Das Buch "Die Römerin" vom italienischen Schriftsteller Alberto Moravia fiel mir durch Zufall auf dem Krabbeltisch einer Buchhandlung in die Hände. Eine Geschichte, die in Rom spielte, interessierte mich-also nahm ich das Buch mit. Ich hab es später in einem Rutsch gelesen, so gefesselt war ich von dem Werk. Moravia schildert die Geschichte der schönen, aber aus armen Verhältnissen stammenden Adriana im Rom der 20er Jahre. Als Ich-Erzählerin berichtet Ariana, wie sie aufrund des Ergeizes der Mutter zunächst Malern als Aktmodell angedungen wird und letzlich mehr oder weniger freiwillig in die Prostitution rutscht. Dabei ist die Protagonistin stets auf der Suche nach der großen Liebe, gepaart mit der Sehnsucht nach einer eigenen Familie und einem Leben in Wohlstand. Leider erfüllen sich ihre Wünsche nicht. Gino, ihre erste große Liebe, nutzt sie aus, Adriana entdeckt, dass er verheiratet ist und daher nie beabsichtigte, sie zu ehelichen. Der reicher Freier Astarita möchte ihr die Welt zu Füßen legen aber Adriana will keine Abhängigkeit, da sie ihn nicht liebt. Sie lernt den Studenten Giacomo kennen und verliebt sich unsterblich in ihn. Ihr Liebe findet aber keine Erwiderug. Am Ende bleibt Adriana allein zurück. schwanger mit dem Kind eines anderen. Aber trotz aller Schicksalsschläge trägt sie weiter die Hoffnung in sich auf ein besseres Leben -wenn auch nicht mehr für sich, so doch für ihr ungeborenes Kind. Eine wechselvolle und fesselnde Geschichte, die in einer präzisen und unaufdringlichen Sprache erzählt wird. Was kann man von einem Buch mehr erwarten?