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Um die anfängliche Freundschaft und spätere bittere Feindschaft dieser beiden Protagonisten des barocken Rom spinnt Peter Prange eine Geschichte, in der es -- natürlich -- um eine Frau geht. Die junge, lebenshungrige Engländerin Clarissa kommt in die Ewige Stadt, die ihr bald zu Füßen liegt. Die oberen Gesellschaftsschichten erliegen schnell dem natürlichen Charme und unverdorbenen Liebreiz der Principessa, wie sie hier nur noch genannt wird. Darunter die beiden Freunde Bernini und Borromini, die noch am Anfang ihrer Karrieren stehen und als viel versprechende Künstler gerade Aufnahme in diese Kreise finden. Beide verlieben sich in Clarissa und werden bald zu Rivalen nicht nur um die schöne Frau, sondern auch um Aufträge, Reputation und Ruhm. Die jungen Männer werden zu Konkurrenten in einem Spiel, das einen tödlichen Ausgang nehmen wird.
Pranges opulentes Werk entfaltet ein Panorama der Ewigen Stadt in der gerade in architektonischer und künstlerischer Hinsicht bewegten Epoche des Barock. Das mit viel (kunst-)historischem Sachverstand geschriebene und dabei doch nie trockene, sondern sehr lebendige, abwechslungsreiche und spannende Buch ist mehr als ein historischer Roman nach dem gängigen Erfolgsschema Liebesgeschichte vor historischer Kulisse: Es ist zugleich ein anregender Versuch über die Ursachen der Feindschaft der beiden größten Architekten ihrer Zeit. --Christoph Nettersheim -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Liebe in der ewigen Stadt,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Principessa (Gebundene Ausgabe)
Ein wunderbares Buch und eine Liebesgeschichte der besonderen Art. Nicht nur die Liebe der "Principessa" zu den beiden aufstrebenden und begnadeten Künstlern prägt dieses Buch, sondern auch die liebevoll beschriebene Stadt Rom und die Liebe zur Kunst. Wer Rom liebt, wird auch die "Principessa" lieben, und ganz nebenbei noch einiges über die Kunst lernen. Und wer Rom kennt, der wird sicherlich viele Plätze, Gebäude und Orte sowie die Entstehung der Kunstwerke im Geiste vor sich sehen. Ein wirklich fesselnder Roman.
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderbare Principessa,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Principessa (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch verknüpft geschickt, fesselnd und sehr tiefsinnig die Welten der Liebe, Architektur, Kunst und Kultur sowie des Ruhmes und der Macht im Rom des 16./ 17. Jahrhunderts. Obwohl ich sonst kein Fan historischer Romane bin, hat mich diese Geschichte tief in den Bann gezogen. Eingebettet in die Erlebnisse der Engländerin Clarissa (genannt Prinicipessa), werden in einfühlsamer Weise die nahezu gegensätzlichen Persönlichkeiten der beiden konkurrierenden Baumeister Bernini und Borromini und deren Kampf um Liebe, Vollkommenheit, Erfolg und Anerkennung gezeichnet. Auch ohne großes Geschichtsverständnis kann man den Handlungsverläufen mühelos folgen, denn der Autor versteht es, die Beschreibung von Geschehnissen, Gefühlen und Charakteren nahezu unbemerkt mit den historischen Hintergründen der Zeit zu verknüpfen. Eine äußerst empfehlenswerte Lektüre für alle, die eine wunderbar tiefsinnige, wenn auch tragische Liebesgeschichte lesen und dabei historische und kunsthistorische Einblicke in die damalige Zeit nicht missen sowie einmal mehr zum Nachdenken über den Sinn des Lebens angeregt werden möchten.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erstaunlich einfühlsam,
Von Shutterfly (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Principessa (Taschenbuch)
Francesco Borromini, der verschlossene "Steinmetz" aus dem Luganer Norden Italiens und der quecksilbrige Neapolitaner Giovanni Lorenzo Bernini, das waren zwei wie Feuer und Wasser. Rom quillt über von Anekdoten über die beiden größten Baumeister des Barock. Kaum ein Platz der nicht mit einer Legende aufwarten kann, denn die zwei haben das Antlitz Roms nach dem Dreißigjährigen Krieg und dem Sieg des Katholizismus gründlichst verändert. Eigentlich kann man sich das Rom, das einmal davor existiert hat, gar nicht mehr vorstellen. Bernini, dem eitlen Pfau, fliegen die Herzen im Sturm zu, während er schwindelerregende künstlerische Höhen erklimmt, heftig protegiert von Papst Urban VIII aus dem Hause Barberini. Schon bald aber merkt er, dass er halt Künstler ist, und kein großer Mathematiker, und der "assistente" des Architekten/Bildhauers Carlo Maderno - Francesco Castelli (genannt Borromini) - läuft ihm da just im rechten Augenblick über den Weg. Gemeinsam errichten sie den gewaltigen, bronzenen Altaraufbau über dem Petersgrab. Was eigentlich der Start für eine grandiose Karriere werden sollte, geriet für Borromini aber mehr und mehr zum Fiasko weil der maßlos eitle Bernini es versteht, sich und nur sich selbst ins rechte Licht zu rücken, aber dabei vergisst, dass er wohl ohne die Hilfe seines "assistente" nur die Hälfte wert wäre. Zu allem Unglück verlieben sie sich auch noch in dieselbe Frau - die englische Principessa - und das Desaster ist perfekt. Peter Prange spürt dem Leben der beiden großen Architekten so aufmerksam nach, dass jeder Kunstliebhaber hier noch was lernen kann. Er beschreibt die beiden so unterschiedlichen Charaktere so präzise, dass man recht deutlich deren Seelenlage nachvollziehen kann. Man kann Bernini nicht so richtig böse sein... und man leidet mit dem düsteren Borromini mit, bis zu seinem bitteren Ende. Trotz der fiktiven Rahmenhandlung bleibt der Autor nahe an der Wahrheit. Über den eigentlichen Grund des Zerwürfnisses der beiden Künstler ist nicht viel bekannt, was Raum für Spekulationen lässt. Ob es nun tatsächlich ein weiblicher Grund war, oder die Tatsache, dass Bernini Borrominis Ideen als eigene verkauft hat (ich tendiere zu letzterem), ist letztendlich egal. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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