"Die Rache des Fu Man Chu" markiert den traurigen Wegpunkt, an dem die Filmreihe um den asiatischen Meisterkriminellen ihren Anspruch als unernste, aber doch unterhaltsame Krimiserie aufgab und endgültig zu unzusammenhängendem Nonsens verkam.
Man kann diese 80 Minuten kaum einen wirklichen Film nennen, da es ihnen an allem fehlt, was einen Film normalerweise ausmacht; es scheint, als hätten die Produzenten vielmehr noch einmal alle Papierkörbe der Drehbuchautoren durchwühlt, um Material für noch einen Film zusammenzusuchen. Was dabei herauskam, die zusammenhanglose Aneinanderreihung von Filmsequenzen, die auf Schiffen, Polizeistationen oder in asiatischen Nachtclubs spielen, wirkt eher wie ein Trailer für den eigentlichen Film.
Selbst das einzige Verkaufsargument, Christopher Lee als Fu Man Chu, kann den Film nicht retten. Seine Darbietung ist hier nichts weiter als ein erweiterter Gastauftritt: Im gesamten Film ist Fu Man Chu vielleicht gerade mal 10 Minuten zu sehen und viel Text hat er auch nicht.
Der Plan mit dem Fu Man Chu diesmal die Weltherrschaft an sich reißen will, ist an Absurdität kaum zu überbieten, und mir noch einen Stern wert. Aber wenn ein Film mit Christopher Lee als Fu Man Chu wirbt, will ich ihn auch in dieser Rolle sehen, und nicht mit langweiligen Polizeiuntersuchungen oder Schlägereien abgespeist werden.
Zusätzlichen Tadel verdient diese DVD-Umsetzung; ein steriles Menü, das aussieht wie von einem Atari-Computer erstellt, und nicht einmal Bezug auf den Film nimmt; keine Extras und nicht einmal Originalton. Schlimmer geht es wirklich kaum noch.