Meiner Ansicht nach hat sich der Autor sehr bemüht seine Leser für die Geschichte des Unabhängigkeitskrieges zu interessieren. Man merkt dem Buch an, das es exakt an der Geschichte entlang geht. Für Leser, die einen reinen Roman mit großen Gefühlen erwarten, ist es vielleicht etwas zu trocken. Ist man allerdings geschichtlich interessiert und bereit die nüchterne Beobachtung der Leben der Hauptfiguren "zu lesen", wird man mit "Die Rebellen" viel Freude haben.
Es exisiteren verschiedene Hauptfiguren, denen sich der Autor individuell widmet. D.h. er schildert das Leben jeweils aus der Sicht der Figuren, ohne voreingenommen zu sein.Dadurch kann sich der Leser selbst ein Bild machen und kann die Zwickmühle nachempfinden, in die ein friedlicher Farmer gerät, der eigentlich nur seine Arbeit bestmöglich verrichten und von der Regierung fair behandelt werden möchte. Die Zuspitzung des Konfliktes um die Unabhängigkeit zwingen zwingen Ethan zur Wahl zwischen den Rebellen, deren Forderungen er z.T. selbst unterstützt und für gerecht empfindet und den "Torys", die Anhänger des englischen Königs sind. Ethan fühlt zu diesem immer noch eine gewisse Loyalität, die allerdings mit den zunehmend einschränkenden Gesetzen und Verbrechen die ihm, seiner Familie und seinen Bekannten widerfahren, abnimmt.