Hethor ist ein Lehrling. Sein Meister Franklin Bodean bringt dem jungen Mann das Uhrmacherhandwerk bei und Hethor lernt zu begreifen, dass es auf der Welt neben der Akribie, der es bedarf, als Uhrmacher zu arbeiten, noch viele andere schwierige Dinge zu meistern gibt.
Mit einer Urgewalt trifft Hethor völlig unerwartet auf einen Engel. Oder besser gesagt, trifft der Engel auf ihn und als Hethor aus diesem Moment totaler Überrumpelung herausfindet, hat er eine Mission. Er ist es, der den Schlüssel finden muss, einen Schlüssel, der nichts Geringeres kann, als die Welt zu retten und sprichwörtlich auf die rechte Bahn zurückzuführen.
Findet Hethor auf deiner spannenden und abenteuerlichen Suche diesen Schlüssel nicht, kann das Räderwerk unserer Welt nicht neu aufgezogen werden und sie bleibt stehen. Und mit diesem Stillstand verschwindet alles Leben. Eine allumfassende Aufgabe also für den jungen Lehrling, der das Schicksal der Welt vom Engel Gabriel in die Hände gelegt bekommt.
Charismatisch und mit kräftigem Drive treibt der Amerikaner Jay Lake seinen wunderbaren Roman "Die Räder der Welt" unweigerlich voran und gebannt folgt der Leser dem Lehrling Hethor auf dessen Weg in die Unbestimmtheit menschlichen Seins am Rande lebenswerter Existenz und darüber hinaus in die dunkle Ungewissheit des unbeschreiblichen Raumes, der den Schlüssel birgt. Eine überaus lesenswerte historisch-fiktionale Geschichte mit einer unbeschreiblich gelungenen Mischung aus jugendhafter Power und der Weisheit des Alters.