In bester Tradition der Abenteuerromane entwirft Marías in diesem Roman die Geschichte des Kapitän Kerrigan, der in der besten Tradition jener Millionäre, die zu neuen Horizonten aufzubrechen sich berufen fühlen, in die Antarktis aufbricht. Abenteurer wie Kerrigan sind unstet, kommen nie an, wollen das Neue, das Unbekannte, das, was andere vor ihnen nicht geschafft haben und ziehen die Tragödie an. Leider hat man die Geschichte, ob bei Ransmeyer, Conrad und anderen schon mal gelesen. Angesichts der Tristesse fliehen die Helden in die Gefahr und scheitern kläglich. Marías beraubt sich hier einer seiner Stärken. Das Geheimnisvolle, der Blick in menschliche Abgründe ist allzu vorhersehbar dem Genre unterworfen und überzeichnet. Es erscheint einem so, als habe hier ein Autor Lust auf den Rückgriff der Erzähltechniken des 19. Jahrhunderts gehabt, seine modernen Beschränkungen abstreifen wollen, um einfach im Erzählerischen zu schwelgen. Das ist vor allem für Liebhaber des Genres ein Genuss, auch wenn Marías sprachliche Meisterschaft ungebrochen ist.