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Bless the Child beginnt vielversprechend, mit gedrückten, unheimlichen Szenen, die mit unverhohleneren Momenten abwechseln, wie beispielsweise Schwärme von computer-generierten Ratten. Fans von religiösen Horrorfilmen werden an der Anspielung auf Das Omen ihre Freude haben, mit einem engelhaften -- wenn auch unheimlichen -- Kind anstelle eines dämonischen.
Die Spezialeffekte gegen Ende des Films schießen ein wenig über das Ziel hinaus. Jimmy Smits spielt die zweite Hauptrolle als Sektenbeauftragter des FBI, und Rufus Sewell liefert eine angenehm zurückhaltende Darbietung als charismatischer Sektenführer. In Nebenrollen sind Christina Ricci als Sektenaussteigerin und Ian Holm als Jesuitenpater zu sehen. --Bret Fetzer
Die Schauspieler, insbesondere Kim Basinger als Maggie, aber auch Rufus Sewell als mysteriöser, zunächst zurückhaltender, aber mächtiger, Sektenführer bedienen ihre Rollen sehr glaubwürdig. Dem stehen das Kind, das Cody spielt (deren Namen weiß ich jetzt nicht), und Jimmy Smits als Ex-Priester und jetzt FBI-Agent nicht viel nach. Ein großer Anteil an der positiven Filmkritik ist meiner Ansicht nach also den Schauspielern zuzuschreiben.
Die Special Effects kommen überwiegend nur in den letzten Filmminuten, sozusagen dem finalen Kampf, zum Tragen, und der Eindruck dieser Effects beim Zuschauer ist dann vielleicht auch umso stärker, weil diese Effects in den ersten zwei Dritteln des Films quasi keine Rolle spielen.
Mit Extras ist die DVD recht reichhaltig ausgestattet worden. Es gibt zwar kein direktes "Making of" im engeren Sinne, aber dafür ein paar Kameraszenen von "hinter den Kulissen" und Audiokommentare vom Regisseur (Chuck Russell) und vom Visual-Effects-Leiter. Dazu ist noch der Kinotrailer drauf. Die Soundeffekte kommen dank Dolby Digital 5.1 in beiden Sprachversionen gut rüber.
Es sind die Schauspieler und es ist die Atmosphäre, die durch saubere Regie, Bebilderung, Schnitt und Ton wie Musik aufgebaut wird - gutes Handwerk. Subtil werden Gottes Schummeleien aufgebaut, die Eingriffe der Parteien werden im Laufe des Fortganges der Story immer deutlicher und eindeutiger.
Kim Basinger schafft es, ihre Rolle glaubwürdig herüber zu bringen und überraschte mich dabei sehr, da diese Rolle so garnicht ihrem Klischee entspricht.
Der Film getragen wird jedoch von der Mimik des kleinen Mädchens, "Codie", das neue "Jesuskind", die nicht viel sagt und deshalb als autistisch missverstanden wird. Durch die wenigen Worte ist die Mimik, der Ausdruck im Gesicht, um so wichtiger, und man will kaum glauben, wie ein kleines Mädchen diese Aufgabe scheinbar mühelos bewältigt.
Auch Nebenrollen sind hochkarätig besetzt, sei es eine Christina Ricci oder ein Ian Holm und viele andere.
Special Effects sind stimmig eingesetzt und qualitativ hochwertig, Splatterszenen sind selten und erfüllen gerade deshalb an den Stellen, an denen sie eingesetzt sind ihren Zweck.
Die Qualität der DVD ist in Ordnung, Bild und Ton hochwertig. In der Ausstattung sieht es nach mehr aus als es ist, außer einem Schnipsel B-Rolle beschränken sich die Zusatzinformationen fast ausschließlich auf endlose Texttafeln. Einzig der Kommentar von Chuck Russell und seinem Visual Effects Supervisor auf einer alternativen Tonspur trägt den Titel "Extra" zu Recht.
Natürlich darf man sich keine Wunder erhoffen aber auch Regisseur Chuck Russell versteht sein Handwerk und schafft es mit bis in die Nebenrollen gut besetzten Darstellern (allen voran natürlich Christina Ricci und Ian Holm) die Erwartungen der Zuschauer zu übertreffen.
Zwei Minuspunkte muß ich dem Film dann aber doch eingestehen:
- Die computeranimierten Ratten sind im Gegensatz zu den anderen Effekten wirklich peinlich und
- die Ausstattung der DVD ist nicht das Gelbe vom Ei; ohne den Audiokommentar des Regisseurs könnte man ja davon ausgehen, daß man eine aufgerüstete Verleihversion gekauft hat; schade BMG, daß ein solch kleiner guter Film nicht entsprechend gewürdigt wurde!
Durchsichtige Handlung, völlig unnötige Horror und Computereffekte! Lesen Sie weiter...
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