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am 20. Juni 2016
Der Autor erläutert dem Leser die rasante Entwicklung des etablierten Phänomens, dass immer mehr Menschen viel zu schnell als psychisch krank abgestempelt werden. Ein methodisches System erfindet für sich neue Krankheiten und die Klassifikationssysteme nehmen diese als Neuentdeckung auf. Haarsträubende Diagnosen sind keine Seltenheit, wobei die fatalen Folgen für die Betroffenen nicht nur in Kauf genommen werden, sondern sich wiederum als neue profitable Krankheiten definieren lassen.

Fazit: Jörg Blech ist ein ungemein couragierter Journalist, der die schrecklichen Missstände dieses abgründigen Systems nachvollziehbar darlegt. Ich kann bestätigen, was er schreibt. Wir erleben ähnliches mit der PET-Diagnose FTD (Morbus Pick). Damit lässt sich kein Geld verdienen. Tüchtige Oberärzte, Assistenzärzte und die stationsabwesenden Professoren (die sich ohnehin nur den Privatpatienten widmen), sowie die Betreuungsgerichte orientieren sich ungeniert um.

Ich finde, das Buch ist interessant und lesenswert, auch wenn sich am Ende für die armen Opfer keine Lösung/Hilfestellung aus der schier ausweglosen Lage finden lässt. Selbst der Tipp: Rechtsbeistand einholen, führt letztendlich zu keinen neuen Erkenntnissen. Aber darum geht es nicht und das ist auch nicht neu. Allein schon das aufgerüttelte Thema und die Tatsache, dass die Betroffenen hier Beachtung und Zuspruch finden, verdient höchsten Respekt. Die positive Resonanz spricht für sich. 100%ige Kaufempfehlung!
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am 4. April 2014
Das Thema ist sehr wichtig, aber dieses Buch ist nicht gut recherchiert und der Autor ist nicht ausreichend in diesem Bereich bewandert, um die komplexe Sachlage ausgewogen darstellen zu können. Ein wirklich gutes und lesenswertes Buch zu diesem Thema hat Allen Frances geschrieben ("Normal - Gegen die Inflation psychiatrischer Diagnosen"). Das allerbeste Buch zum Thema ist leider bisher nur auf Englisch erhältlich, aber ist extrem aufschlussreich und stellt dar, was in den letzten 60 Jahren bei den psychischen Diagnosen und Behandlungen schief gelaufen ist und welche unsägliche Rolle hierbei die Pharmaindustrie gespielt hat: Robert Whitaker: Anatomy of an Epidemic. Man kann es bei Amazon unter Fremdsprachige Bücher günstig bestellen.
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am 2. April 2014
Es gibt sehr viele Dinge, die ich an der Psychiatrie und den Pharmafirmen kritisiere, deswegen habe ich mich auf die Lektüre dieses Buches sehr gefreut. Leider musste ich dann aber beim Lesen feststellen, dass dieses Buch aber vollkommen an den wirklichen Problemen der Psychiatrie-Erfahrenen vorbei geht.

Das Buch beschränkt sich darauf, in einem sehr reisserischen Ton bestimmte Kleinigkeiten wie die Diagnose einer "Generalisierten Heiterkeitsstörung" zu kritisieren, ohne wirklich darauf einzugehen welche Veränderungen zum Beispiel durch die neue Version des Diagnosemanuals DSM-5 auf die Erkrankten zukommen.

Und was soll eine Aussage wie "Die soziale Phobie (...) gehört zu den häufigsten psychischen Diagnosen überhaupt. Tatsächlich kann es vorteilhaft sein, wenn man schüchtern (...) ist." Abgesehen davon, dass der Autor dabei die Unterschiede zwischen Schüchternheit und einer Sozialen Phobie vollkommen verkennt, muss so ein Satz für alle Betroffenen ein furchtbarer Hohn sein. Als ob die Erkrankten nicht schon oft genug gehört hätten, dass sie sich nicht so anstellen sollen, mit ihren Ängsten, ist doch alles nur Schüchternheit, hei, stellt auch mal nicht so an ihr Memmen.... :-((( Ich frage mich dabei, wie so ein Buch dem doch eigentlich angesehenen Fischer-Verlag durch die Kontrolle gehen konnte.

Ähnliches findet sich zum Thema Burnout. Zitat: "Unter dem Etikett Burnout werden Zustände des Ausgebranntseins zur Volkskrankheit. Doch (...) sind die meisten einfach nur gestresst." Wieder mal so eine Aussage, mit der sich jemand, der wirklich unter einem Burnout leidet, furchtbar gedemütigt fühlen muss.

Den Fakt, dass die Zahl an Suiziden in den letzten Jahren gesunken ist, nimmt der Autor zum Anlass, darauf zu schließen, dass es weniger seelische Erkrankungen geben müsste. Dabei ist es gerade andersherum der Fall: Dadurch dass wir in den Selbsthilfegruppen und überall so viel Öffentlichkeitsarbeit machen, konnten sich zum Glück inzwischen viel mehr Menschen frühzeitig gegenüber ihren Ärzten "outen" und sich Hilfe für ihre Depressionen holen. Gerade dies sollte in so einem Buch herausgearbeitet werden: Dass es nicht hilfreich ist, seine Sorgen zu "verstecken", sondern dass es hilfreich ist, sich frühzeitig Unterstützung zu holen - und gerade nicht so lange abzuwarten, bis man "harte Medikamente" braucht und dann auf die Pharmaindustrie angewiesen ist.

Mein Fazit:
Der Autor scheint insgesamt wenig Einblick in die "echte" Psychiatrie und Psychotherapie gehabt zu haben, sonst wüsste er besser, unter welchen Problemen die Betroffenen leiden.
Es gibt viele kritische Bücher zum Thema Psychiatrie, die sehr lesenswert sind - dieses Buch gehört nicht dazu. Es scheint vielmehr, dass es hier nur um ein schnelles Geldmachen auf dem Rücken der wirklich Betroffenen geht.
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am 2. Juli 2015
Leider ziemliche einseitige Ansichten.
Es mag nicht jedermanns Sache sein, psychologische oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, aber es ist wohl unbestitten, dass es durchaus Menschen gibt, die froh und dankbar sind, dass es auch diese Berufsgruppe existiert.
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am 14. Mai 2014
Was haben die Pharmaindustrie und der Autor gemeinsam? Sie wollen Geld verdienen! Und sie schaffen zusammenhänge, die es nicht gibt!
Die "Psychofalle", als psychisch krank "abgestempelt"!?! Geht's noch? Das empfinde ich wie bereits geschrieben als Beleidigung derer, die eben nicht nur schüchtern oder vorsichtig sind, sondern sehr unter ihren Symptomen leiden. Sollen sich alle die davon betroffen sind doch mal zusammenreißen. Früher gab es das auch nicht. Stellt euch nicht so an hätte er noch hinzufügen können. Auch das heute weniger Suizide zu verzeichnen sind ist bestimmt kein Zufall. Ich vermute, dass es eher Folge der gesteigerten Hilfsangebote ist. Hier müsste seriös geforscht werden bzw. Ergebnisse genannt werden, welche einfach fehlen.
In der Regel kommen Menschen zur Psychotherapie weil sie Leid empfinden und nicht weil sie dazu verführt werden. Diese Verschwörungstheorie vom Autor finde ich besonders schräg. Da stecken bestimmt die Illuminati hinter, die uns klein halten wollen. Brot, Spiele und die Psychofalle, na klar jetzt ist es raus! Hab ich doch schon immer gewusst, dass da was nicht mit rechten Dingen zugeht! Die Menschen, die dann in der Regel viel zu spät zum Psychologen kommen erfahren dort meist, dass sie eben keine Medikamente brauchen, sondern häufig selbst Möglichkeiten haben, die Beschwerden zu lindern. Psychologen verschreiben keine Medikamente und sind daher überhaupt nicht interessant für die Pharmaindustrie. Wieso sollten sie dafür werben? Dann könnte auch die deutsche Bahn für die Autoindustrie werben. Ach das machen die bestimmt schon. Mit ihren Verspätungen Wollen die uns eigentlich zwingen, mit dem Auto zu fahren....Blabla... :)
Ein Kriterium für eine Therapie ist, dass der betroffene Mensch leidet und nicht die Umwelt bzw. die Gesellschaft! Das mag bei Kindern anders sein. Hier leiden vielleicht die Eltern und Lehrer mehr unter dem Verhalten der Kinder als die Kinder selbst. Wenn die den einfachen Weg gehen ist das sicherlich nicht gut für die Kinder und Kinder können nicht autonom entscheiden bzw. sich adäquat informieren und entscheiden. In der Regel gibt ein mündiger Erwachsener die Pillen dem Kind. Ob er das macht damit es dem Kind besser geht oder damit es ihm besser geht ist wohl individuell unterschiedlich. Jedenfalls wird er es nicht machen damit die Gesellschaft die Missstände nicht regeln muss und stattdessen lieber das Kind "abstempelt".
Vorsicht die Blechfalle! Wie die Autoren uns das Geld aus der Tasche ziehen. 20 Euro sparen und das Buch besser ausleihen zur "Meinungsbildung".
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am 12. Mai 2016
.....weil dieses Buch genau meinen Beobachtungen als Lehrerin nach 35 Jahren Dienstjahren entspricht. Es gab zum Beispiel auch schon früher Zappelphillipe oder gemobbte/ausgegliederte Schüler, was ganz normal war. Jetzt gibt man diesem Phänomen einen Namen und den Eltern und Kindern Diagnosen, die nur mit irgendwelchen Medikamenten zu heilen sind -als Ausgleich für die Unfähigkeit der Eltern. Die Leidtragenden sind immer die Kinder! Vielleicht sollte man wirklich bald zeitnah eine Art Führerschein für Eltern einführen?! Das Buch war für mich eine totale Bestätigung meiner eigenen Erfahrungen und stößt auch in meiner Bekanntschaft auf reges Interesse!
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am 5. Juni 2014
Jörg Blech stellt in seinem Buch die eigenartigen Verbindungen von Ärzten, Therapieeinrichtungen, Funktions- und Entscheidungsträgern mit der Pharma- und Seelenindustrie in den Fokus. Er beschreibt ausführlich die finanziellen Verstrickungen einzelner Verantwortlicher, insbesondere im Umfeld der Autoren des DSM-Manuals, als Resultat gewissenloser Lobbyarbeit. Er benennt Extreme der Krankheitserfinder und passend manipulierte Studien, entlarvt auf Basis öffentlich verfügbarer Zahlen manche Mythen im Gesundheitswesen, zeigt die gesundheitsschädlichen Wirkungen ausgewählter Präparate und hinterfragt gesellschaftliche Veränderungen, die die Probleme zunehmender Vereinzelung mit Umsatz fördernden Stimmungsaufhellern lösen wollen. Seine Folgerung, »viele Merkmale und Verhaltensweisen, die heute manchen als psychische Störungen gelten, sind natürliche Anpassungen, die sich im Laufe der Evolution entwickelt haben und im Gehirn des Menschen fest verdrahtet sind« ist dagegen recht spekulativ.

Die Grenzen zwischen normal und krank werden zunehmend verschoben. Doch Blech verliert bei seiner Analyse dieser Veränderung die psychisch Kranken niemals aus dem Blick; ganz im Gegenteil. Er betont »so überfällig die Kritik an der Ausweitung der Psychiatrie ist – sie darf nicht dazu führen, die Leiden der wirklich seelisch kranken Menschen zu übersehen. Ihre Störungen sind real und dürfen nicht verharmlost werden. Einem Menschen mit Depressionen und Suizidgefährdung zu sagen, seine Erkrankung sei eine Erfindung und er müsse sich nur „zusammenreißen“, das wäre Hohn.« Oder: »Gerade Menschen mit schweren seelischen Beeinträchtigungen leiden unter dem Aufblähen der Psychiatrie, weil sie keine Behandlungsplätze bekommen.« Kann man es deutlicher sagen, dass die grenzenlose Gier mancher Profiteure, die monetären Interessen einiger einflussreicher Gruppen auch in der Psychiatrie und der Psychotherapie über die Gesundheit und das Wohlergehen Betroffener rücksichtslos hinweg gehen? Die heilsame Wirkung von z.B. Sport und stützender Gemeinschaft lässt sich eben nicht in Geld bewerten.

Trotz mancher Wiederholungen und weniger wirklich neuer, überraschender Erkenntnisse ein lesenswertes Werk.
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am 20. Juli 2014
Das Buch habe ich bestellt, weil ich den Autor im Radio (NDR - Kultur) im Gespräch über den Inhalt gehört habe. Ich war sofort fasziniert und habe es mit dem größten Interesse sofort und sehr schnell gelesen.

Der Autor schreibt äußerst glaubhaft, Wie Pharmaindustrie und die von ihr abhängigen Psychiater, Psychologen, Psychotherapeuten dazu beitragen, dass viele normale Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu Patienten mit "psychischen Krankheiten" abgestempelt und mit "Psycho - Pillen" behandelt werden.

Es ist inzwischen sehr bedenklich. Fast niemand scheint in unserer gegenwärtigen Gesellschaft noch gesund zu sein; wenn man sieht, was sich heute abspielt.

Dieses Buch würde ich Kinderärzten, Psychiatern, Patienten, Eltern und Lehrer empfehlen.

Selbstverständlich weiß ich, dass es wirklich schwere psychische Erkrankungen gibt, die behandelt werden müssen. Aber für die wirklich "Kranken" bleibt bei diesem "angezettelten Krankheitsboom" kaum noch Zeit und es fehlen die Behandlungsplätze.

G.W.
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am 18. November 2015
Anhäufung von Banalitäten. Habe vom Autor mehr erwartet, da ich sein Buch über die Krankheiten-Erfinder kannte. Habe gerade überlegt, ob ich die Bücher, die für mich keinen Wert habe, diese an Sie zurückschicken werde.
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am 11. April 2014
Mit diesem Buch hat Jörg Blech, wieder einmal, Salz in eine Wunde gestreut und darauf aufmerksam gemacht, dass die Pharmaindustrie irgendwelche Krankheiten erfindet, nur um ihre medizinischen Wunderpillen an den Mann zu bringen! Das was ich schon lange vermutete bringt dieses Buch einfach nur auf den Punkt! Dieses Buch erreichte mich ohne Schäden, nachdem ich Jörg Blech in einer Talkshow gesehen habe!
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