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Die Rückkehr der Wildtiere: Wolf, Geier, Elch & Co
 
 
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Die Rückkehr der Wildtiere: Wolf, Geier, Elch & Co [Gebundene Ausgabe]

Robert Hofrichter
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Stocker; Auflage: 1 (März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3702010599
  • ISBN-13: 978-3702010591
  • Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 16,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 775.583 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Robert Hofrichter
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Etliche durch den Menschen in Mitteleuropa ausgerottete Tierarten besiedeln seit einiger Zeit ihre angestammten Lebensr„ume neu. Manche Arten wandern vor allem aus osteurop„ischen Gebieten zu oder verbreiten sich aus mitteleurop„ischen Restbest„nden neu - wie B„r, Elch, Wolf, Wildkatze und Fischotter. Andere Arten werden in erster Linie bewuát neu angesiedelt, wie Biber, Bartgeier, Waldrapp und Steinbock.
Noch sind die neu entstandenen Populationen dieser Arten aber nicht stabil und oft weiter in ihrem Bestand gef„hrdet. Nur wenn Landwirte und Waldbesitzer, J„ger, Wanderer und sonstige Touristen ein ausreichendes Wissen ber diese Tierarten haben und bereit sind, auf ihre Verhaltensweisen Rcksicht zu nehmen, wird "die Rckkehr der Wildtiere" von Dauer sein.
Alle wichtigen Informationen ber Biologie und Verhalten, Lebensraumansprche und Verbreitungstendenz der bekanntesten Heimkehrer.
Ein eigenes Kapitel widmet sich fremden Zuwanderern wie Waschb„r, Munk und Goldschakal.

Über den Autor

Robert Hofrichter ist Biologe und Buchautor in Salzburg. Er hat an der Universität Salzburg geforscht und leitet regelmäßig Kurse und Exkursionen im Bereich der Meeresbiologie, insbesondere zur Unterwasserwelt des Mittelmeeres. Im Mittelpunkt seines wissenschaftlichen Interesses stehen die Ökologie aquatischer Lebensräume, die Meeresbiologie, das Mittelmeer und seine Unterwasserwelt sowie Ichthyologie und Herpetologie. Er hat sich auch als freier Journalist, Naturfotograf und Buchautor einen Namen gemacht.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Seit langem ließ eine zusammenfassende Darstellung über Biologie und Wiederausbreitung charismatischer Wildtiere von Bär bis Wolf auf sich warten. Robert Hofrichter, bereits von Büchern z. B. über Auwälder bekannt, legte nun ein Werk vor, in dem die zehn bekanntesten Arten portraitiert werden. Zu jeder Tierart gibt es Karten, Textkästen mit einer Fakten-Übersicht, ausführliche auch kulturhistorische Betrachtungen und Abschnitte zu Ausrottung, Rückkehr und Problemen.
Die einzelnen Tier-Portraits sind teils in langatmiger Prosa in thematischen Sprüngen geschrieben und unterschiedlich strukturiert. Wer hier schnell etwas nachschlagen oder vergleichen möchte, muss lange suchen. Eine klarere Struktur hätte viel helfen können. Auch die Kurzportraits sind uneinheitlich, so sind nicht bei allen Arten die gleichen Angeben zu finden - eine Schätzung des Gesamtbestandes beim Luchs etwa fehlt.
Besonders unangenehm stößt die extrem auf Österreich zentrierte Sicht auf, schon aus den Nachbarländern ist meist wenig zu erfahren, und wenn, stammen die Informationen nur aus wenigen ausgewählten Quellen. Man erfährt weder etwas über Wildkatzenschutz in Schottland (die schottische Unterart - ungeachtet ihres umstrittenen Status - wird gleich ganz unterschlagen) noch zur Diskussion um Otter-Auswilderungen, Otterzentren in Deutschland oder England und die verschiedenen Ansätze zum Otterschutz in den Staaten Europas.
Das Luchs-Projekt im Harz - wenn auch umstritten - wurde gleich ganz unterschlagen, was kaum auf Unwissenheit zurückzuführen ist, hat der Autor doch erst vor einem Jahr des Buch "Der Luchs" mitveröffentlicht.
Die Kulturgeschichte des Wolfs wird seitenlang behandelt, allein auf "Werwölfe" wird eine ganze Seite lang rein kulturhistorisch eingegangen, ohne dann aber auch nur eine der vielen Erklärungstheorien anzubieten. Hingegen wird die Geschichte seiner Ausrottung kurz abgehakt, ohne die wesentlichen Fakten zu nennen; die Rückkehr des Wolfs wird erneut ausschließlich aus österreichischer und schweizer Sicht behandelt. Die spannende Situation in Ostdeutschland wird völlig ignoriert, und nirgends im Buch sind die Wölfe in Brandenburg oder gar Gesa Kluth und das "Wildbiologische Büro Lupus" auch nur erwähnt. So wird denn auch eine etwas merkwürdige Verbreitungskarte präsentiert, nach der im Erzgebirge auf deutscher und tschechischer Seite Wölfe vorkommen sollen, aber die Lausitz ist ausgespart.
Der Osten Deutschlands scheint für den Autor ohnehin terra incognita zu sein: Auch die einstige Restverbreitung des Elbebibers wird in der Karte nach Südsachsen verlegt und im Text gar nicht erst erwähnt, obwohl von ihr die Besiedlung eines Großteils von Deutschland ausging. Teilweise widersprechen die Eintragungen auf den Karten der Beschreibung des Verbreitungsgebietes im Text, besonders deutlich beim Fischotter.
Beim Waldrapp konzentriert sich das Buch - zu Recht - auf die Auswilderungsversuche des Waldrappteams.at. Dennoch hätte man die früheren Versuche, aus denen viel gelernt wurde, und die aktuellen Projekte in Marokko nicht gleich ganz weglassen dürfen. Die gutgemeinte Liste waldrapp-haltender Zoos ist völlig unvollständig, die Zoos sind uneinheitlich und teils sehr merkwürdig benannt.
Dem Europäischen Nerz hätte ein eigenes Kapitel gebührt. Doch er wird nur in einem Satz erwähnt, nämlich im Kurzkapitel über den amerikanischen Mink als "gerade aussterbend"; keinerlei Infos zu Status, Wiederansiedlungsprojekten oder Zuchtprogrammen sind zu finden. Die Agentur verbreitete in der Werbekampagne sogar den Begriff "Munk".
Auch der iberische Pardelluchs, die wohl bedrohteste Katzenart der Welt, wird nur kurz erwähnt, aber trotz aller Aktualität weder auf seinen Status noch die Schutz- und Zuchtprogramme eingegangen, obgleich sich hier in den letzten Jahren viel getan hat. Hingegen wird der Steinbock - mit wohl 40.000 Tieren Bestand! - als "fast überall vom Aussterben bedroht" bezeichnet und ausführlichst besprochen.
Am Ende des Buches finden sich einige Seiten über "Neubürger". Da heißt es beim Marderhund "alles andere als harmlos", aber es werden keinerlei Belege dafür angeführt. Hingegen werden beim Waschbär gerade die Konflikte mit dem Menschen nicht erwähnt, die immer wieder die Medien füllen. Der Goldschakal wird wiederum sehr ausführlich behandelt, und auch über die Nutria wird - erneut fast nur aus Österreich - berichtet.
Eine allgemeine Einführung oder Hintergrund-Kapitel, in denen etwa die Diskussion um Wiedereinbürgerung kontra natürliche Rückkehr, die IUCN-Kriterien für Wiederauswilderungen, die unterschiedlichen Einschätzungen von Jägerschaft, Landwirten, Tourismus sowie Artenschützern und andere Grundlagen für die öffentliche Auseinandersetzung um die "Rückkehrer" erläutert werden, fehlen leider gänzlich.
Auch manche Begriffe werden sehr unreflektiert verwendet. So wird nirgends zwischen "Aussterben" und "Ausrotten" unterschieden. Ärgerlich ist auch die fortwährende Verwendung des Begriffs "Gefangenschaft" für die Zucht in menschlicher Obhut.
Die drei Doppelseiten mit nützlichen (Web-)Adressen sind ebenso einseitig und teils sehr schlecht recherchiert; bei den dürftigen Tipps zu Zoos fehlen die wichtigsten Adressen (für Deutschland sind nur der Nationalpark Bayr. Wald und der Wolfspark Merzig angegeben!), auch die Liste der Naturschutz-Projekte und Behörden ist für die meisten Tierarten auf Österreich und Schweiz beschränkt.
Dieses Buch wird vielen Lesern als Nachschlagewerk dienen - um so trauriger, dass ein Register gleich völlig fehlt.
Der ganze Band wirkt denn auch sehr mit der Heißen Nadel gestrickt; etwas tiefere Recherche, ausgewogenere Berichte und klarerer Aufbau samt Register wären sehr zu wünschen gewesen. Den zumindest in der Werbekampagne verbreiteten Anspruch, eine umfassende Darstellung der wichtigsten "Rückkehrer" samt Projekten, Konflikten und aktuellem Status zu geben, wird nicht erfüllt. Wer also erwartet, in diesem Buch einen umfassenden Überblick über die zurückkehrenden Wildtiere Europas und die aktuellen Schutzprojekte zu finden, wird enttäuscht werden. Hier wecken Werbung und Klappentexte falsche Erwartungen.
Hingegen ist es eine gut geschriebene Darstellung einzelner Fallstudien und Sammlung aktueller biologischer Fakten. Dieses Buch füllt unzweifelhaft eine Nische, denn diese Thematik wurde bisher noch nie so umfassend dargestellt, und darum gehört es trotz allem auf jedes Bücherregal zum Thema Naturschutz.
D Petzold, Zoo-AG.de
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von U. Jung
Format:Gebundene Ausgabe
Als Raubtiere und Schädlinge wurden sie lange verflucht und bekämpft. Die Mär vom "bösen Wolf" und "grimmigen Bären" ist uns aus Kindheitstagen wohlbekannt.
Robert Hofrichter leistet mit seinem Buch einen wichtigen und gelungenen Beitrag, solchen Vorurteilen und unreflektierten Brandmarkungen durch sachliche Darstellung den Nährboden zu entziehen. So eröffnet sich dem Leser in zehn Einzelportraits ein faktenreicher Blick auf jene Wildtierarten, welche die Rückkehr nach Mitteleuropa angetreten haben: Braunbär, Bartgeier, Biber, Elch, Fischotter, Luchs, Alpensteinbock, Waldrapp, Wildkatze und Wolf. Neben zahlreichen ansprechenden Bildern und einem informativen zoologischen Steckbrief für jede Tierart thematisiert der Autor Verwandtschaftsbeziehungen, Biologie und Lebensweise, historische und kulturgeschichtliche Hintergründe, Bejagung und Ausrottung, Rückkehr und Ausbreitung sowie Probleme, Perspektiven und Visionen. In einem abschließenden Kapitel finden auch einige gebietsfremde Arten Berücksichtigung: Waschbär, Goldschakal, Marderhund, Mink und Nutria.
Wenngleich das Buch aktuelle Erkenntnisse auf dem Gebiet der Wildtierkunde und des Artenschutzes benennt und einen Überblick gibt, kann es schon aus Platzgründen und aufgrund seiner ganzheitlichen Betrachtungsweise keine erschöpfende Abhandlung bieten. Die besondere Stärke des Werkes liegt für mich vielmehr in seinem verantwortungsethischen Anspruch begründet: Robert Hofrichter widmet sein Buch "den vorgestellten europäischen Wildtieren - mit dem Wunsch, dass ihnen die Zukunft mehr Wohlwollen seitens der Menschen bringen möge als die Vergangenheit " (S.5). Es ist die Mensch-Tier-Beziehung, die Besinnung auf ein Existenzrecht aller Lebewesen, auch der vermeintlichen Raubtiere und Schädlinge, für das der Autor sensibilisieren möchte. Beschäftigt man sich nämlich einmal genauer mit den gesamtökologischen Zusammenhängen, so die Botschaft, erscheinen Bär, Wolf, Luchs & Co. uns Menschen nicht mehr so sehr als Konkurrenten und Feinde, sondern vielmehr als Partner eines natürlichen Gleichgewichts und als ihrerseits daseinsberechtigte Lebenwesen.
Mein eigenes Verständnis und Bewusstsein für das Thema Artenschutz hat dieses Buch weiter gefestigt.
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