, als eine humoristische ( !?! ) Erzählung?

Wie sollte man Saramago lesen? Vom ersten bis zum letzen Buch seiner Karriere?
Nein, umgekehrt.
Wer Saramago nicht kennt, sollte genau mit dem "Elefanten" anfangen, dann "Eine Zeit ohne Tod" lesen, die "Sehenden", die "Blinden", und so weiter.

Ja, es gibt auch für mich ein Highlight im Werk von Saramago: " Das Evangelium nach Jesus Christus".
Warum, kann hier nicht vertieft werden.
Aber der Unterschied zwischen seiner gnadenlosen Abrechnung mit dem Gottes-Wahn im "Evangelium" und diesen herrlich satirischen, bissigen, und doch immer humorvollen Einlassungen zum Thema im "Elefanten", das ist Saramagos Reifeprozess.
Deshalb betrachte ich auch den"Elefanten" als mehr als würdiges Abschiedsgeschenk von Saramago an seine Leser.
Die Vorfreude auf ein neues, die Freude über ein neues Buch von Saramago waren Teil meines Leser-Lebens.
Sein Tod hat mich ärmer gemacht.

Am Rande bemerkt:

Saramago hat, wie nur ganz wenige seiner Kollegen, die in den letzten gut hundert Jahren den Literatur-Nobelpreis bekommen haben, nach Erhalt der Auszeichnung bewiesen, daß er ihr mehr als würdig war.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lissabon - Wien, einfach 18. Februar 2012
Von Mag Wolfgang Neubacher TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der historische Hintergrund dieser Erzählung ist verbürgt: Laut Jose Saramago hat eine Portugiesisch-Lektorin an der Universität Salzburg den Autor anlässlich eines Salzburg-Besuches in einem Lokal auf Holzschnitzereien und Abbildungen aufmerksam gemacht, die sich auf die Reise eines Elefanten beziehen.
Worum geht es nun in diesem Buch? Im Jahre 1551 schenkt der portugiesische König Johann der Dritte dem österreichischen Erzherzog (und späteren Kaiser) Maximilian - einen Elefanten. Die Reise (= Überführung) des Elefanten Salomon von Lissabon nach Wien ist der Inhalt des Buches.
"Star" dieser Erzählung ist - neben dem Elefanten - der Mahut (= Betreuer) des Tieres. Er, der Inder, aus der Unterschicht stammend, steht plötzlich im Mittelpunkt. Er ist allen anderen überlegen (vor allem den Adeligen und den Militärs), darf es natürlich aber nicht zeigen. Einzige Aufgabe des Mahuts: Den Elefanten heil nach Wien bringen!
"Die Reise des Elefanten" ist Saramagos vorletztes Buch (in deutscher Sprache erschien es sogar erst nach seinem Tod). Mit großem Genuss nimmt der Autor - und nicht zum ersten Male - diverse Institutionen "auf die Schaufel": die Kirche, den Adel, das Militär usw. Außerdem spielt der Autor gekonnt mit den Erzähl- und Zeitebenen.
Ein großes Lesevergnügen; höchste Leseempfehlung!
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen Langweilige Handlung, kein in sich stimmiger Stil
Nach der Hälfte des Buches habe ich die Lektüre abgebrochen. Es wird darin keinerlei Spannung aufgebaut. Historische Ereignisse werden ebenfalls kaum dargestellt. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Rex veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein meisterliches Kleinod !
Basierend auf der - tatsächlich stattgefundenen - Reise des Elefanten, wird mit sanfter Ironie
spannend und unterhaltsam erzählt. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Chris veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die Reise des Elefanten
Ich kann derzeit keine Rezension abgeben, da ich noch keine Zeit gefunden habe, das Buch zu lesen. Ich habe es vorsorglich für eine im Juni stattfindende Urlaubsreise... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Renate Mühlthaler veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen José Saramago: Die Reise des Elefanten
Saramago beschreibt in seiner Erzählung "Die Reise des Elefanten" das fiktive Schicksal eines Elefanten und seines indischen Führers im Reich des König Johann III. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Ruth Justen veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen UNTERHALTSAM ..................... (mit einem Nachteil)
Salomon ist als Besitz von Johann III. von Portugal nur noch gelitten. Das exotische Tier aus den fernen Kolonien fristet ein trostloses Dasein, bis die Königin auf die Idee... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von dreizwoeinsheinz veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Interessante Geschichte
Vom Hoffmann und Campe Verlag bekam ich freundlicherweise zum Rezensieren das Buch Die Reise des Elefanten" des leider schon verstorbenen Autors José Saramago, wofür... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. November 2010 von Hedwig
2.0 von 5 Sternen Die Langeweile will nicht enden
Auch ich muss der Rezension von M. A. Spannring vollständig zustimmen. Das Buch ist gähnend langweilig. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. November 2010 von Rontrus
4.0 von 5 Sternen Wir gelangen stets an den Ort, an dem man uns erwartet.
"Trachte zu erkennen, welcher
Wogengang die Menschen trägt."
(Archilochos)

Wem zu der Reise des Elefanten Salomon mit seinem Mahut Subhro die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Oktober 2010 von kpoac
2.0 von 5 Sternen Die Weisheit - oder nur die Routine des Alters?
Für Literaturtheoretiker mag "Die Reise des Elefanten" ja ein interessantes Exempel abgeben: Der Autor entspinnt seine Geschichte in der Historie des 16. Jahrhunderts. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. September 2010 von M. A. Spannring
4.0 von 5 Sternen Ja, es ist "Witzig"
Aufgrund eines Artikels in Der Zeit, anlässlich des Todes des Schriftstellers, bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. September 2010 von T. Grophius
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