Nachdem "Die Invasion der Orks" mein erstes Salvatore Buch war und ich danach noch die "Vergessene Welten"-Trilogie und die "Sage vom Dunkelelf" gelesen hatte, freute ich mich riesig auf den zweiten Teil der "Rückkehr des Dunekelelfs" und ich wurde nicht enttäuscht. Dieses Buch ist noch besser als der erste Teil. Die Charaktere, vor allem der von Drizzt werden in allen Facetten gezeigt, z. B. seine Rückverwandlung in den Jäger, den er eigentlich im Unterreich zurückgelassen hatte.
Zur Story: Nach dem erfolgreichen Einsatz des "Troyanischen Pferdes" zur Rettung der Freunde aus Senkendorf stehen nun die Überlebeden der Heldenhammer-Sippe aus Mithril-Halle, und ihre unerwarteten Verbündeten, die Flüchtlinge aus Mirabar, einer riesigen Armee von Orks gegenüber, die von Norden her angreift und versucht die eingekesselten Zwerge über ihre letzte Verteidigungsposition in ihre Höhlen zurückzutreiben. Währendessen versucht Drizzt, der seine Freunde für Tod hält, seinen Kummer zu unterdrücken, indem er wieder zum allesvernichtenden Jäger mutiert. Allerdings verschlingt dieser Jäger seinen Verstand zu sehr und lässt Drizzt einen Fehler begehen.
Doch auch Orkkönig Obould Todespfeil ist nicht tatenlos. Er versucht mit allen Mitteln seine Position vor feindlichen Übergriffen, vor allem aus dem Osten durch Silbrigmond und die Zwergenfestungen Fellbar und Adbar, zu schützen und schmiedet sogar eine Allianz mit den abstoßenden Trollen, die gegen die südliche Menschenstadt Nesmé marschieren.
Mittendrin stehen vier weitere Dunkelelfen, abgesondert von ihren Städten und Familien und augenscheinlich mit den Orks verbündet, aber eigentlich nur darauf aus schieres Chaos anzurichten. Unausweichlich treffen sie dabei auch auf ihren Drow-Verwandten Drizzt Do'Urden.
"Kampf der Kreaturen" bietet, neben den exzellenten Kampfsequenzen, eine beeindruckende Story und, endlich, einen Oberbösewicht, der nicht mir bloßer Muskelkraft oder gar mit Zauberkräften bezwungen werden kann.
Insgesamt ein äußert empfelenswertes Buch, dem man aber wohl nur richtig folgen kann, wenn man zumindest den unmittelbaren Vorgänger "Die Invasion der Orks" gelesen hat. Ansonsten könnte das Verständnis an manchen Stellen ein wenig auf der Strecke bleiben.