Arnold Schönberg, der Entwickler der Zwölftonmusik und leidenschaftlicher Tennisspieler, hat seinen Kindern immer Geschichten und Märchen erzählt, die er selbst erfunden hat. Die Geschichte von der "Prinzessin" hat er auf Band gesprochen, und die Abschrift davon ist nun in Buchform erschienen. Die Prinzessin verletzt sich ausgerechnet beim Matchball in einem Tennisspiel. Sie wird nach Hause gebracht und gepflegt. Ihr Diener Wolf ist aber nicht der schnellste, und so dauert es ewig, bis sie eine Wärmflasche bekommt. Am nächsten Morgen soll Wolf in einer Apotheke etwas gegen blaue Flecken besorgen, aber er weiß gar nicht, was eine Apotheke ist...
Die Geschichte hat ein seltsames Ende, das aber geeignet ist, daß Kinder darüber nachdenken können und sich selbst ein anderes Ende ausdenken können. Insofern kann es die Phantasie der Kinder beflügeln. Die Illustrationen sind sehr gelungen und unterstreichen die Geschichte sehr humorvoll.
Im Zweiten Teil des Buches finden wir eine Biographie über Arnold Schönberg, die sehr kindgerecht geschrieben ist und daher nicht mit unnötigen Zahlen und Fakten auftritt (und daher auch für Erwachsene geeignet ist, die nicht so musikalisch sind). Dazu gibt es viele Fotos von Schönberg und seinen Kindern, die ihn als liebevollen Vater und Erzieher zeigen.
Ein sehr schönes Buch für Kinder als Einstieg in die Welt einer völlig "anderen" Musik. 5 Sterne, obwohl die Geschichte ein komisches Ende hat.