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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
IM FILZ DER HAUPTSADT - FIKTION ODER WAHRHEIT?,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Raffkes (Taschenbuch)
Berndorf trifft den eigentlichen Nerv der Zeit: die Ohnmacht des aufrichtigen, gesetzestreuen Steuer zahlenden "Otto Normalo" gegenüber der schmierigen Korruption und Filzokratie der Bestimmenden und Mächtigen.Die Story: Mann ist eigentlich Staatsanwalt für Jugendkriminalität und lebt in Erwartung einer auskömmlichen Erbschaft in geregelten Bahnen eines Durchschnittsbürgers mit einer absolut durchschnittlichen Beziehung zu einer offenbar recht langweiligen Versicherungsangestellten. Eines Tages wird Mann innerhalb weniger Stunden aus dieser gesicherten Bahn geworfen. Alles nur, weil er sich - (Erb-)Tante Ichen zum Gefallen - mit einem der einflußreichsten und bekanntesten Rechtsanwälte Berlins im Francucci`s, einem Italiener am Ku'damm, treffen wollte. Allerdings, als er das Lokal erreichte, gab es dies schon nicht mehr. Eine Bombe hatte es weggeblasen und mit ihm mindestens 14 Tote. Eh Mann sich versieht, befindet er sich im tiefsten Dickicht der Ermittlungen. Nach offizieller Verlautbarung sollte der Anschlag dem israelischen Botschafter gelten, der zur selben Zeit in dem Restaurant mit seiner Familie war. Nur etwas ist doch ungewöhnlich: der Botschafter und seine Familie sind unverletzt geblieben und dies bei der Sprengkraft der eingesetzten Bombe... Je tiefer Mann in die Ermittlungen verstrickt wird, desto mehr ändert sich auch sein angestaubtes bürgerliches Leben. Aus dem biederen Staatsanwalt wird langsam ein hartnäckiger und zielstrebiger Ermittler im Grenzbereich zwischen Wirtschaftsmacht, Korruption, Begünstigung und Mafia. Die Ermittlungen machen deutlich, daß die Berliner Bankgesellschaft (!) tief in das Attentat verwickelt ist. Die kriminellen Machenschaften spielen sich auf höchster Vorstandsebene zu Lasten des Landes Berlin und damit zu Lasten des Steuerzahlers ab. Hierbei geht man sogar völlig skrupellos über Leichen. Mann deckt gemeinsam mit "Gesinnungsgenossen" aus Ermittlerkreisen einen der größten (übrigens realen!) Skandale in der Deutschen Geschichte auf. Am Ende bleibt Wut und Ohnmacht ob der Konsequenzlosigkeit (und damit der Nutzlosigkeit des hohen Einsatzes und Risikos) der Ermittlungsergebnisse. Fazit: Eine absolut packende Story mit einem ebenso hochaktuellen wie auch hochbrisanten Thema über die Spitze des Eisbergs der Selbstbediener dieser Republik. Die Story wirkt derart authentisch (und denkbar ist dies heutzutage allemal), daß man sich wirklich fragen muß, wo die Grenze zwischen Fiktion und Realität verläuft. Erstaunlich ist, wie gut dieses Buch recherchiert wurde und vor allen Dingen, wie aktuell - im Sinne von zeitnah - die Geschichte ist. Man merkt jedem Wort Berndorfs neben seinem prosaischen Talent an, daß er von Haus aus Journalist ist. Wünschenswert wären mehrere derartige hochbrisante und eigentlich "auf den Nägeln brennende" Themen verarbeitet in einem derartigen Roman, in der Hoffnung, daß dadurch ein breiteres Problembewußtsein in unserer Gesellschaft geschaffen werden könnte! Viel Spaß beim Lesen dieser durchweg spannenden "Pflichtlektüre". Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Durchschnittlicher Wirtschaftskrimi,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Raffkes (Taschenbuch)
Als der Berliner Staatsanwalt Jochen Mann sich dem italienischen Restaurant nähert, in dem er sich mit dem Banker Walter Sirtel treffen sollte, der ihm irgendetwas mitzuteilen hatte, bietet sich ein Bild des Grauens. Eine Bombe ist in dem Restaurant explodiert, siebzehn Menschen sind tot, und Mann wird wider Willen in die Ermittlungen involviert, weil er nun mal vor Ort war.Bald ist klar, dass das Attentat nicht dem israelischen Botschafter galt, wie zunächst angenommen, sondern Walter Sirtel. Mann und der Kripobeamte Erich Ziemann kommen einem großen Skandal auf die Spur: das Berliner Bankenkonsortium "Bankgesellschaft" hat mit Immobilien krumme Geschäfte gemacht, und die Politiker haben sämtliche Augen zugedrückt. Je weiter die beiden ermitteln, umso mehr Berliner "Berühmtheiten" finden sich im Sumpf von Filz und Vorteilsnahme. Ziemann erzählt Mann vom angeblichen Selbstmord eines jungen Mannes, der über einige Machenschaften Bescheid gewusst hatte und tritt damit eine Lawine von Gewalttaten los. Und dann verschwindet Marion Westernhage, die Überlebende des Attentats, die Mann unverletzt auf der Restauranttoilette gefunden hatte und die für einen der Bankenvorstände arbeitet. Wirtschaftskriminalität ist nun nicht so ganz mein Thema, was Krimis betrifft, der Ermittler und seine Vorgehensweise waren auch ein wenig sonderbar, trotzdem war dies ein recht spannendes Buch, bei dem man nur hoffen kann, dass die geschilderten Zustände in Finanzwelt und Politik auch nicht ansatzweise wahr sind. Mit Manns Tante "Ichen" und ihrem Butler John hat Berndorf ein skurril-sympathisches Gespann geschaffen - und mir mit dem Buch Appetit auf die Eifel-Krimis gemacht. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Bankenskandal erschüttert Berlin,
Rezension bezieht sich auf: Die Raffkes (Taschenbuch)
Der neue Berndorf spielt ausnahmsweise mal nicht in der Eifel und handelt auch nicht von Siggi Baumeister und Co.. Dieser Kriminalroman spielt in der Hauptstadt Berlin und handelt von einem riesigen Bankenskandal, in den die Berliner Landesbank und Politiker verstrickt sind. Protagonist der Geschichte ist der Berliner Staatsanwalt Jochen Mann.Was die Story betrifft, so läßt Jacques Berndorf zu Beginn im wahrsten Sinne des Wortes eine Bombe hochgehen und zwar direkt am Berliner Ku'damm. Dem Autor gelingt es, den Leser direkt in seinen Bann zu ziehen, sowohl das Tempo als auch die Spannungskurve liegen von Anfang weit oben. Der Inhalt der Geschichte gewinnt darüber hinaus an Spannung, da der Aufhänger der Story - Berliner Landesbankenskandal- auf tatsächlichen Ereignissen beruht, und so ähnlich wohl auch passiert ist, und deren Folgen Berlin heute noch spürt. Für den jungen Staatsanwalt Mann, der ungewollt in die Sache mit hineingezogen wird, beginnt eine berufliche wie privat turbulente Zeit. Ihm zur Seite steht dabei seine Tante Ichen, die ihm nicht nur bei Zeiten Unterschlupf gewährt, sondern auch mit Rat und Tat unterstützt. Was Ansatzpunkte für Kritik angeht, so ist es aus meiner Sicht an erster Stelle die manchmal doch überzogene "ein-Mann-Taktik" der Hauptperson, die meines Erachtens zu oft angewandt wird. Trotzdem ist es ein gelungener zweiter Ausflug von Berndorf in die große Welt des Politiksumpfs, nach seinem Krimi "Eine Reise nach Genf", die von der Barschel-Affäre handelte. Daher kann ich nur allen Krimi-Fans "Die Raffkes" und Jacques Berndorfs Krimis generell empfehlen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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