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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geniestreich,
Von Alto Garino (paris.fr) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Puppenspieler: Roman (Taschenbuch)
"Die Puppenspieler" muss man sicher als Tanja Kinkels Meisterstück (im handwerklichen Sinne) ansehen. Das Buch ist noch heute mein Lieblingsroman; für mich der Prototype einer gut geschriebenen historischen Erzählung. Die Handlung spielt in der deutschen und italienischen Renaissance. Eine Klosterschule im Schwäbischen, das Augsburg der Fugger, der Fondaco dei Tedeschi in Venedig, das Florenz der Medici, das Rom der Borgia... üppiger geht es kaum. Jakob Fugger der Jüngere, Kaiser Maximilian von Habsburg, Lorenzo di Medici, Cesare Borgia, Girolamo Savonarola: Die Namen der historischen Protagonisten lesen sich wie ein Who-is-who des ausgehenden 15. Jahrhunderts.Das Buch erzählt die Geschichte von Richard Artzt, dessen orientalische Mutter als Hexe verbrannt wird, und der im Kontakt und in der Auseinandersetzung mit dem florentinischen Mönch Fra Mario Volterra dieses Trauma zu verarbeiten sucht. Richard, der die Existenz von Hexen bestreitet, um die Peiniger seiner Mutter anzuprangern, wird durch das schicksalhafte Aufeinandertreffen mit der Zigeunerin Savviya in mehr als einer Beziehung verwirrt. Das Schicksal der drei erfüllt sich vor dem Hintergrund des Aufeinandertreffens von Fra Girolamo Savonarola und Lorenzo di Medici. Im Hintergrund ziehen Papst Alexander VI alias Rodrigo Borgia und Jakob Fugger die Fäden, während Cesare Borgia Italien unter seiner Herrschaft gewaltsam zu einen sucht. Bravo an Tanja Kinkel, die bei Erscheinen der "Puppenspieler" 'nur' etwa 23 Jahre alt gewesen sein dürfte. Ihr ist eine wunderschöne Erzählung gelungen, etwa wie ein atemberaubendes Gamälde von Michelangelo (der übrigens in einer Nebenrolle auftritt). Eine Empfehlung für alle Freunde historischer Romane, ideal als Vorbereitung für den nächsten Augsburg- bzw. Florenz-Ausflug. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Empfehlenswert!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Puppenspieler. Sonderausgabe. (Broschiert)
Dieses Buch einer zweifelsohne begabten Autorin hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber den sonst so hochgelobten Büchern wie "Der Medicus" oder "Die Säulen der Erde", nämlich: Es ist keine Übersetzung aus dem Englischen, wodurch ein literarischer Verlust der Sprache nicht zu beklagen ist. Natürlich wirkt die Geschichte des Richard Artzt stellenweise konstruiert, doch fehlen, im Gegensatz zu den oben genannten Büchern, kitschige Szenen und vorhersehbare Handlungsverläufe, was eine fesselnde Wirkung beim Leser hervorruft. Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der ein spannendes, flüssig geschriebenes und informatives Buch lesen will, in dem die Geschichte durch historisch wahre Figuren lebendig gemacht wird.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Kultur der Renaissance in Europa,
Von Imke Heuer (Bremen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Puppenspieler: Roman (Taschenbuch)
"Die Puppenspieler" ist ein unterhaltsames, informatives Porträt der europäischen Renaissance im späten 15. Jahrhundert. Erzählt wird die Geschichte von Richard, Sohn einer zum Christentum konvertierten Sarazenin und Neffe der Ehefrau des Augsburger Kaufmanns Jakob Fugger. Nachdem seine Mutter von der Inquisition als Hexe angeklagt und verbrannt wurde, wächst er bei den Fuggers auf. Die Geschäfte der Fuggers führen ihn nach Florenz an den Hof der Medici, wo er Zeuge politischer Intrigen wird, aber auch die berühmtesten Künstler, Schriftsteller und Philosophen seiner Zeit kennenlernt. Doch die schreckliche Vergangenheit und der Wunsch nach Rache an der Inquisition lassen ihn nicht los ... Aus der Fülle der historischen und fiktiven Charaktere bleiben vor allem Jakob Fugger, Savonarola, Pico della Mirandola, Cesare Borgia sowie der Mönch Mario, enger Freund Richards, in Erinnerung. Auch Richards große Liebe, die Zigeunerin Saviya, die sich zu seinem Entsetzen selbst für eine Hexe hält, ist interessant, aber ich fand es schade, dass der Einblick in ihre Kultur und Lebensweise etwas blass bleibt. Wie bei Tanja Kinkels anderen Büchern beeindruckt die umfangreiche historische Recherche. Die Fülle der Informationen zu den verschiedensten Aspekten der Renaissance machen den Roman zu einer kurzweiligen Einführung in die Epoche.
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