Ein weiteres Hoch auf R.A.Salvatore!
Wenn man eines seiner Bücher aufschlägt, egal welches, ist es fesselnd bis zum Schluss. Vorausgesetzt man findet Gefallen an Kampfhandlungen und Schlachtenszenen. Denn auch in diesem Band sind diese wieder vorherrschend, doch genau das sucht man ja, wenn man Salvatore liest!
Dass die Charaktere sich nicht weiterentwickeln, halte ich für einen falschen Vorwurf, denn gerade die unterschwellige Weiterentwicklung durch ihre Taten ist interessant, z.B. Drizzt und Cattie-Brie, die über ihre gemeinsame Zukunft nachdenken, wobei Drizzt immerwieder mit seinem Dunkelelfen-Erbe zu kämpfen hat, sowie die immer noch nicht gänzlich geklärte Situation zwischen Wulfgar, Cattie-Brie und Drizzt. Dazu kommt, dass deutlich wird, dass Drizzt ohne seine Freunde, von denen er glaubt, sie seien tot, ein Nichts ist, das weinend in der Ecke sitzt, bis er als "der Jäger", wie damals im Unterreich aufsteht um Rache zu nehmen an seinen Feinden.
Zum Vorwurf der Kontinuität möchte ich sagen, dass es doch hoffentlich nicht nur mir so geht, dass ich meine über viele, viele Seiten liebgewonnenen Charaktere nicht Sterben sehen will! Der kleine, schlaue und verfressene Regis, der bärenstarke Barbar Wulfgar, der knorrige Zwergenkönig Bruenor und die eigenständige Cattie-Brie, ganz zu schweigen vom Held par excellance Drizzt Do'Urden! Ich möchte weiter von ihren Abenteuern lesen und in ihre Questen eintauchen. Was könnte denn auch nachkommen? Die von Salvatore geschaffenen Figuren sind ja eben in gewisser Weise Stereotypen(Regis, Bruenor, Wulfgar), das kann wohl niemand bestreiten. Und gerade diese Stereotypen sind es zumindest bei mir, die mich gefesselt halten. Man kann sich auf sie verlassen und sie umgibt die Aura der Superhelden mit kleinen menschlichen/zwergischen/Elfischen Schwächen! Zumindest jeder Rollenspieler weiß, wie schlimm es ist, seine über die Jahre gewachsene Spielfigur zu verlieren, wenn sie stirbt, und ebenso verhält es sich doch hier!
Fazit: Die Handlung und die Kämpfe sind wie immer top, die Charakterentwicklung der liebgewonnenen Figuren kommt nicht zu kurz, es gibt jede Menge knackige Schurken, der Schreibstil von Salvatore ist gewohnt erstklassig für Fantasyliteratur und zu guter letzt wird uns auch noch ein schönes loses Ende vorgesetzt, bei dem man sicher sein kann, dass "die zwei Schwerter" von Drizzt nicht allzu lange in ihren Scheiden stecken bleiben werden!
Fünf Punkte!