"Die Quadratur des Glücks" ist das erste Buch, das ich von Rohinton Mistry gelesen habe. Vergleiche mit anderen Werken von ihm kann ich daher nicht ziehen.
Dieses Buch erzählt die Geschichte einer parsischen Familien in Bombay. Nariman, der Patrirch dieser Familie, ist an Parkison erkrankt. Er lebt bei seinen Stiefkindern Jal und Coomy, die sein Leben stark reglementieren. Als er bei einem Spaziergang stürtzt und zum Pflegefall wird, wird schnell klar, dass Coomy nicht bereit ist, diesen Dienst zu tun. Sie steckt voller Groll und Vorwürfe Nariman gegenüber, macht sie ihn doch für den Tod der Mutter verantwortlich. In einer einzigartigen Abschiebeaktion bringen sie den Kranken zu seiner leiblichen Tochter Roxana, die zwar glücklich mit ihrer Familie aber auf engstem Raum lebt. Die Enge und die anfallenden Pflegeaufgabe sowie die Kosten werden zur Zerreißprobe für die Familie. Als der Schwiegersohn Yezad auch noch sein ganzes Geld bei einer verbotenen Lotterie verspielt, scheint kein Ausweg in Sicht.
Mich hat besonders beeindruckt, dass Mistry beschreibt wie nahe Glück und Verzweiflung, Tod und Lebendigkeit, Glauben und Fanatismus doch beieinander liegen. Mit etwas Schwermut lässt man die Familie Chenoy zurück und hofft, dass sie den Weg zueinander wieder finden. Die "Quadratur des Glückes" liegt bei jedem selbst-das ist für mich die Botschaft dieses Buches.