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Die Rückkehr von Captain Future [Broschiert]

Edmond Hamilton , Frauke Lengermann
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

2010
Curtis Newton, Beschützer der Erde und Retter des Sonnensystems, ist in den Tiefen des Weltalls verschollen. Werden wir ihn und seine Freunde, die heldenhaften Futuremen, jemals wiedersehen? Ist es möglich, das Captain Future, der Roboter Grag, der Androide Otho und das lebende Gehirn Simon Wright in der Andromeda-Galaxis auf einen Gegner gestoßen sind, dem sogar sie nicht gewachsen sind? Diese und andere Fragen beantwortet SF-Großmeister Edmond Hamilton in vier längeren Erzählungen, die im Jahr 1950 in den USA erschienen sind und hier erstmals auf Deutsch vorgelegt werden.

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Produktinformation

  • Broschiert
  • Verlag: Golkonda Verlag (2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3942396041
  • ISBN-13: 978-3942396042
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 215.667 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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4.0 von 5 Sternen SF-Nostalgie pur 18. Februar 2011
Captain Future ist eine amerikanische SF-Serie, die in den vierziger und fünfziger Jahren vom Hauptautor Edmond Hamilton und 2 weiteren Autoren in den Magazinen "Captain Future" und "Startling Stories" mit 20 Romanen und 7 Kurzgeschichten publiziert wurde.

In den sechziger Jahren wurde die Serie unter dem Titel "Captain Zukunft" erstmals dem deutschsprachigen SF-Leser in 14 Heftausgaben in den Utopia-Reihen vorgestellt. Großen Erfolg hatte in den späten siebziger Jahren die Zeichentrickserie im Fernsehen, in deren Gefolge auch eine 15-bändige Taschenbuchausgabe auf Deutsch erschien.

Die Kurzgeschichten blieben bisher unübersetzt. Nun hat es sich der Golkonda-Verlag zur Aufgabe gemacht, diese Geschichten dem Vergessen zu entreißen und publiziert sie in 2 Bänden. Der erste davon, "Die Rückkehr von Captain Future", ist Anfang 2011 erschienen. Der Titel dieser Ausgabe hat doppelte Bedeutung, denn es kehrt Captain Future sowohl als Buchausgabe zurück als auch handlungsmäßig, nachdem er auf einer Weltraumexpedition verschollen war.

Die vorliegende Ausgabe, die 4 Geschichten enthält, erfreut das Herz des SF-Lesers. Die sorgfältige Aufmachung in Klappenbroschur und das informative Nachwort über Leben und Werk des Captain Future-Erfinders Edmond Hamilton samt bibliografischen Hinweisen zur Erstpublikation inklusive Titelbildabdruck der Magazinausgaben lassen diesen Band zu einem Schmuckstück in jeder SF-Bibliothek, Rubrik "klassische Space Opera" werden.

Aber auch inhaltlich haben mir die Geschichten gut gefallen. Es geht um typische Space-Opera-Motive wie Kampf gegen unheimliche Außerirdische, gefährliche Erfindungen, aufständische planetarische Eingeborene und durchdrehende Roboter. Die Geschichten sind aber im Gegensatz zu vielen anderen Werken aus ihrer Entstehenszeit auch noch heute gut lesbar. Sie strahlen einen - manchmal etwas naiven - Charme aus. Die sorgfältige Übersetzung von Frauke Lengermann lässt die Geschichten viel erwachsener wirken als die bereits früher auf Deutsch erschienenen Romane.

Man kann sich jetzt schon auf den zweiten Band freuen, der für den Sommer 2011 angekündigt ist und die restlichen 3 Erzählungen von Edmond Hamilton und als Bonus eine weitere Geschichte von Allen Steele enthalten wird.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Captain, mein Captain 15. Februar 2011
Erste Berührungspunkte mit dem Captain und seiner Mannschaft hatte ich über die Anime Fernsehserie (wobei ich mich immer gefragt hab, ob der Captain Future der inzwischen erwachsen gewordenen "Peterle" aus Heidi sei, weil sie gleich großen (Manga-)Augen hatten). Später dann erst kamen die Bücher, zuerst deutsch, dann englisch und mit den Büchern die Überraschung: Captain Future ist Space Opera vom Besten, minus dem Manga-Trash, der als Erwachsener im Gegensatz zu Jungen Jahren nur noch schwer verdaulich ist.

Die Rückkehr ist nun Material, das bisher noch nicht übersetzt wurde und ein SF-Lesegenuss - Hamilton hat für die jungen Autoren des Geners wie Peter F. Hamilton, Alastair Reynolds, Simmons und Cobbley den Weg geebnet und heute bleibt diesen genialen Autoren gar nichts anderes übrig als Edmond Hamilton Weg hinterher zu fahren.

Lesen! Unbedingt!
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Von Amazon bestätigter Kauf
...sondern ein bedeutender Teil eines Kunstwerkes, dass sogar auf eine gewisse Art "eingedeutscht" wurde - angefangen hat es in den USA mit Pulp-Romanen (Groschenromanen), es fand seinen Weg in den 70ern nach Japan, wo man eine Anmie-Serie aus dem Stoff machte und letztendlich kam es nach Deutschland, wo es mit einem ganz speziellen, deutschen Soundtrack versehen unvergesslich für eine ganze Generation wurde. Wer oder was Captain Future (CF) ist, denke ich, brauche ich auch nicht weiter ausführen - man braucht es nur einmal auf einer Party zu nennen, auf der die Gäste zwischen 30 und 45 Jahren alt sind und es leuchten die Augen :-)

Zu Einordnung in den Gesamtkontext ist es noch wichtig zu wissen, dass die Romane zwischen 1940 und 1946 aktiv geschrieben wurden (diese Geschichten fanden zum Teil ihren Weg in eine Anime-Fassung und liefen auch im deutschen Fernsehen in den 80er Jahren unter dem Titel "Captain Future"). In den Jahren 1947, 48 und 49 wurden keine CF-Geschichten veröffentlicht (Viele dachten schon, die Serie wäre tot), bis dann im Jahr 1950 und 1951 insgesamt 7 Kurzgeschichten herauskamen, die das CF-Werk nocheinmal aufblühen ließen und und Einblicke gaben, was noch passierte. Erst mit dem Abschluss der 7. Kurzgeschichte im Jahr 1952 wurde das CF-Epos beendet und es sind nie wieder weitere Geschichten erschienen.

Was man in diesem Buch findet, sind alle 4 Kurzgeschichten aus dem Jahr 1950 - zu ersten mal in deutscher Übersetzung.

Dieses Buch zu lesen ist aus zweierlei Gründen besonders interessant:

Kennt man die TV-Serie und möchte gerne wissen, was "danach" kam - also wie es mit dem Captain und seiner Mannschaft weiterging, welchen Gegnern er sich stellen musste, welche Rätzel zu lösen waren, was überhaupt aus ihm wurde, dann MUSS man dieses Buch lesen, denn die Geschichten spielen chronologisch nach den Romanen (=TV-Folgen).

Der zweite Grund ist der, dass man als Leser etwas mehr über die Tiefe des Charakters "Captain Future" erfährt, denn in den Romanen (=TV-Folgen) wurde er als heroischer Kämpfer für die Menschheit dargestellt, der mit seinem hochtechnisierten Raumschiff "Comet" und seiner Mannschaft gegen Größenwahnsinnige, dunkle Mächte und Schwerstkriminielle antritt, die die Freiheit der Menschen unterjochen wollen oder gar die Weiterexistenz der gesamten Menschheit in Frage stellen. Captain Future war also jemand für die ganz harten Fälle und er war immer an forderster Front dabei, wenn es darum ging, mit ausgeklügelter Wissenschaft und einem hohem Maß an Ethik den Problemen im Weltall zu begegnen. Er war ein Held und jemand, zudem die Erdbewohner aufblickten.

In den Kurzgeschichten jedoch erfahren wir etwas mehr über einen (leicht gealterten) Captain, denn es sind einige Jahre ins Land gegangen (Interessanterweise war Captain Future in der ersten Kurzgeschichte für 3 Jahre verschollen, also genau die (gut) drei Jahre 1947/48/49, in denen es keine CF-Geschichten gab). Er ist zwar immer noch der Captain, jedoch ist er niemand mehr, vom dem man den Eindruck hat, dass er wie früher sofort losziehen würde und es gegen den nächsten Größenwahnsinnigen Bösewicht aufnehmen möchte, der die Ordnung der Erde bedroht. Er ist vielmehr jemand geworden, der mehr und mehr nach den tiefen Geheimissen des Universums fragt und über das Alltägliche hinaus denkt - z.B. brennt er nach einer Antwort auf die Frage, woher die Menschen eigentlich kamen (und ja, die erste Kurzgeschichte liefert Antworten darauf) und wo die Menschheit ihren Platz findet zwischen all den Spezies im Weltraum.

Er scheint ein mehr nach innen gekehrt Mensch zu sein, umkreist gedanklich mehr denn Sinn nach allem, wirkt nachdenktlicher und scheint eine melanchonische Grundhaltung zum Leben entwickelt zu haben. Er ist jemand, der anfängt, auch an sich selbst zu zweifeln. Das Hier und Jetzt scheint ihn nicht mehr so sehr zu interessieren, wie früher, vielmehr macht er Grenzerfahrungen, die ihn auf eine neue Ebene des Seins (auch außerhalb seines Körpers) bringen. All diese Dinge bringen ihn zu einer Persönlichkeit, die eine Neubewertung dessen vorzunehmen scheint, was wirklich wichtig ist im Leben.

Captain Future wird jemand, der sich verändert, weil er viel erlebt hat - und gerade das ist es, was den Charakter so natürlich macht, denn ich denke, jedem Menschen geht es im Verlauf seines Lebens so.

Überhaupt könnte man das Thema "Grenzerfahrungen" als Überschrift über die Sammlung der 4 Kurzgeschichten in diesem Buch setzen, denn es geht hier nicht nur um den Captain - auch Simon Wright ("das lebende Gehirn") stößt an neue Grenzen und auch der allseits beliebte Roboter Grag muss sich einer Situation stellen, die noch nie zuvor so eingetreten war.

Dieses Buch hat seinen festen Platz in meiner Sammlung an CF-Literatur gefunden und ich bin dankbar, dass sich ein Verlag endlich mal diesem Werk angenommen hat. :-)
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