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Die Rättin: Roman
 
 
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Die Rättin: Roman [Taschenbuch]

Günter Grass
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 496 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423125284
  • ISBN-13: 978-3423125284
  • Größe und/oder Gewicht: 19,1 x 12,1 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 351.627 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Günter Grass
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

»Auf Weihnachten wünschte ich eine Ratte mir.«

In den Träumen des Erzählers kann das Tier sprechen und zwingt ihm die Vision vom Untergang der Menschheit und der Übernahme der Herrschaft auf Erden durch Ratten auf. Sie allein haben in der von Neutronenbomben getroffenen Stadt Gdansk-Danzig überlebt und bauen dort auf eine Solidarität gegründete neue Zivilisation auf.

Gegen diese apokalyptischen Visionen entwickelt der Erzähler seine eigenen Geschichten, teils als Filmskripte für den zum Medienzar avancierten Oskar Matzerath: vom Maler Malskat und der falschen Restauration der 50er Jahre, von den toten Wäldern und der sterbenden Kraft der Märchen und von fünf geliebten Frauen, die sich in der quallenverseuchten Ostsee auf die vergebliche Suche nach Vineta als Ort weiblicher Utopie machen.

Über den Autor

Günter Grass wurde am 16. Oktober 1927 in Danzig geboren, absolvierte nach der Entlassung aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft eine Steinmetzlehre, studierte Grafik und Bildhauerei in Düsseldorf und Berlin. 1956 erschien der erste Gedichtband mit Zeichnungen, 1959 der erste Roman, »Die Blechtrommel«. 1999 wurde ihm der Nobelpreis für Literatur verliehen. Grass lebt in der Nähe von Lübeck. Sein gesamtes literarisches Werk ist auch bei dtv erschienen.

Interview mit Günter Grass von Horace Engdahl, Permanent Secretary der Schwedischen Academie, und Pernilla Rosell-Steuer, Studentin. 12. Dezember 1999. (©The Nobel Foundation)


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Ende aller Utopien 10. Februar 2002
Format:Taschenbuch
Kaum ein anderes Buch von Günter Grass - obwohl sie alle gleichermaßen polarisierten und reichlich Stoff für lobende und verreissende Kritik boten - wurde derart einvernehmlich von der Kritik abgelehnt, ja förmlich zerlegt. Was macht dieses knapp fünfhundertseitige Buch zu einem derartigen Streitpunkt, ja zur einer Provokation ? Ist es die langatmige Ausführung ? Die - scheinbare - Abwegigkeit der Thematik, die manch einem zu pessimistisch geraten sein mag ? Oder die parallel ablaufenden Handlungsstränge, die ein höheres Maß an Konzentration erwarten, als es beispielsweise für Unterhaltungsliteratur nötig wäre ? Reich-Ranicki deklamiert, dass Grass seinen Oskar Matzerath zerstört habe, da er ihn zur "Karikatur der Karikatur einer Karikatur" gemacht habe; doch genau davon handelt die RÄTTIN: Von der Zerstörung von Utopien;
mit Blick auf gesellschaftliche, welt- und nationalpolitische und besonders auch ökologische Mißstände, entwirft Grass ein denkbar pessimistisch gestimmtes Szenario, das vor dem Ende der Welt warnt; das allein macht natürlich keine große Literatur aus; das allein könnte der Film wesewntlich stimmungsvoller in Szene setzen: Was macht die RÄTTIN also schließlich doch zu einem großen epischen Wurf ? Es sind die unterschiedlichen Handlungsstränge, an denen Grass die Ausweglosigkeit der Weltsituation eindrucksvoll schildert; all diese Geschichten, die eigenen wie die vom BUTT oder von Oskar, die volkstümlich verwurzelte Rattenfängerlegende, der Märchenfundus der Gebrüder Grimm usw., haben eines gemeinsam: sie enden in ihrer bekannten Grundform utopisch: das Schicksal Oskars liegt eigentlich in den Sternen, man traut ihm alles zu, am Ende des BUTT mag ein kleiner Hoffnungsfunken bleiben, das den Frauen in der Gesellschaft vielleicht doch noch einmal so etwas wie Gleichberechtigung zukommen wird, die Märchen - allen voran das zentrale von Hänsel und Gretel - enden sogar glücklich; Grass setzt nun an den jeweligen Enden - bewusst unnötig - ein und führt Geschichten weiter, ja zerstört sie gar, die eigentlich keiner Fortsetzung benötigen; dadurch wird deutlich, wie letztendlich jede Utopie bröckeln wird, wie, zwanghaft auf optimistisch getrimmte, politische und wirtschaftliche Prognosen an Armut und Umweltzerstörung zerbrechen werden, ja müssen.
Grass hat mit der RÄTTIN einen grotesken, weit ausschweifenden Antiroman geschrieben; keinen Unterhaltungsroman, aber einen, der haften bleibt, er hat sich fernab des Bestsellermarkts und einer nach Publicity geifernden Literaturkritik, einen künstlerischen Freiraum geschaffen, den er uns Lesern durch dieses fordernde und letztendlich unvergessliche Buch eröffnet hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hart an der Grenze 4. Januar 2009
Format:Taschenbuch
Die Menschheit am Abgrund: Bald wird sie durch ihre eigenen Massenvernichtungswaffen ausgelöscht sein. Was haben die Ratten damit zu tun. Sind doch deren Geschicke eng mit denen der Menschen verwoben. Und was kommt nach der Hochkultur der Menschen?

Vor diesem Hintergrund spielen gleich 6 Handlungsstränge: es geht um den Autor und sein Zwiegespräch mit der Rättin; die solidarische Rattenkultur und ihre Intrige; Oskar Matzeraths Rückkehr als alter Mann nach Polen; 5 Frauen, die vom Butt zu einer verheißungsvollen Insel geführt werden; die Kanzlerkinder Hänsel und Gretel, die sich mit den anderen Märchenwesen verbünden und ihre Eltern entführen; den Maler Malskat, der an der Decke einer Kirche arbeitet.

Jedes Kapitel besteht aus 6 Abschnitten. Jeweils ein Abschnitt ist aus einem der 6 verschiedenen Handlungsstränge, sodass beim Lesen viele Sprünge zwischen den Handlungsfäden zustande kommen. Dazu kommen viele verschiedene Erzählzeiten: vor, nach und während der Katastrophe. Zwischen den Erzählzeiten wird dazu oft gesprungen. Handlungsgegenstände werden dabei vorweggenommen, bzw. Handlungsfäden plötzlich weitergeführt, die bereits ihr Ende erfahren haben. Auch gibt es Sprünge in der Perspektive, sodass z.B. mal der Autor erzählt und mal Oskar Regie führt, als arbeitete er an einem Film.

Viele gute Ideen mögen Günter Grass zu diesem Buch getrieben haben, dass spürt der Leser. Auch gibt es ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten aus der Grassschen Literatur. Aber es ist das Durcheinander an Handlungssträngen, Erzählzeiten und Perspektiven, dass die Lesefreude so drückt. Auch Atmosphäre kommt so nicht auf.

Beim Lesen konnte Ich mir richtig vorstellen, wie sich Grass mehr und mehr in sein Schreiben hineinsteigert. Aber nicht alles, was da an viel Fantasie und spontanen Eingebungen aus der grassschen Schreibfeder hervorbricht, bereitet dem Leser so eine große Freude, wie dem Schriftsteller wohl beim Verfassen. Vielleicht auch ist Grass mit »Die Rättin« ein Experiment missglückt. Vielleicht wollte er in diesem Buch einfach zuviel. Schade drum, denn von Inhalt und Witz her sind viele gute Ansätze vorhanden. So ist »Die Rättin« nur sehr bedingt empfehlenswert. Ich für meinen Teil werde wohl vorerst keinen Grass mehr in die Hand nehmen können.
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Format:Taschenbuch
Schluß! sagt sie. Euch gab es mal. Nie wieder werdet ihr Daten setzen. Alle Perspektiven gelöscht. Ausgeschissen habt ihr und zwar restlos. Wurde auch Zeit! In Zukunft nur Ratten noch...."
Apokalyptische Visionen schildert Günter Grass in seinem Buch "Die Rättin". Zu Weihnachten wünschte er sich eine Ratte. Der Wunsch wird erfüllt und - sie spricht mit ihm. Die Rättin ist in ihrer physischen Existenz bald unwichtig. Grass träumt vielmehr von ihr; unterhält sich mit ihr, hört sich ihre Suaden an. Oder träumt gar sie ihn? Das wird lang und breit erörtert.
Zeitlos ist dieses Buch allemal. So gibt es keinen erkennbaren zeitlichen Ablauf und es verlangt vom Leser einige Konzentration nicht den Faden zu verlieren. Verschiedene Handlungsstränge, mehr oder weniger phantastisch, finden zur gleichen Zeit statt und werden kunstvoll ineinander verwoben.
Bekannte Figuren aus anderen Werken Grassens treten auf. Oskar Matzerath als Filmproduzent. Nachdem er endlich zur letzten Ruhe gefunden hat wird ihm zur Erinnerung noch seine alte Blechtrommel beigegeben. Der Butt führt auf dem kleinen Forschungsschiff "Die neue Ilsebill" Frauen über Vineta.
Gedanken, die Grass während des Schreibens quasi nebenbei kamen, wurden im Text eingebaut und tragen ihr Quäntchen zur Verkomplizierung bei.
Verschwundene Worte werden wieder aktuell. Waldsterben - wer kann sich an das noch erinnern? Der Katastrophen sind so viele.... Und dann: "Überliefert ist der Beschluss, sich auf demnächst zu vertagen." Das klingt doch wieder sehr aktuell: Der erfolglose Klimagipfel in Kopenhagen und sonstige Treffen der Großen dieser Welt in der wir (noch) existieren rufen sich in Erinnerung.
Im Buch hört die Menschheit auf mit ihrer Existenz. Der atomare Overkill fand statt. Ausgelöst wurde er von Ratten. Schön wird zwischen herkömmlichen Atombomben und Neutronenbomben unterschieden. Letztere retten ja immerhin das sogenannte Kulturgut (für wen?).

Endzeitliteratur par excellence. Ich habe das Buch trotz teilweise großer Längen mit großem Genuss gelesen.
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Veröffentlicht am 22. August 2006 von Klaus Grunenberg
Eher mäßiges Werk
Lesenswert ist das Buch sicherlich nicht. Zwar kann Grass im ersten Drittel noch durch interessante Ideen und geschickt verknüpfte Handlungsstränge begeistern, doch im... Lesen Sie weiter...
Am 20. Dezember 2002 veröffentlicht
Der vegebliche Versuch an "Blechtrommelzeiten"...
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Am 28. Februar 2001 veröffentlicht
chaos
ein geniales thema, nur leider ist die ausführung alles andere als gelungen. chaotischer schreibstil, mehrere parallellaufende, unsinnige handlungstraenge (maerchengestalten... Lesen Sie weiter...
Am 10. Februar 2000 veröffentlicht
Weihnachtswunsch
Die Rättin ist sicher kein herausragendes Glanzstück aus Grass' Bücherfundus. Aber schlecht ist sie deshalb noch lange nicht. Lesen Sie weiter...
Am 8. Januar 2000 veröffentlicht
kein Meisterwerk
Die Rättin von Günter Grass ist ein Untergangsszenario ohne Gattungsbezeichnung und Grass greift dabei auf frühere Werke zurück. Lesen Sie weiter...
Am 22. Dezember 1999 veröffentlicht
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