Roald Dahl ist bekannt für seinen schwarzen Humor, der ihn zu den ganz großen Schriftstellern des zwanzigsten Jahrhunderts werden ließ. Dieses Buch ist das letzte Werk des wunderbaren Autors. Die Zusammenstellung erschien so nur in der Deutschen Übersetzung. Erstmals herausgegeben wurden die beiden ersten Geschichten 1986 ("Two Fables"), während die anderen beiden Geschichten 1987 bzw. 1988 entstanden. Die Geschichten sind qualitativ sehr unterschiedlich und erreichen teilweise nicht mehr die Schärfe und Bissigkeit der älteren Kurzgeschichtensammlungen wie z.B. "Küsschen, Küsschen" und "... noch ein Küsschen". Natürlich schreibt Dahl immer noch einen sehr guten Stil und geht mit der Sprache sehr gekonnt um.
Die folgenden vier Geschichten sind in dem Band enthalten:
Die Prinzessin und der Wilderer: Hengist sticht durch zwei Dinge heraus. Er ist der stärkste Mann des Königreichs und er ist der hässlichste. Eines Tages rettet er der Prinzessin das Leben und der König erteilt daraufhin den Befehl, dass ihm jede Frau zu jederzeit als Gespielin dienen müsse. Gerade diese Geschichte erreicht bei weitem nicht die Bissigkeit der früheren Erzählungen, ist ganz im Gegenteil eher ein Märchen für Erwachsene.
Prinzessin Busenschön: Da sie so hübsch ist verdreht die Prinzessin jedem Mann den Kopf. Die Berühmtheit steigt ihr in den Kopf und so will sie schon bald die absolute Macht im Staat erhalten. Das Ende ist wieder typisch Dahl - die Erzählung ist jedoch deutlich sanfter als üblich.
Der Antiquar:
Ein Antiquar und seine Sekretärin und Geliebte haben einen Weg gefunden aus dem verstaubten Antiquariat mehr Geld zu machen als mit ehrlicher Arbeit verdient werden kann. Ganz toller Anfang, guter Aufbau der Spannung - und dann so ein Schluss, bitter.
Der Chirurg:
Weil er einem saudi-arabischen Prinzen das Leben gerettet hat, wird ein Chirurg reich beschenkt. Der Prinz übergibt ihm einen Samtbeutel mit einem Diamanten im Wert von mehr als einer halben Million Dollar. Wiederum, gute Geschichte, spannender Aufbau und wieder ist das Ende gut aber nicht wirklich bissig.