Ein weiteres System der analogen Lebensdeutung, ja - aber eines der besten!
Mit Analogie meine ich hier die angenommene Entsprechung von Daten, in der Astrologie die Planetenstände, hier in der Namenspsychologie von Buchstabenwerten, und den Lebensthemen. Das wird als nicht wissenschaftlich und abwertend als esoterisch abgetan, aber: das System der Namenspsychologie ist durch Tausende von Analysen empirisch belegt, wie wir von der Autorin erfahren. Die Unzufälligkeit von Namen wird als akzeptiert vorausgesetzt. Denn schon in der Bibel sagte der Engel zu Maria: Du sollst seinen Namen Jesus nennen. Namen werden nicht von den Eltern, sondern im Himmel vergeben. Und: der Name gibt das Potenzial wieder, er zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. Die Entscheidungsfreiheit des Menschen bleibt jedoch respektiert.
Wie funktioniert die Namenspsychologie?
Nach der jüdischen Weisheitslehre der Kabbala ist jedem Buchstaben des hebräischen Alphabets ein Zahlenwert zugeordnet, der zugleich einen Lebensaspekt repräsentiert, z. B. A = 1 = Wille, Energie oder B = 2 = Intellekt oder G = 3 = Gemeinschaft, Kommunikation. Auf dieser Basis hat Angelika Hoefler ein umfassendes System der Namensanalyse entwickelt, welches u. a. Auskunft gibt über das Lebensthema, das Denk- und Handlungspotenzial, die Chancen und Möglichkeiten in Partnerschaft, Beruf, Finanzen. Anders als bei der Astrologie genügt hier allein der Name, um diese Aspekte zu berechnen.
Im Kapitel Kreide für Kritiker-Stimmen hat die Autorin auch typische Einwände vorausgenommen und erklärt, was gleicher Name verschiedner Menschen bedeut, wie das Leben sich bei Namensänderung mit ändert, wo Pseudonyme gelten oder wie Namensabkürzungen die Perspektiven eingrenzen. Alles wird systemkonform und schlüssig erklärt.
Die Einarbeitung braucht etwas Aufwand, dann aber erschließen sich die 22 x 22 Interpretationen als kurzweiliges Lesebuch des Lebens, das psychologisch subtil beobachtet und dabei prägnant und oft sehr witzig formuliert ist.