FAZ, 10.11.03
Alles wirtschaftlich und politisch Wichtige liegt in Deutschland im argen, alles bedarf grundlegender Reformen: die zusammenbrechende staatliche Alterssicherung, die bürokratisierte und marode Gesundheitspolitik, der regulierte Arbeitsmarkt, das chaotische Steuersystem, ... Alles dies ist für informierte, kritische Bürger längst offenkundig. Alles dies greift nun auch der Wirtschaftspublizist Hartmut Bachmann in seinem Buch auf und an. ... Der Staat kann nicht mit Geld umgehen, Staatsdiener und Parteien hebeln und höhlen das Grundgesetz aus, ... . Gleichwohl kann auch diese Schrift dazu beitragen, noch mehr Augen für die unübersehbaren bedrohlichen Fehlentwicklungen zu öffnen und noch mehr Menschen für die Einsicht zu gewinnen, daß Deutschland in allen genannten und anderen Bereichen wirkliche Reformen dringend nötig hat. ... Nach immerhin 324 Seiten flotter Diagnose endet das in einem kleinen Berliner Talentsuche-Verlag erschienene Buch auf den letzten vier Seiten mit elf radikalen knapp skizzierten Rezepten.
Klaus Peter Krause
Prof.Dr.Kurt Biedenkopf,MDB in einem Brief an den Autor
Prof.Dr.Meinhard Miegel, Institut für Wirtschaft&Gesellschaft, in einem Brief an den Autor
Deutschland bewegt sich e.V. durch seinen 1. Vorsitzenden Michael Klotz, in einem Brief an den Autor
Werbetext
Mit Blick auf die unverändert viel zu zaghaften Reformversuche der Regierung hat das im Jahre 2003 von Hartmut Bachmann vorgelegte Buch „Die Reformverhinderer“ noch immer nichts an seiner Brisanz verloren. Kaum erholt sich die Konjunkturlage ein wenig, ertönen gar erste Rufe nach einem Reformstop – dabei ist keine Zeit günstiger. Anhand unzähliger Beispiele dekuvriert und kritisiert der renommierte Wirtschaftspublizist in seinem Buch das fatale Fehlmanagement des deutschen Staates. Ob Altersversorgung, Steuersystem oder Subventionspolitik, auch vier Jahre nach Bachmanns alarmierender Bestandsaufnahme werden notwendige Veränderungen noch immer auf die lange Bank geschoben oder eben nur halbherzig angegangen, wie der eigensinnige Kompromiß der sogenannten Gesundheitsreform belegt.
Den Hauptgrund für diese Reformunfähigkeit sieht der Autor des Buches in der zunehmenden Absetzung der deutschen Demokratie durch eine Art Parteien- und Beamtendiktatur: Obwohl sich Deutschland unübersehbar auf dem absteigenden Ast befindet, ermangelt es der führenden Politkerkaste nicht nur an nötigem Mut einschneidende Reformen durchzusetzen; weit ernüchternder wirkt die Tatsache, dass ihnen daran überhaupt nicht gelegen ist. Neben rückhaltlosen Politikern, die sich statt ihrem Gewissen ihrer Partei – und damit dem Machterhalt – verpflichtet fühlen, geißelt Bachmann den überbordenden Verwaltungsapparat, der das einstige Wirtschaftswunderland so behäbig müde werden ließ. [...]
In über 60 kurzen und pointierten Kapiteln vermittelt Bachmann einen erschütternden Eindruck von der schrittweisen Selbstzerstörung des Gemeinwesens. Seine klare und anschauliche, zum Teil unmissverständlich deutliche Sprache schafft eine Authentizität des Anliegens, die anspricht und überzeugt.
Überzeugen kann sein Buch zudem, weil es die Problemlage nicht nur diagnostiziert, sondern darüber hinaus eine Medizin in Form von elf teilweise recht radikalen Änderungsvorschlägen gleich mitliefert. Diese reichen von der Reduzierung des Beamtentums über eine zeitliche Limitierung zukünftiger Gesetze bis zu einer neuen, vom Volke verabschiedeten Verfassung. In erster Linie aber, so schließt er, muss Deutschland seine Potenziale wiederentdecken und zur Leistungsgesellschaft zurückgeführt werden, andernfalls sei sein Abstieg kaum noch aufzuhalten: Schönen Gruß an die Enkel!
Kerstin Schneider, Göttinger Kreis, Newsletter vom 29.03.07
Den Hauptgrund für diese Reformunfähigkeit sieht der Autor des Buches in der zunehmenden Absetzung der deutschen Demokratie durch eine Art Parteien- und Beamtendiktatur: Obwohl sich Deutschland unübersehbar auf dem absteigenden Ast befindet, ermangelt es der führenden Politkerkaste nicht nur an nötigem Mut einschneidende Reformen durchzusetzen; weit ernüchternder wirkt die Tatsache, dass ihnen daran überhaupt nicht gelegen ist. Neben rückhaltlosen Politikern, die sich statt ihrem Gewissen ihrer Partei – und damit dem Machterhalt – verpflichtet fühlen, geißelt Bachmann den überbordenden Verwaltungsapparat, der das einstige Wirtschaftswunderland so behäbig müde werden ließ. [...]
In über 60 kurzen und pointierten Kapiteln vermittelt Bachmann einen erschütternden Eindruck von der schrittweisen Selbstzerstörung des Gemeinwesens. Seine klare und anschauliche, zum Teil unmissverständlich deutliche Sprache schafft eine Authentizität des Anliegens, die anspricht und überzeugt.
Überzeugen kann sein Buch zudem, weil es die Problemlage nicht nur diagnostiziert, sondern darüber hinaus eine Medizin in Form von elf teilweise recht radikalen Änderungsvorschlägen gleich mitliefert. Diese reichen von der Reduzierung des Beamtentums über eine zeitliche Limitierung zukünftiger Gesetze bis zu einer neuen, vom Volke verabschiedeten Verfassung. In erster Linie aber, so schließt er, muss Deutschland seine Potenziale wiederentdecken und zur Leistungsgesellschaft zurückgeführt werden, andernfalls sei sein Abstieg kaum noch aufzuhalten: Schönen Gruß an die Enkel!
Kurzbeschreibung
Über den Autor
Hartmut Bachmann war lange Jahre Herausgeber der bekannten kritischen wirtschaftspolitischen Nachrichten Brüsseler Spitzen. Derzeit ist er Präsident eines US-Instituts, das sich mit den Auswirkungen der Wirtschaftsblöcke auf die Einzelvölker beschäftigt. Bachmann ist ein Urenkel von H. von Boetticher. Von Boetticher, Bismarcks Vertreter, entwarf die ersten Sozialgesetze, die ab 1881 eingeführt wurden. So ist es kein Wunder, daß Bachmann u. a. an der Hochschule für Politik in Berlin studierte und die Ergebnisse seiner Untersuchungen über die Auswüchse des Sozialstaates Deutschland in dem vorliegenden Buch publiziert.