Frieden war im geborgenen Land eingezogen, die Orks und die Bedrohung aus dem Westen vernichtet. Aber nun keimt eine neue Bedrohung unbekannten Ursprungs auf...
Die ersten beiden Bände waren durchaus ausgezeichnet, mit einigen unerwarteten Wendungen und faszinierenden Umschreibungen, und einer spannenden Verpackung, jedoch teilweise Übertrieben und unklaren Motiven. Jedoch konnte der Autor der dieser Welt ihre eigene Faszination verleihen, und jedes Kreatur passte in diese Welt, es gab ein nahtloses Gefüge. Im Dritten Teil wird es zum größten Teil beibehalten, auch die letzten Königreiche erhalten ihre daseinsberechtigung, jedoch verliert es teilweise an Detailreichtum, wie man ihn aus den ersten Teilen kennt. Auch kommen neue übermächtige Maschinen ins Spiel, in einer Welt, in der es nicht einmal die Glühbirne gab, die jedoch höchst ausgeklügelt und nahezu magisch sind; jedoch meiner Meinung nach nicht in diese Welt gehören. Auch wird das Massenhafte "Statistentöten" fortgesetzt, kurz werden große Kriegerzahlen genannt, nur damit sie anschliessend vollends vernichtet werden, nur um anschliessend gegen wenige Zwerge zu fallen.
Jedoch wird dieser Eindruck von dem Erfindungsreichtum des Autors überwogen, wie er die Figuren sich entwickeln lässt, wenn auch teilweise befremdlich, aber ihnen neue Gesichter gibt, und den Leser ganz neue Aspekte an ihnen aufzeigt. Auch ist es unglaublich wie er die Spannung aufrecht erhält in diesem Roman, er gibt dem Leser immer lediglich kleine Hinweise, aber die Aufklärung erfolt erst viel spätrer, er verrät immer nur so viel wie nötig ist, was dazu führt das sich der Leser noch besser mit dem vom Schicksal wild umhergeworfenen Tungdil identifizieren kann, weil er nicht sieht, was Sache ist, sondern immer auf dem Wissenstand des Zwerges bleibt.
Auch wurden die Helden ihrer Gottgleichen Unverwundbarkeit beraubt, sie sind nun nicht mehr die, die als einzige Überleben und dann noch alles drehen.
Auch ist das Jenseitige Land nun endlich erkundet worden, aber es fehlen die Facetten die eben dieses Land ausmachen, und eventuell auch neue Überraschungen, die das Bild des Jenseitigen Landes bekräftigen oder stürzen.
Jedoch habe ich für mich persönlich noch den größten Kritikpunkt gefunden; der Autor schreibt im Vorwort, dass dieser Teil vorerst der letzte Teil sein soll, jedoch wirft er am Ende noch die letzten brennenden Fragen auf, er löst die Spannung in nicht allen Punkten auf, sondern er lässt sie liegen, bringt sogar noch neue Probleme hinzu. Es mag zwar einerseits gut sein, dass man sich den weiteren Verlauf der Welt nun neu vorstellen kann, jedoch gibt es Handlungsstränge, die der Autor einfach liegen gelassen hat, die er anführte, aber nicht zuende führte.
Aber dennoch gebe ich dem Buch 4 Sterne; es ist ihm einfach wieder einmal gelungen zu fesseln, und zu überraschen, und obwohl man glaubte die Figuren zu kennen, lernt man sie neu kennen. Und sie Verhalten sich glaubwürdig (Bis auf wenige Ausnahmen), man fühlt auch bei jeder Enttäuschung und bei jedem Gegenschlag mit, man fragt sich sogar am Ende des Romans immer mehr ob es mit Tungdil nun zuende geht, man glaubt nicht mehr an seine Unverwundbarkeit, sondern erwartet dass er fällt.
Also alles in allem ein sehr gutes Buch, das zwar Makel hat aber dabei unglaublich Spannend bleibt (Und diese sogar auf einen vierten Teil hoffen lässt ;-) ).