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Die Prinzessin von Clèves
 
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Die Prinzessin von Clèves [Taschenbuch]

Marie de La Fayette , Eva Hess , Gerhard Hess
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 236 Seiten
  • Verlag: Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag (1986)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3150079861
  • ISBN-13: 978-3150079867
  • Größe und/oder Gewicht: 14,9 x 9,6 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 144.323 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Marie-Madeleine Pioche de La Vergne de La Fayette
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Prinzessin von Clèves
OT La princesse de Clèves OA 1678 DE 1711Form Roman Epoche Französische Klassik
Mit Die Prinzessin von Clèves verfasste Marie Madeleine de La Fayette den ersten psychologischen Roman der französischen Literatur.
Inhalt: Der Roman erzählt eine Dreiecksgeschichte. Sie stellt die Liebe zwischen der verheirateten Prinzessin von Clèves und dem Herzog von Nemours dar, die an den gesellschaftlichen Konventionen zerbricht. Doch auch nach dem Tod ihres Ehemanns verzichtet die Titelheldin auf die Erfüllung ihrer Liebe und zieht sich in ein Kloster zurück.
Um den historischen Charakter des Romans zu betonen, hatte Madame de La Fayette ihn ursprünglich als »Memoiren« bezeichnet. Vordergründig spielt die Handlung im letzten Jahr der glanzvollen Regierungszeit Heinrichs II. (1519–1559; reg. 1547–59); dahinter aber öffnet sich der Blick auf die eigene Epoche, die höfische Gesellschaft zur Zeit der absoluten Monarchie Ludwigs XIV. (1638–1715; reg. 1661 bis 1715). Diese zeitgenössische Geschichte enthüllt die Autorin als rücksichtslosen Kampf widerstreitender Interessen. Ihr moralistischer Blick entlarvt die blendende höfische Prachtentfaltung und die Galanterie der Umgangsformen; er durchstößt die Fassade des Scheins, um dahinter, ganz im Sinne von François de R La Rochefoucauld, die Eigenliebe als den eigentlichen Antrieb menschlichen Handelns und letztlich von Geschichte bloßzulegen.
Aufbau: Die Prinzessin von Clèves ist letztlich ein Roman ohne Handlung. Das auf ein Minimum reduzierte äußere Geschehen ist nur Anlass zur Analyse seiner Voraussetzungen und Folgen. In die geradlinige Handlung des streng komponierten Romans sind mehrere scheinbar selbstständige Episoden eingelagert, an denen die Kritiker schon früh Anstoß genommen haben. In Wahrheit jedoch sind sie funktional eingebunden, da sich in ihnen zentrale Aspekte der Haupthandlung echohaft und kontrapunktisch spiegeln. Zugleich weitet sich in ihnen der historische und geografische Rahmen. Besonders die inneren Monologe der Protagonisten führen dazu, dass sich die Zeit entsprechend ihrer jeweiligen psychischen Disposition dehnt oder überstürzt. Ähnlich komplex ist die Raumstruktur; zwar spielt die Handlung an verschiedenen Orten, doch die wechselnden Schauplätze meinen letztlich nur eins: das Gefängnis des hierarchisch strukturierten Hofs und seiner unerbittlichen Etikette.
Wirkung: Die Prinzessin von Clèves wurde ein großer Erfolg und zum Ausgangspunkt einer glanzvollen Tradition der Gattung des psychologischen Romans in Frankreich (Stichwort R S. 642). J. Gr.

Kurzbeschreibung

Der Roman erzählt eine Dreiecksgeschichte. Sie stellt die Liebe zwischen der verheirateten Prinzessin von Clèves und dem Herzog von Nemours dar, die an den gesellschaftlichen Konventionen zerbricht. Doch auch nach dem Tod ihres Ehemanns verzichtet die Titelheldin auf die Erfüllung ihrer Liebe und zieht sich in ein Kloster zurück. Um den historischen Charakter des Romans zu betonen, hatte Madame de La Fayette ihn ursprünglich als >>Memoiren<< bezeichnet. Vordergründig spielt die Handlung im letzten Jahr der glanzvollen Regierungszeit Heinrichs II. (1519-1559; reg. 1547-59); dahinter aber öffnet sich der Blick auf die eigene Epoche, die höfische Gesellschaft zur Zeit der absoluten Monarchie Ludwigs XIV. (1638-1715; reg. 1661 bis 1715). Diese zeitgenössische Geschichte enthüllt die Autorin als rücksichtslosen Kampf widerstreitender Interessen. Ihr moralistischer Blick entlarvt die blendende höfische Prachtentfaltung und die Galanterie der Umgangsformen; er durchstösst die Fassade des Scheins, um dahinter, ganz im Sinne von François de R La Rochefoucauld, die Eigenliebe als den eigentlichen Antrieb menschlichen Handelns und letztlich von Geschichte blosszulegen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sittengemälde 21. Juli 2009
Von Manuela Schwab TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
An manchen Stellen musste ich mir innerlich schon eine Art Stammbaum aufzeichnen, um noch zu verstehen, wer mit wem, wie intrigiert um was zu erreichen - ähnlich wie bei "Gefährliche Liebschaften" nur mit wesentlich mehr Personen.
Sehr schöne, verschlungene Sprache, die Sitten, Gebräuche und Menschen am Königshof beschreibt. Hauptperson ist jedoch die Prinzessin von Cleve, die "eine gute Partie" heiratet und danach sich in einen anderen verliebt, der Ehre wegen jedoch sich auf keine Liebschaft einlässt - selbst dann nicht, als Ihr Mann stirbt und Sie somit frei wäre. Auch nach dem Tod, wäre es ja noch eine Ehrverletzung, da mit einer Liebelei dann alles bestätigt würde: Sie liebte Ihren Mann nicht, sondern einen anderen...
Die Geschichte an sich ist somit nicht romantisch sondern durchweg tragisch, für alle Beteiligten. Deshalb legte ich das Buch am Ende etwas bedrückt weg. Diskussionsstoff bietet es deshalb allemal. In Frankreich ist es, meines Wissens ja, Schul-Pflichtlektüre.
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