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Die Rückkehr Asiens: Das Ende der westlichen Dominanz
 
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Die Rückkehr Asiens: Das Ende der westlichen Dominanz [Gebundene Ausgabe]

Kishore Mahbubani , K.-D. Schmidt
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Propyläen Verlag (1. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3549073518
  • ISBN-13: 978-3549073513
  • Originaltitel: The New Asian Hemisphere
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 65.356 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kishore Mahbubani
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Er gehört zu den brillantesten und provokantesten Intellektuellen Asiens. In seinem (...) Buch 'The New Asian Hemisphere' prophezeit er das Ende der westlichen Dominanz." (Spiegel)

"Er gehört zu den brillantesten und provokantesten Intellektuellen Asiens. In seinem neuen Buch The New Asian Hemisphere prophezeit er das Ende der westlichen Dominanz." (Spiegel, 2008)
"Dieses Buch ist ein Muss für alle Wirtschaftslenker, die erstklassiges politisches Hintergrundwissen und eine fundierte Einschätzung der zukünftigen Rolle Asiens brauchen und die verstanden haben, dass diese Veränderungen uns alle angehen." (Harvard Business Manager, 2008)
"Bücher über den Aufstieg Asiens gibt es tonnenweise. Die meisten zeichnen sich durch ökonomische Plattitüden aus oder schildern die Asiaten als Kinderschreck. Wer Kishore Mahbubanis Die Rückkehr Asiens liest, wird dagegen intellektuell herausgefordert." (Handelsblatt, 2008)

Harvard Business Manager/ Cornelia Hegele-Raih/ Dez./2008

»Dieses Buch ist ein Muss für alle Wirtschaftslenker, die erstklassiges politisches Hintergrundwissen und eine fundierte Einschätzung der zukünftigen Rolle Asiens brauchen und die verstanden haben, dass diese Veränderungen uns alle angehen.«


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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mario Pf. HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das Zeitalter der westlichen Dominanz geht zu Ende, nachdem ich immer mehr asiatische Staaten zu regional und teils auch global bedeutenden Wirtschaftsmächten entwickeln. Und die asiatischen Mittelstandsgesellschaften beginnen zu erkennen, dass sie von der Globalisierung am meisten profitiert haben und dieser wirtschaftliche Bedeutungszuwachs auch in politische Macht umgemünzt werden kann. Kishore Mahbubani empfiehlt dem "Westen", diese Entwicklung zu begrüßen und sich nicht in teuren, am Ende sogar kontraproduktiven Isolationismus zu flüchten. Freihandel und Globalisierung, die in unseren Breitengraden negativ besetzt sind, gelten in einem anderen, demografisch und wirtschaftlich erheblich gewichtigeren Teil unserer Welt als Inbegriff des Aufschwungs, der Asien wieder dorthin zurückführt, wo es vor dem goldenen Zeitalter des Westens, welches stark an den Kolonialismus gebunden ist, war.

"Die Rückkehr Asiens" bezeugt diesen Aufschwung eines ganzen Kontinents und einer Region, die von westlicher Presse "noch" viel zu wenig beachtet wird, auch wenn sie längst auf dem Weg ist, Europa und den USA die Show zu stehlen. Dabei offenbart der in Singapur unterrichtende Professor für Politikwissenschaften, dem Leser eine oft auch irritierend andere Perspektive und Weltsicht, die einen deutlich vor Augen führt, wie blind man doch gewesen ist, wie wenig man doch verstanden hat, dass eine Münze immer zwei Seiten und man fast ausschließlich die westliche betrachtet hat. Mahbubanis großer Verdienst dabei, er eröffnet dem Leser nicht nur vielleiht kontroversiell andere Sichtweisen, sondern erklärt ihm diese auch.

Eckpunkt der Argumentation von Mahbubanis Theorien ist, dass die Wiederkehr Asiens als Global Player vor allem Vorteile für die Weltgemeinschaft bringen kann, was unter wiederholten Verweis auf mustergültige Entwicklungen in Indien und Singapur, schlussendlich doch auch nur Konzepten folgt, die man vom Westen gelernt hat, hierzulande aber nie in dieser Intensität angewandt wurden. Die asiatische Renaissance fußt demnach auf europäischen Idealen und Ideen, die zu einer gerechteren Verteilung von Vermögen und Macht führen, während zugleich die Zahl der Armen sinkt und ganzen Bevölkerungsschichten, wie in Indien Zugang zu Bildung, Arbeitsmärkten und politischer Mitbestimmung eröffnet. Meritokratie, die Herrschaft der Verdienten, der Fähigsten ist in diesem Zusammenhang eines jener "westlichen" Ideale, die Eingang in asiatisches Denken gefunden haben und jahrhundertelange Schicksalsergebenheit in Frage stellen. Gerade die Philippinen, deren politische Elite (75% aller Politiker entstammen politisch aktiven Familien) fähige Persönlichkeiten aus dem Mittelstand eher ins Abseits geraten lässt, erntet jedoch angesichts der erfolgreichen Reformen in China und Singapur vom Autor massive Kritik. Während in China etwa die staatliche Führung immer wieder verjüngt wird, hat Singapur eine zukunftsweisende Verwaltungsreform unternommen, die Spitzenbeamten auch Spitzengehälter bietet, um die wirklich besten Bewerber gewinnen zu können, die sich sonst ähnlich gut bezahlte Arbeitsplätze in der Privatwirtschaft gesucht hätten.

Man bedenke auch das menschliche Potential, die human ressources, die Asien besitzt und einen gewaltigen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem langsam überalternden Europa bedeuten. Studierten indische und chinesische Austauschstudenten einst an westlichen Unis, verlieren die amerikanischen, britischen und französischen Kaderschmieden jedoch immer mehr an Bedeutung, sind doch schon viele der einstigen Emigranten in ihre Heimatländer zurückgekehrt, um die sich dort offenbarenden Chancen für Unternehmer zu nutzen, von der eine "wettbewerbsorientierte Zukunftsregion Europa" bisher nur träumt. Nicht zu vergessen, die schier unglaubliche Größe der asiatischen Märkte, die um ein vielfaches rasanter wachsen als europäische oder amerikanische Pendants. Mit staatlicher Förderung, Arbeitskräften die erheblich günstiger sind als anderenorts und bisher unerschlossenen Märkten, ein Grund mehr, mit dem im Westen erlangten Wissen in der Heimat sich selbst und seine Ziele zu verwirklichen.

Mit Asiens Rückkehr wird die Welt ein Stück sicherer, friedlicher und kommt universellen Zielen wie der Bekämpfung der Armut ein erhebliches Stück näher, denn auch asiatische Zivilgesellschaften sind daran interessiert, ihren Wohlstand zu behalten und das wird in hohen Maße von einer internationalen Kooperation abhängen. Amerikas Umgang mit der UNO wird dann nicht mehr möglich sein, die militärische Supermacht wird sich mäßigen müssen, doch es könnte einfacher werden, internationale Koalitionen für den Einsatz in Krisenregionen zu gründen und von einer US-dominierten Weltpolitik, zu einer gemeinschaftlicheren Variante zu wechseln.

Kishore Mahbubani gibt nämlich zu bedenken (S. 67): "Als die jungen Leute die Dörfer verließen, um in Nike-Schuhfabriken zu arbeiten, hatten Haushalte, die daran gewöhnt waren, mit einem Jahreseinkommen von 467 US-Dollar ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, plötzlich 4300 US-Dollar zur Verfügung. Deshalb gibt es in China keine Antiglobalisierungsbewegung. Für die jungen Chinesen, die in ihnen arbeiteten, waren die Nike-Fabriken, die die Globalisierungsgegner der WTO-Tagung in Seattle im Jahr 1999 so vehement verurteilten, ein Ort der Befreiung. Zum ersten Mal in der chinesischen Geschichte konnten sich bäuerliche Chinesen vorstellen, aus der elenden Plackerei des Landlebens auszubrechen. Für den menschlichen Geist ist nichts befreiender als die Erkenntnis, dass es eine Hoffnung gibt."
Ähnliches geschah auch im Europa des 19. Jahrhunderts, als im Zuge der industriellen Revolution die letzten Reste des Feudalismus allmählich hinweg gefegt wurden und sich ein Bürgertum zu formieren begann, dass die Demokratisierung des Staates und einen Bruch mit den überkommenen Traditionen zu fordern begann, das Ergebnis ist nach Umstürzen und Kriegen ein seit 60 Jahren relativ kriegsfreies und prosperierendes Europa, sowie ein weitgehend geeintes Nordamerika. Die Globalisierung hat jene Entwicklungen lediglich auch in anderen Staaten als den "westlichen" möglich gemacht.

Natürlich kann man die Argumentation des Autors in Frage stellen und das ist auch gewollt, er bittet den Leser darum, die Dinge nachzuprüfen und sich selbst ein Bild zu machen, wohl wissend dass nur dogmatische Sichtweisen aufgebrochen oder zumindest etwas aufgeweicht werden können. Das fängt bereits mit dem "Westen" selbst an. Viele mögen einwenden, diesen gäbe es nicht, denn hauptsächlich seien damit die eng miteinander verbündeten USA und Großbritannien gemeint, aber auch wenn Europa und Nordamerika in bestimmten Fragen oft zerstritten sind, auf globaler Ebene unterwerfen sich oft genug dem Primat der Vereinigten Staaten und handeln als Einheit. Als bestes sichtbares Beispiel für diese Einheit gilt dem Autor der NATO-Einsatz in Afghanistan, an dem sich verschiedene westliche Nationen beteiligt haben, selbst wenn sie nicht Mitglied des Militärbündnisses sind.

Der Blick auf das 21. Jahrhundert sollte daher nicht von Ängsten geprägt sein, sondern der Hoffnung und dem Vertrauen in eine neue Morgendämmerung der menschlichen Zivilisation, denn Asiens Aufstieg/Rückkehr ist ein wichtiger Schritt zu einer stabilen Weltgemeinschaft, die fähiger erscheint eine gerechte Welt entstehen zu lassen und Ideale wie die Menschenrechte, Demokratie und Meritokratie umzusetzen. Dazu braucht es aber ein Entgegenkommen des Westens, denn dieser kann in Trauer um seinen Bedeutungsverlust als Hegemonialmacht viele der Entwicklungen blockieren, die nötig wären um eine neue Weltordnung entstehen zu lassen. Es spricht vielleicht der ehemalige UN-Botschafter aus Kishore Mahbubani wenn er etwa fordert, dass die EU sicht im Weltsicherheitsrat auf einen Sitz beschränken sollte, anstatt mit Großbritannien und Frankreich gleich zweimal vertreten zu sein, denn die Bundesstaaten der USA beharren ja auch nicht darauf jeweils mit einem Sitz vertreten zu sein.

Dass Mahbubani zu den "provokantesten Intellektuellen Asiens" gehört, zeigt ich auch daran, dass er die Rolle der USA sehr viel anders sieht, als manch antiamerikanisch beeinflusste Kollegen (S. 93): "Mit ihrer überwältigenden Militärmacht (vielleicht der größten in der Geschichte) hätten sie problemlos mehrere Länder angreifen und besetzen können, falls diese nicht anders gefügig gemacht werden konnten. Stattdessen benutzten sie ihre militärische Stärke seit 1945 dazu, eine Weltordnung aufrechtzuerhalten, die sowohl sie selbst als auch die übrige Welt ' insbesondere Ostasien ' in die Lage versetzte, zu wachsen und zu Wohlstand zu gelangen."
Dem zuzustimmen fiele schwer, wenn der Autor nicht erkennen würde, warum diese Militärmaschinerie die meiste Zeit über jedoch nicht eingesetzt wird (S. 118): "Die meiste Zeit über wird die amerikanische Militärmacht kam eingesetzt. Es gibt tief verankerte, wirkungsvolle kulturelle und institutionelle Hemmnisse für ihren Einsatz. Lesen Sie weiter... ›
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Absolut lesenswert! 20. April 2009
Von C. Koch
Format:Gebundene Ausgabe
Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich für weltpolitische oder soziale Themen interessiert. Kishore Mahbubani beleuchtet eindrucksvoll, wie die westliche Politik in der restlichen Welt wahrgenommen wird und beleuchtet kritisch das Verhalten der Industrienationen.

Auf fesselnde und dennoch sachlich-informative Art schildert er die Ängste des Westens vor dem aufstrebenden Asiens, zeigt aber auch die Chancen auf, die aus dieser Entwicklung resultieren.

Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber jedem halbwegs interessierten kann ich den Kauf nur empfehlen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch sollte jeder politisch interessierte Mensch der "westlichen Welt" lesen. In meinen Augen das beste Buch über den Aufstieg Asien, welches derzeit erhältlich ist. Ich habe es in einer Woche im Urlaub durchgelesen und fand es durchweg sehr gut recherchiert und gut geschrieben. Konnte es quasi nicht mehr aus der Hand legen. Ein absoluter Kauftipp!
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