Kurzbeschreibung
Die Reformpädagogik erweist sich als eine lebendige Erziehungsbewegung, die die pädagogische Entwicklung anregt und Erneuerung erwirkt. Auf dem Hintergrund der pädagogischen Klassiker - Comenius, Rousseau, Pestalozzi - entstanden und deren Ideen schöpferisch umsetzend, ist sie keineswegs zu einer historischen Epoche erstarrt; sie verkörpert vielmehr ein pädagogisches Kontinuum, das das pädagogisch Mögliche und Notwendige im Dienste des Menschen neu durchdenkt, auslegt und anwendet. Die Reformpädagogik stellt somit das Fundament für jede künftige pädagogische Entwicklung dar. Eine Bildungsreform ohne Berücksichtigung der Ideen und Erfahrungen von John Dewey, William H. Kilpatrick, Georg Kerschensteiner, Maria Montessori, Peter Petersen, Célestin Freinet anstreben zu wollen bedeutet, auf jenen pädagogischen Fundus an Erfahrungen und Einsichten zu verzichten, der die Erneuerung erst zu sichern vermag. Das gilt sowohl von der Schul- und Jugendarbeit, als auch von der Erwachsenenbildung und Sozialreform. Das Buch möchte in anschaulicher Form in die reformpädagogischen Grundvorstellungen und deren praktische Reformansätze so einführen, daß die Zusammenhänge mit der Gegenwart und deren Fortführung in der Zukunft einsichtig werden. Gerade in der historisch bedeutsamen Situation der politischen Annäherung zwischen Ost und West, Süd und Nord vermag die Reformpädagogik durch die Vergewisserung einer verwandten Vorgeschichte die Voraussetzungen für eine pädagogisch kooperative Zukunft zu sichern. InteressentInnen: Erziehungswissenschaftler, Soziologen, Pädagogen, Lehrer aller Schulformen.
Über den Autor
Dr. Dr. h.c. Hermann Röhrs, Jg. 15, ist em. ordentlicher Universitätsprofessor, Universität Heidelberg.