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Eigentlich sieht alles nach einem ganz natürlichen Todesfall aus, als Terry McCaleb, Harry Boschs früherer Partner beim Los Angeles Police Department, stirbt. McCaleb war krank und musste lebenserhaltende Medikamente nehmen. Dennoch beauftragt dessen Frau Bosch mit genaueren Nachforschungen. Der Ex-Cop stößt auf die Namen mehrerer verschwundener Männer, deren Schicksal McCaleb offenbar auf der Spur war. Alle Hinweise führen Bosch in die Wüste von Nevada. Dort trifft er die FBI-Agentin Rachel Walling, die vor Jahren den "Poeten" angeschossen hatte. Beide glauben, dass sie dem hochintelligenten Serienkiller auf der Fährte sind. Die Wirklichkeit sieht anders aus: "Der Poet" ist über jeden ihrer Schritte genauestens informiert und hat sein nächstes Opfer im Visier: Rachel Walling.
Michael Connelly gehört seit Jahren zu den besten amerikanischen Thrillerautoren. Der ehemalige Journalist, der bereits für den Pulitzer-Preis nominiert wurde, erweist sich auch in diesem Roman der Harry-Bosch-Reihe als Meister des dosierten Spannungsaufbaus und des kalkulierten Schreckens. Auf der Spur von Bosch und Walling lockt er geschickt in Sackgassen der Ermittlung, beeindruckt durch sorgfältige Ausarbeitung auch kleinster Details, fügt geduldig Stück um Stück eines großangelegten Puzzles zusammen, um seine Leser schließlich in einem wirklich atemberaubenden Showdown von ihrer Spannung zu erlösen. Kurzfristig zumindest -- bis zum nächsten Thriller. --Ulrich Deurer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Schade finde ich das Connelly Terry McCaleb hier opfert!!! Ich mochte Terry sehr und hätte gerne noch mehrere Krimis mit ihm gehabt. Das er so einfach tot geschrieben wird, ist mehr als bedauerlich!
Eine Frage noch an alle Connelly Fans? HAttet Ihr auch den Eindruck das es sich bei Harry seiner Nachbarin in Las Vegas, die sich JANE nennt, um CASSIE BLACK aus Im Schatten des Mondes (VOID MOON) handelt??
Bin gespannt ob Connelly den Faden im nächsten Bosch Roman aufnimmt.
Etwas störend, daß das Geschehen um die FBI-Agentin Rachel Walling in der 3. Personen beschrieben wird, der andere Handlungsstrang jedoch von Harry Bosch als Erzähler geschildert wird. Zugegeben, man erkennt durch diese Erzählweise sofort, in welcher Handlung man sich befindet. Geschmackssache, für mich persönlich wirkt es aber etwas gewöhnungsbedürftig, denn normalerweise befindet man sich mit einem Ich-Erzähler auf gleichem Wissensstand. Doch sowohl diese Schreibweise als auch die Verknüpfung verschiedener Protagonisten sind für den Autor nicht neu. Die Kenntnis des Vorgängerromans ist nicht notwendig, denn im Laufe des Geschehens wird man mit den nötigen Zusammenhängen vertraut gemacht. Ungünstiger ist es in diesem Fall, "Der Poet" hinterher zu lesen, denn da dürfte man bereits um alle Überraschungen gebracht sein.
"Die Rückkehr des Poeten" unterscheidet sich nicht großartig von anderen Serienmörder-Thrillern, dennoch zeigt sich die Routine des Autors. Die Handlung ist sauber und in sich schlüssig aufgebaut. Der Schreibstil ist geradlinig und leicht lesbar. Connelly versteht sein Handwerk und bietet einen ausgewogenen Roman mit gelungenem Spannungsbogen, dem es aber auch an Sensibilität nicht mangelt.
Harry Bosch ist leiser geworden. Er legt sich nicht mit dem FBI an, weil er weiß, daß er gegen die Behörde keine Chance hat. Doch obwohl er deren Spiel mitspielt, macht er sein eigenes Ding. Und natürlich ist er auch schlauer. Und bildet mit Rachel Walling, die ihre Vorgesetzten geschickt austrickst, ein klasse Team. Bevor der Autor zum Schluß kommt, dröselt er noch die letzten Fäden auf und hat dabei auch noch eine Überraschung in petto.
"Die Rückkehr des Poeten" (engl. Titel "The Narrows") führt mit Harry Bosch, dem toten Terry McCaleb und dem Psychopathen Bob Backus ("Der Poet") die drei zentralen Charaktere in Connellys Werken zusammen.
Wie immer ist die Story gut erzählt (aus den Perspektiven von Bosch, Backus und der FBI-Agentin) und konstruiert. Die Spannung baut sich peu á peu auf und endet - wie bei Connelly üblich - in einem furiosen Showdown.
Trotz allem bleibt irgendwie ein komisches Gefühl. Mir ist das ganze Buch irgendwie zu "gewollt" und schleppt sich bisweilen etwas dahin, was mir ganz besonders auffiel, als ich vor ein paar Wochen sein neuestes Buch "The Closers" las, was um Längen besser ist.
Connelly (oder etwa der Verlag?!?) wollte unbedingt ein weiteres Buch mit dem Poeten schreiben und das ist ihm auch ganz gut gelungen. GANZ GUT, ABER EBEN AUCH NICHT MEHR.
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