So langsam kommen sie, die Bücher für eine neue Zeit. Bücher, die uns vorbereiten auf ein Leben jenseits der Jagd nach Kohle, Geltung, Ego-Futter. Ein Leben, in dem wir uns rückbesinnen auf das, was wirklich glücklich macht: Solidarität statt Wettbewerb, Freundschaften statt Seilschaften, Teilen statt Besitzen. Eins dieser Bücher ist Rüdiger Dahlkes "Psychologie des Geldes". Dahlke hat nichts gegen Geld, wenn es ehrlich erworben ist, durch eigene Arbeit. Und wenn es in einem guten Maß in unser Leben kommt. Dann läßt es sich genießen. Auf Ergaunertem oder durch Spekulation Erworbenem hingegen liegt selten Segen. Auch (größere) Erbschaften sieht Dahlke kritisch. Im entsprechenden Kapitel schreibt er von Erben, die mit ihrem Schotter alles andere als glücklich werden. Die durch plötzlichen Reichtum, für den sie nichts getan haben, einfach nur lebensuntüchtig wurden. Jeder kennt diese Fälle von Söhnen und Töchtern, die durch ihr Erbe aus der Bahn trudelten - oder gar nicht erst in eine eigene Bahn fanden. Noch aus dem Grab heraus üben die Eltern ihren Einfluss aus, in dem sie dem Nachwuchs suggerieren "Könnte sein, dass du doof bist, macht aber nichts. Du hast ja unser Geld und kannst den Rest deines Lebens auf der Couch lümmeln, jeden Tag Champagner saufen und ein schickes Auto fahren." Das sind dann die armen Reichen, die man vielleicht anfangs beneidet, die einem aber irgendwann von Herzen leidtun, weil sie das Glück des Tüchtigen nie kennenlernen. Sich ewig gebunden fühlen an die Wertvorstellungen von Mammi und Papi, die über den Tod hinaus ihre Macht ausüben. Dahlkes Botschaft: Finde heraus, was du willst und kannst, verdiene damit ehrliches Geld, lerne, davon abzugeben an die, die weniger haben. Halt dich fern von Börse und Hedge-Fonds, die nur Gier und schlechtes Adrenalin in dein Leben bringen. Nach der Lektüre des Buches wird sich auch der Geringverdiener besser fühlen, sofern er einen Job macht, der Sinn und gutes Karma in sein Leben bringt. Ein hilfreiches Buch mit der richtigen Botschaft für die Welt nach der großen Krise - jener Krise, in die die Raffkes und Gierlinge dieser Welt uns gebracht haben. Vor allem die sollten dieses Buch lesen! Sie könnten etwas lernen.