Pressestimmen
»Die Reinheit des Todes ist ein fulminantes Thriller-Debüt, das wegen seiner glaubwürdigen Protagonisten überzeugt.« (dapd )
Kurzbeschreibung
Er sieht aus wie ein Engel. Er hat viele Namen. Und er mordet, ohne Spuren zu hinterlassen …
Ein Serienmörder treibt in Berlin sein Unwesen. Sein drittes Opfer, eine ältere Dame, wird in einem weißen Leinenhemd aufgebahrt auf ihrem Esstisch gefunden. Die Wohnung ist klinisch rein geputzt – ein Albtraum für jede Spurensicherung. Die letzte Hoffnung des LKA, den »Putzteufel- Mörder« zu finden, ruhen auf Julius Kern. Schon einmal konnte er einen grausamen Massenmörder fassen. Doch Kern ist daran fast zerbrochen. Während er nur langsam zu seiner alten Form zurückfindet, hat sein Gegner bereits das nächste Opfer im Visier …
Ein Serienmörder in Berlin – und ein Kommissar, der nichts so gut kennt wie das Böse!
Ein Serienmörder treibt in Berlin sein Unwesen. Sein drittes Opfer, eine ältere Dame, wird in einem weißen Leinenhemd aufgebahrt auf ihrem Esstisch gefunden. Die Wohnung ist klinisch rein geputzt – ein Albtraum für jede Spurensicherung. Die letzte Hoffnung des LKA, den »Putzteufel- Mörder« zu finden, ruhen auf Julius Kern. Schon einmal konnte er einen grausamen Massenmörder fassen. Doch Kern ist daran fast zerbrochen. Während er nur langsam zu seiner alten Form zurückfindet, hat sein Gegner bereits das nächste Opfer im Visier …
Ein Serienmörder in Berlin – und ein Kommissar, der nichts so gut kennt wie das Böse!
Über den Autor
Vincent Kliesch wurde in Berlin geboren. Nach dem Abitur machte er eine Ausbildung zum Restaurantfachmann und arbeitete danach mehrere Jahre in der Gastronomie. Dabei entstand auch die Idee zu seinem ersten Thriller Die Reinheit des Todes, der auf Anhieb zu einem großen Erfolg wurde.
Wenn Vincent Kliesch nicht schreibt, steht er als Moderator und Stand-Up-Comedian auf der Bühne. Der Filmpark Babelsberg, in dem er täglich das Publikum unterhält, sowie der legendäre Quatsch Comedy Club sind nur zwei Stationen seiner Laufbahn als Entertainer.
Der Todeszauberer ist der zweite Thriller um den Ermittler Julius Kern.
Wenn Vincent Kliesch nicht schreibt, steht er als Moderator und Stand-Up-Comedian auf der Bühne. Der Filmpark Babelsberg, in dem er täglich das Publikum unterhält, sowie der legendäre Quatsch Comedy Club sind nur zwei Stationen seiner Laufbahn als Entertainer.
Der Todeszauberer ist der zweite Thriller um den Ermittler Julius Kern.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Mit dem lang ersehnten Gast war auch der Wahnsinn in ihr Haus gekommen. Doch während die wundervolle Musik den Raum mit ihrer bittersüßen Melancholie füllte, verdrängte Elisabeth Woelke die Warnungen, die ihr Unterbewusstsein ihr sandte.
Es war zu schön; es konnte gar nicht sein, wie es schien. Sie hätte weglaufen sollen, um Hilfe rufen. Doch obwohl sie spürte, dass sie diesen Abend vielleicht nicht überleben würde, lächelte sie.
"Möchtest du Wein?", fragte sie ihren Gast, der in eleganter Pose auf dem Sofa saß.
"Gern", gab er mit demselben Lächeln zur Antwort, mit dem er sie schon auf den ersten Blick in seinen Bann gezogen hatte.
Die einundsechzigjährige Apothekerin hatte wochenlang darauf gewartet, ihn endlich persönlich kennenzulernen, ihm leibhaftig gegenüberzustehen. Er hatte sie von der ersten Minute an verstanden. Wirklich verstanden. Doch die unheimliche Gefahr, die hinter seinem Lächeln lag, wurde mit jedem Satz, den sie miteinander sprachen, stärker. Er sah sich prüfend im Raum um, seine Augen hinter einer großen Sonnenbrille verborgen.
Sie hat sich gut auf meinen Besuch vorbereitet, aufgeräumt und sauber gemacht, dachte er. Trotzdem würde er viel zu tun haben, gleich wenn er sie begleitet hatte.
"Du bist so völlig anders, als ich es mir vorgestellt habe", sagte Elisabeth Woelke, während sie den Wein einschenkte.
"Wie bin ich denn?", entgegnete er sanft.
Allein der Klang seiner Stimme berührte sie.
"Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Fast ein bisschen wie ein ..."
Sie war sich unsicher, ob sie es aussprechen sollte. Was, wenn es wirklich so war?
"Wie ein Engel?", half er ihr.
Dann stand er auf und lief zu ihr hinüber. Sie waren allein, und niemand würde sie stören; dafür hatte sie gesorgt.
"Lass uns tanzen", sagte er und reichte ihr die Hand.
Eingehüllt in Chopins Nocturne, wiegten sie sich im Takt der Musik.
Es war ein beängstigendes Bild, das das ungleiche Paar im warmen Licht des Kerzenscheins abgab, auf eigentümliche Weise voller Frieden und Ruhe. Und das, obwohl der herannahende Tod immer größer werdende Schatten warf. Die Apothekerin ahnte das Unheil, das er in ihre Wohnung gebracht hatte, doch sie verschloss die Augen davor. Denn nie zuvor in ihrem Leben hatte sie sich so unbeschreiblich gefühlt wie jetzt in seinen Armen.
"Und, bist du einer?", flüsterte sie leise in sein Ohr. "Ein Engel?"
Sie blieben stehen. Er nahm seine Sonnenbrille ab und blickte ihr tief in die Augen.
"Wünschst du es dir denn?", fragte er.
Sie konnte den Blick nicht von seinen Augen wenden. Es war, als spiegelten sich alles Glück und alle Geborgenheit der Welt darin wider. Und obwohl sie die Konsequenzen ihrer Antwort ahnte, sagte sie:
"Mehr als alles andere."
Der Tatort war noch bemerkenswerter, als Julius Kern ihn sich vorgestellt hatte.
In ein schneeweißes Hemd gekleidet, lag die gewaschene, frisierte und geschminkte Leiche von Elisabeth Woelke in der Mitte ihres Wohnzimmers auf dem Esstisch aufgebahrt. Und auch der Rest des Raums sah aus, als sei er für einen ganz besonderen Anlass hergerichtet worden. Jedes Möbelstück, jede Lampe, sogar die Glühbirnen waren penibel gereinigt worden. Die Fensterscheiben waren so blank poliert, dass man glauben konnte, es seien gar keine eingesetzt gewesen. Die Bilder und ihre Rahmen waren mit Glas- und Holzpolitur behandelt worden; sogar die Nägel, an denen sie aufgehängt waren, glänzten. Einfach alles in diesem Raum war mit unglaublicher Akribie geputzt und geordnet worden, die Fernbedienungen auf dem Couchtisch, die Bücher in den Regalen, die Fotos auf dem Schreibtisch - einfach alles glänzte und verströmte den Duft von Reinigern und Pflegemitteln.
Kern war tief beeindruckt. Der Raum strahlte in seiner makellosen Reinheit eine unheimliche Kälte aus, die sich schwer beschreiben ließ.
"Wie in einem op", sagte er leise zu sich selbst. Jetzt erst bemerkte Quirin Meisner, dass Kern eingetroffen war.
Meisner war der Leiter der Mordkommission, die mit der Aufklärung der Mordserie beschäftigt war, die nun das dritte Opfer innerhalb von kaum acht Monaten gefordert hatte. Knapp eine Stunde zuvor hatte er Kern aus Brandenburg kommen lassen, damit er sich den Tatort ansehen konnte.
"Julius, danke, dass du so schnell gekommen bist!", begrüßte er Kern.
"Das ist diese verdammte Stadt", entgegnete der, während er sich weiter in dem steril wirkenden Raum umsah. "Zieht die ganzen kranken Freaks an. Und keinen interessiert's."
"Hat Brandenburg dich etwa weich gemacht?", erwiderte Meisner spöttisch.
Julius Kern arbeitete seit mittlerweile fünf Jahren für das LKA Brandenburg. Seine Karriere hatte er aber in Berlin begonnen. Dort war er schon früh durch seine außergewöhnliche Art des Ermittelns aufgefallen. Immer wieder waren es allein seine Erkenntnisse gewesen, die den entscheidenden Ausschlag für die Ergreifung von Verbrechern gegeben hatten. Kern gab niemals auf. Auch dann nicht, wenn alle seine Kollegen bereits mit ihrer Weisheit am Ende waren.
"Das ist die Dritte. Ich habe schon nach dem zweiten Mord überlegt, dich ins Team zu holen, aber du weißt ja selber, wie das dann immer ist."
"Warum musst du mich bloß in so einen kranken Fall reinziehen?"
Meisner brauchte nicht lange zu überlegen. "Wäre es dir lieber, man würde dich nur noch für Falschparker einsetzen?" "Dann erzähl mal."
"Er geht immer gleich vor. Erst betäubt er sie mit Chloroform, dann ertränkt er sie." "Kampfspuren?"
"Nein, sie scheinen sich nicht zu wehren. Auch keine Einbruchspuren."
"Sie kannten ihn?"
Kern blickte sich weiter um. Obwohl er in seiner Laufbahn schon einiges zu sehen bekommen hatte, war der Anblick, der sich ihm an diesem Ort bot, selbst in seinen Augen bemerkenswert. Die unglaubliche Mühe, die sich der Täter nach dem Mord damit gemacht hatte, Sauberkeit und Ordnung herzustellen, war geradezu unheimlich.
"Meinst du, es war eine Art Ritualmord?", fragte Kern.
"Haben wir auch überlegt. Aber die Experten finden nichts, was darauf hinweist."
"Aber ausschließen können sie es nicht?"
"Sie sagen, wenn er religiöse Motive hätte, würde er es uns wissen lassen. Tut er aber nicht."
"Was will er dann? Es sieht nicht so aus, als ob der Tod des Opfers sein Ziel wäre. Das könnte er viel leichter haben. Ich meine, wie lange braucht man, um so zu putzen?"
Es war zu schön; es konnte gar nicht sein, wie es schien. Sie hätte weglaufen sollen, um Hilfe rufen. Doch obwohl sie spürte, dass sie diesen Abend vielleicht nicht überleben würde, lächelte sie.
"Möchtest du Wein?", fragte sie ihren Gast, der in eleganter Pose auf dem Sofa saß.
"Gern", gab er mit demselben Lächeln zur Antwort, mit dem er sie schon auf den ersten Blick in seinen Bann gezogen hatte.
Die einundsechzigjährige Apothekerin hatte wochenlang darauf gewartet, ihn endlich persönlich kennenzulernen, ihm leibhaftig gegenüberzustehen. Er hatte sie von der ersten Minute an verstanden. Wirklich verstanden. Doch die unheimliche Gefahr, die hinter seinem Lächeln lag, wurde mit jedem Satz, den sie miteinander sprachen, stärker. Er sah sich prüfend im Raum um, seine Augen hinter einer großen Sonnenbrille verborgen.
Sie hat sich gut auf meinen Besuch vorbereitet, aufgeräumt und sauber gemacht, dachte er. Trotzdem würde er viel zu tun haben, gleich wenn er sie begleitet hatte.
"Du bist so völlig anders, als ich es mir vorgestellt habe", sagte Elisabeth Woelke, während sie den Wein einschenkte.
"Wie bin ich denn?", entgegnete er sanft.
Allein der Klang seiner Stimme berührte sie.
"Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. Fast ein bisschen wie ein ..."
Sie war sich unsicher, ob sie es aussprechen sollte. Was, wenn es wirklich so war?
"Wie ein Engel?", half er ihr.
Dann stand er auf und lief zu ihr hinüber. Sie waren allein, und niemand würde sie stören; dafür hatte sie gesorgt.
"Lass uns tanzen", sagte er und reichte ihr die Hand.
Eingehüllt in Chopins Nocturne, wiegten sie sich im Takt der Musik.
Es war ein beängstigendes Bild, das das ungleiche Paar im warmen Licht des Kerzenscheins abgab, auf eigentümliche Weise voller Frieden und Ruhe. Und das, obwohl der herannahende Tod immer größer werdende Schatten warf. Die Apothekerin ahnte das Unheil, das er in ihre Wohnung gebracht hatte, doch sie verschloss die Augen davor. Denn nie zuvor in ihrem Leben hatte sie sich so unbeschreiblich gefühlt wie jetzt in seinen Armen.
"Und, bist du einer?", flüsterte sie leise in sein Ohr. "Ein Engel?"
Sie blieben stehen. Er nahm seine Sonnenbrille ab und blickte ihr tief in die Augen.
"Wünschst du es dir denn?", fragte er.
Sie konnte den Blick nicht von seinen Augen wenden. Es war, als spiegelten sich alles Glück und alle Geborgenheit der Welt darin wider. Und obwohl sie die Konsequenzen ihrer Antwort ahnte, sagte sie:
"Mehr als alles andere."
Der Tatort war noch bemerkenswerter, als Julius Kern ihn sich vorgestellt hatte.
In ein schneeweißes Hemd gekleidet, lag die gewaschene, frisierte und geschminkte Leiche von Elisabeth Woelke in der Mitte ihres Wohnzimmers auf dem Esstisch aufgebahrt. Und auch der Rest des Raums sah aus, als sei er für einen ganz besonderen Anlass hergerichtet worden. Jedes Möbelstück, jede Lampe, sogar die Glühbirnen waren penibel gereinigt worden. Die Fensterscheiben waren so blank poliert, dass man glauben konnte, es seien gar keine eingesetzt gewesen. Die Bilder und ihre Rahmen waren mit Glas- und Holzpolitur behandelt worden; sogar die Nägel, an denen sie aufgehängt waren, glänzten. Einfach alles in diesem Raum war mit unglaublicher Akribie geputzt und geordnet worden, die Fernbedienungen auf dem Couchtisch, die Bücher in den Regalen, die Fotos auf dem Schreibtisch - einfach alles glänzte und verströmte den Duft von Reinigern und Pflegemitteln.
Kern war tief beeindruckt. Der Raum strahlte in seiner makellosen Reinheit eine unheimliche Kälte aus, die sich schwer beschreiben ließ.
"Wie in einem op", sagte er leise zu sich selbst. Jetzt erst bemerkte Quirin Meisner, dass Kern eingetroffen war.
Meisner war der Leiter der Mordkommission, die mit der Aufklärung der Mordserie beschäftigt war, die nun das dritte Opfer innerhalb von kaum acht Monaten gefordert hatte. Knapp eine Stunde zuvor hatte er Kern aus Brandenburg kommen lassen, damit er sich den Tatort ansehen konnte.
"Julius, danke, dass du so schnell gekommen bist!", begrüßte er Kern.
"Das ist diese verdammte Stadt", entgegnete der, während er sich weiter in dem steril wirkenden Raum umsah. "Zieht die ganzen kranken Freaks an. Und keinen interessiert's."
"Hat Brandenburg dich etwa weich gemacht?", erwiderte Meisner spöttisch.
Julius Kern arbeitete seit mittlerweile fünf Jahren für das LKA Brandenburg. Seine Karriere hatte er aber in Berlin begonnen. Dort war er schon früh durch seine außergewöhnliche Art des Ermittelns aufgefallen. Immer wieder waren es allein seine Erkenntnisse gewesen, die den entscheidenden Ausschlag für die Ergreifung von Verbrechern gegeben hatten. Kern gab niemals auf. Auch dann nicht, wenn alle seine Kollegen bereits mit ihrer Weisheit am Ende waren.
"Das ist die Dritte. Ich habe schon nach dem zweiten Mord überlegt, dich ins Team zu holen, aber du weißt ja selber, wie das dann immer ist."
"Warum musst du mich bloß in so einen kranken Fall reinziehen?"
Meisner brauchte nicht lange zu überlegen. "Wäre es dir lieber, man würde dich nur noch für Falschparker einsetzen?" "Dann erzähl mal."
"Er geht immer gleich vor. Erst betäubt er sie mit Chloroform, dann ertränkt er sie." "Kampfspuren?"
"Nein, sie scheinen sich nicht zu wehren. Auch keine Einbruchspuren."
"Sie kannten ihn?"
Kern blickte sich weiter um. Obwohl er in seiner Laufbahn schon einiges zu sehen bekommen hatte, war der Anblick, der sich ihm an diesem Ort bot, selbst in seinen Augen bemerkenswert. Die unglaubliche Mühe, die sich der Täter nach dem Mord damit gemacht hatte, Sauberkeit und Ordnung herzustellen, war geradezu unheimlich.
"Meinst du, es war eine Art Ritualmord?", fragte Kern.
"Haben wir auch überlegt. Aber die Experten finden nichts, was darauf hinweist."
"Aber ausschließen können sie es nicht?"
"Sie sagen, wenn er religiöse Motive hätte, würde er es uns wissen lassen. Tut er aber nicht."
"Was will er dann? Es sieht nicht so aus, als ob der Tod des Opfers sein Ziel wäre. Das könnte er viel leichter haben. Ich meine, wie lange braucht man, um so zu putzen?"