Mit seinem zweiten Band über die Geschichte Irlands hat Edward Rutherfurd wieder ein umfangreiches Epos geschaffen. Anhand der Schicksale von acht irischen Familien zeichnete der Autor mit akribischer Genauigkeit die historischen Ereignisse über vier Jahrhunderte auf, die letztendlich zur Unabhängigkeit Irlands, außer Ulster, von England führten.
War es im ersten Band ein altes keltisches Trinkgefäß, welches durch die Handlung führte, so waren es diesmal die unvergleichlich grünen Augen, die immer wieder mal in den verschiedenen Generationen auftauchten.
Edward Rutherfurd brachte in seinem Roman sehr schön zum Ausdruck, dass es in Irland der damaligen Zeit weniger um die religiösen Gegensätze zwischen Protestanten und Katholiken ging, sondern um Land, Geld und Macht. Dieses Bestreben fing bereits 1597 mit der Ankunft des Protestanten Dr. Simeon Pincher in Dublin an, dessen Ziel es u. a. war, sich Land von katholischen Grundbesitzern unrechtmäßig anzueignen.
Obwohl dieses Buch leicht verständlich und flüssig geschrieben ist, hätten einige Seiten weniger der Story sicherlich gut getan.
Unterm Strich gesehen ist auch dieser Roman von Edward Rutherfurd auf jeden Fall für jeden Fan von historischer Literatur sehr empfehlenswert.