ich vergebe eigentlich ungern nur einen Stern, aber dieses Buch hat tatsächlich nicht einmal diesen Stern verdient. Mir ist wahrlich unklar, warum es z.T. hier hohe Bewertungen bekommen hat. Aufgrund eben dieser Bewertungen habe ich das Buch gekauft und wurde sehr enttäuscht.
Das Heftchen liest sich eher wie der oberflächliche blog eines teenies, der mal eben ein bisschen was okkultes ausprobieren will.
Der Autor beschreibt zwar ganz nett, wie er "magische" Wesen in den Spiegel ruft, aber das ist auch tatsächlich alles. Die ganze Zeit hab ich mich gefragt "ja aber warum?" und in seiner Vita am ende schreibt er dann auch, er will wohl die Existenz paranormaler Wesen "beweisen" und das scheint wahrlich der einzige Grund zu sein,warum er Wesenheiten ruft. Erstaunlich, dass ihm außer ein paar Unannehmlichkeiten noch nicht mehr passiert ist von angenervten Geistwesen, die er ruft und sie dann nur anstarrt, noch dazu offenbar häufig ohne auch nur ansatzweise an Schutz oder Konsequenzen zu denken.
Nebenbei vermischt er noch sämtliche verschiednen Praktiken und varriert zwischen "das muss so sein" zu "suchen Sie sich aus, was Sie möchten" ohne nachvollziehbare Gründe. Da gibt es die anweisung, dass es IMMER drei Kerzen sein müssen (wenig später steht das dann ürbigens völlig anders da), aber warum das so sei, ist nirgendwo zu finden. Vielmehr stellt er immer wieder irgendwelche sachen einfach auf... die Kapitel beinhalten mneist eine einzelne A 5 Seite in großer Schrift... das Kapitel "das magische Alphabet" beispielsweise besteht aus dem Hinweis auf dessen Existenz und dass man es benutzen kann und dessen Auflistung. Kein Hinweis, woher er das hat und was es ggf bewirken kann. Überhaupt fehlt jedweder Hiwneis, warum irgendwas so ist. Es MUSS dann nur eben so sein. an anderen Stellen ist es dann wieder völlig egal, was man macht. Bei der Hertsellung des Zauberstabs überlässt er einfach alles dem puren Geschmackt des Herstellers. Egal welches Holz man benutzt, egal welche Zeichen man verwendet. Selbst dem noch so großem Laien muss auffallen, dass das einfach nicht stimmen kann. Oft sind die angegeben Hinweise in sich auch unstimmig. So soll man Kerzen immer nur mit einem papierstreifen anzünden, bei den bereits genannten dreien soll man aber vor jeder Einzelnen erstmal ein "Lichtritual" (was u.a. aus dem unglaublich lächerlichen Spruch "es werde Licht" besteht) durchführen. Ich möchte denjenigen erleben, der minutenlang einen brennenden Streifen Papier in der Hand halten kann. Beim spätern Ritual zur Rufung eines Wassergeistes emfpiehlt er dieVerwendung einer elektrischen Lampe (weil Strom und Wasser so gut harmonieren???) statt Kerzen und leitet sodann ein, dass man mit dem Lichtritual beginnen soll. Also indem ich jetzt die Lampe in Flammen setzt? Die wenigen Hinweise gehen damit auch noch an keiner Stelle auf oder werden an anderer Stelle wieder verworfen.
Praktische verwertbare Hinweise gibt es ohnehin kaum. Im Wesentlichen besteht das Buch daraus, dass der Autor erzählt, wie er ein bisschen rumexperimentiert und was dabei dann passiert ist. Er wundert sich öfter darüber, dass außer den gesehenen Bildern nicht mehr passiert ist, wo man sich wirklich fragt, was er da erwartet. Er ruft Geistwesen (offenbar ohne jeden Grund), selbige erscheinen und blicken ihn erwartzungsvoll an und er macht einfach nix. Und wundert sich dann, warum er immer nur die Geistwesen sieht, die ihn angucken... ja, was sollen sie denn tun???
Über die potentielle Gefährlichkeit der Spiegelmagie und wie man sich davor schützt und wie man damit umgeht, geht der Autor im Wesentlichen hinweg. Zwar kommen da vereinzelt Kommentare ("es kann wirklich gefährlich sein, so ein Wesen zu rufen" ohne jedoch weitere Konsequenzen daraus zu ziehen, also z.B. überlegen Sie, wie Sie sich schützen können, Sie sollten dafür z.B.... oder worin genau die Gefährlichkeit besteht erfährt man nicht!), aber auch hier fehlt es an jeder Substanz.
hier kann man wirklich nur dringend anraten FINGER WEG!!