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Die Putbusser: Kadetten unter dem Hakenkreuz. Ein Napola-Schüler erzählt
 
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Die Putbusser: Kadetten unter dem Hakenkreuz. Ein Napola-Schüler erzählt [Taschenbuch]

Klaus Montanus
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 23,52 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Fischer (Rita G.), Frankfurt; Auflage: 2., Aufl. (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3895012203
  • ISBN-13: 978-3895012204
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,9 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 856.889 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Klappentext

»Männer machen die Geschichte. Und wir machen die Männer«, war ein Spruch, den August Heißmeyer, der Inspekteur der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten des Dritten Reiches im Munde führte. Diese Anstalten, auch NPEAs oder Napolas genannt, waren Internatsschulen, auf denen die Zöglinge streng militärisch im Geiste preußischer Kadettenanstalten und im Sinne des Nationalsozialismus zur Führungselite des Landes herangebildet werden sollten. Eine dieser Schulen war die NPEA Rügen in Putbus. Sie besuchte Klaus Montanus, der Autor dieses Buches, von 1943 bis zum bitteren Ende 1945. Seine Erlebnisse, von gnadenlosem Drill, Indoktrination und unbarmherzigem Leistungsdruck ebenso geprägt wie von spannenden und die jugendliche Begeisterungsfähigkeit anspornenden Begebenheiten, schildert der Autor romanhaft als Zeitzeuge einer zum Untergang bestimmten Welt. Dem Untergang entgegen ging auch das rügensche Rittergut, dessen in einer Nebenhandlung geschildertes Schicksal mit dem Einmarsch der Russen besiegelt war.

Das Buch zeigt beispielhaft und anschaulich, wie die ideologische und militärische Erziehung des Napola-Nachwuchses nach dem Willen der braunen Machthaber funktionierte, und ist insofern ein wichtiger Beitrag zur Aufdeckung der Machtmechanismen in totalitären Staaten.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
die Geschichte wird lebendig 29. September 2004
Von Ein Kunde
Dieses Buch hat mich bis heute nicht losgelassen. Immer noch denke ich darüber nach, wie die Schulzeit in solch einem Elite-Gymnasium war. Einerseits war man doch etwas Besonderes, wenn man solch eine Schule besuchen durfte, andereseits gab es dort den Drill und das Hin- und Herschwanken zwischen fast schon unmenschlichen und unendlich menschlichen Lehrern, fairen Lehrern und solchen, die ein wenig Freiheit lebten, so weit es eben ging. Und so ganz nebenbei erfährt man auch noch, wie es den Menschen ging, nachdem die Russen einmarschiert waren. Die Zerstörung eines wunderbaren Lebensraumes, die Angst, aber auch der plötzliche menschliche Zusammenhalt. So viele Gefühle, so ganz andere Seiten.
Ich habe nach dem Lesen endlich eine Einsicht in das Leben der Zivilbevölkerung bekommen. Und auch in das Leben der damaligen Jugend. Sicherlich hätte ich viele andere Bücher lesen können, aber ich habe dieses gewählt und ich möchte diese Lese-Erlebnis nicht missen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Putbusser 28. August 2009
Es ist viel interessanter, zu sehen, wie jemandem in einer besonderen Zeit zumute war und wie er darauf reagiert hat, als in Zeilen kalter wissenschaftlicher Objektivität zu versuchen, ein Zeitbild zu gewinnen. Dafür ist dieses Buch gut geeignet. Es ist nicht so leicht zu lesen wie die atemlos vorwärtseilende Literatur von heute, voller Reize und Anreize, die das Weiterlesen quasi erzwingen, aber die Geduld, dabei zu bleiben, lohnt sich. Nebenbei entsteht die Erkenntnis, dass die Eigenschaften, die Diktaturen ihrer Jugend anerziehen, sich im weiteren Leben sehr schnell ideologisch entschlacken, und was bleibt, sind Fähigkeiten, die für einen Erfolg Voraussetzung sind, wie Einsatzbereitschaft, Selbstdisziplin, Geduld, Aushalten von Schwierigkeiten, die Motivation, Verantwortung zu übernehmen und ggf Menschen zu führen, dabei aber immer Teamgeist zu beweisen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von J. Valtin
Im Jahre 1995 erschien im Frankfurter R.G. Fischer - Verlag das Buch des heute in Idstein lebenden Klaus Montanus Die Putbusser Kadetten unter dem Hakenkreuz ein Napola - Schüler erzählt". Die 2. Auflage folgte im Jahre 1998.

Ich habe selten ein Buch gelesen, welches so gut ein Kapitel der NS Zeit beschreibt, da es so geschrieben ist, dass die ganze, geschilderte Zeit wie ein Film vor dem eigenen Auge abläuft. Es ist leicht verständlich und ohne Schnörkel geschrieben. Hier wird das Geschehene vom Autor aus eigenem Erleben und im Kontext der Zeit erzählt.

Diese Publikation stellt die erziehungswissenschaftlichen Konzepte in der Zeit des Nationalsozialismus dar und verdeutlicht zugleich, dass gar kein einheitliches Konzept für Bildung und Erziehung vorhanden war. Es gab aber den Anspruch, im Sinne eines "nationalen Sozialismus" bisherige Bildungsdünkel und Standesunterschiede abzuschaffen.

Prinzipiell standen die Napolas in den Traditionen der preußischen Kadetten-Anstalt und einer britischen Public School. Gehorsam, Kameradschaft, Pünktlichkeit, Bescheidenheit und Pflichterfüllung bis zum Letzten, über den Tod hinaus waren propagierte Ideale. Die aufgenommenen Schüler wurden härtestem Drill und hohen körperlichen Belastungen unterzogen: Frühsport und besondere Hochleistungsübungen - Mutproben, Sprünge vom Zehnmeterturm.

Neben Klaus Montanus, welcher viele Jahre in leitender Funktion im Bereich Marketing bei Siemens fungierte, war Deutsche - Bank- Vorstand Alfred Herrhausen an einer Napola, ebenso Bahnchef und Unternehmer Heinz Dürr, der Industriemanager Hans Günther Zempelin, Unternehmensberater Hans Worpitz, IBM-Manager Heinz Winkler, die österreichischen Bundesminister Leopold Gratz SPÖ, und Harald Ofner, FPÖ, der FDP- Politiker Rüdiger von Wechmar, der CSU-Politiker Hans ("Johnny") Klein und DDR-Sportminister Manfred Ewald, der evangelische Landesbischof von Thüringen, Werner Leich, Luftwaffenheld Major Erich Hartmann, der stellvertretende Generalinspekteur der Bundeswehr, Hans Poeppel, und der ehemalige Nato-Oberbefehlshaber Europa-Mitte, Leopold Chalupa um nur einige zu nennen.

Jörg Valtin
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