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"Ein exotisches, atemberaubendes und romantisches Feuerwerk der Ideen!"
Barbara Wood
"Spannung pur in historischer Atmosphäre."
PROVINZIAL
Nicht daß ich falsch verstanden werde: Ich erwarte keine historische Korrektheit von einem Roman. Wenn Suzanne Frank nicht offensichtlich selbst um Korrektheit bemüht gewesen wäre (sie geht sogar in einem kleinen Anhang darauf ein), dann hätte ich das gerne als Fantasy geschluckt. Aber so wie's ist, merkt man die Absicht und ist verstimmt. Die Absicht scheint hier schon in die Nähe religiöser Propaganda zu gehen. Da sind die Liebenden gerade dem Untergang entgangen, als das durch Moses geteilte Meer die ägyptische Streitmacht verschlungen hat, und es findet nicht einmal ein Dialog darüber statt. Stattdessen gehen sich die Beiden auf die Nerven, weil sie Dominanzprobleme miteinander haben. Das soll ich abkaufen? Die beiden sind Zeitreisende, die aus aufgeklärten Zeiten kommen, herrgottnochmal! Die glauben biblische Wundergeschichten nicht wörtlich und wenn's dann doch passiert, dann gibt's was zu bereden!
Kommt noch dazu, daß auf diese Weise zwischen den Romanzeilen eine klare Wertung der beiden konkurrierenden Religionen durchschimmert: Die Ägyptischen Zauberer sind mächtig, aber Moses kann's besser. Die ägyptischen Götter werden angebetet, aber sie tun nichts. Der israelitische Gott ist mächtig, und er greift ein. Dabei ist er sogar noch gütig und gerecht, denn die Ägypter (respektive der Pharao) sind ja selber schuld, und der israelitische Gott vernichtet sie ja auch nicht, sondern straft sie nur. Warum es gerecht und gütig sein soll, der Schuld des Pharaos wegen abertausende seiner (unschuldigen) Untertanen niederzumetzeln, statt dem Pharao selbst den Hintern zu versohlen, bleibt natürlich unbeantwortet.
Diese unkritische Übernahme des alttestamentarischen Überlegenheitswahns der Israeliten ist für mich das enttäuschendste an diesem Buch. Aber vielleicht denke ich ja auch nur zu viel. Schließlich soll der Roman ja leichte Kost sein...
Die Handlung ist dürftig, die Motivation der Charaktere ist sprunghaft und unglaubwürdig. Die Idee ist abgegriffen und das ägyptische Scenario wurde in anderen historischen Romanen vieeeel besser dargestellt.
Roman zwei und drei werden ungelesen zum nächsten Flohmarkt wandern.
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