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Die Poggenpuhls: Roman [Taschenbuch]

Theodor Fontane
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. Januar 2007

Sie sind eine aristokratische Offiziersfamilie, aber sie sind nicht mit Reichtümern gesegnet. Die ehemals bürgerliche Majorswitwe von Poggenpuhl und ihre fünf erwachsenen Kinder leben von einer kargen Pension, mit der sich kaum ein »standesgemäßer« Lebensstil pflegen lässt. Am ehesten gelingt dies noch den beiden Söhnen in einem Regiment in Westpreußen. Die Töchter, alle drei unverheiratet, versuchen jede auf ihre Weise mit den Gegebenheiten in Berlin zurechtzukommen: das standesbewußte Fräulein Therese, die praktische Sophie und die allseits beliebte Manon …

Theodor Fontane schrieb einst an Georg Friedländer: »An den Poggenpuhls habe ich, über Erwarten, viel Freude. Daß man dies Nichts, das es ist, um seiner Form willen so liebenswürdig anerkennt, erfüllt mich mit großen Hoffnungen, nicht für mich, aber für unsere literarische Zukunft.«


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag; Auflage: Großdruck. (1. Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423252634
  • ISBN-13: 978-3423252638
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 620.709 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Buchrückseite

Fontane gibt gerade in seinen »Zeitromanen« zu verstehen, daß für ihn das Inhumane dort anfängt, wo die Wandlung und Wandlungsbedürftigkeit der geschichtlichen Wirklichkeit nicht erkannt wird, sieht freilich auch in einem uneingeschränkten Verwerfen des Bestehenden ein Element des Unmenschlichen. Von beiden Grundelementen ist die Erzählung von den Poggenpuhls getragen. Die Vereinigung von beidem ermöglicht die Synthese von hellsichtiger Kritik und Toleranz, von nüchterner Analyse und warmherzigem Verstehen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

Über den Autor

Theodor Fontane, am 30. Dezember 1819 in Neuruppin (Brandenburg) geboren, wurde zunächst wie sein Vater Apotheker. 1849 entschloss er sich jedoch, seine schriftstellerische Tätigkeit zum Hauptberuf zu machen, und arbeitete fortan als Auslandskorrespondent,
Kriegsberichterstatter und Theaterkritiker. Erst mit fast sechzig Jahren begann er seine berühmten Romane und Erzählungen zu schreiben. Theodor Fontane starb am 20. September 1898 in Berlin.


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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts geschieht... 10. März 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wie in Fontanes "Meisterstück", dem "Stechlin", geschieht eigentlich in diesem Buch herzlich wenig: Frau Majorin von Poggenpuhl lebt armselig, aber standesgemäß mit ihren drei Töchtern Therese, Sophie und Manon, dem alten, treuen Dienstmädchen Friederike und einer recht mitgenommenen "Ahnengalerie" in einer Berliner Mansardenwohnung, Sohn Wendelin versucht im preußischen Heer Karriere zu machen, Sohn Leo, ebenfalls im Heeresdienst, hält die Mutter in einem fort in Geldsorgen, und wenn nicht der gute alte Onkel Eberhard wäre, so wäre das Geld noch knapper... Der Roman ist wieder eines dieser wunderbaren Gesellschaftsbilder Fontanes, denen ich eigentlich gar keine politische Intention unterstellen möchte, sondern die aus einer Freude am Erkennen, Beobachten und detailgetreuen Schildern heraus entstanden zu sein scheinen, die eine, fast möchte man sagen, kulinarische, Köstlichkeit aus diesen Büchern Fontanes machen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Grüner Baum TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Zunächst mal ein Wort zu dieser Ausgabe von "dtv". Im Kleingedruckten findet man den Hinweis, dass es sich um die Großdruckausgabe handelt. Wer das auch mal gern überliest und Großdruckausgaben nicht braucht und mag, der sei hier besonders darauf hingewiesen.

Zur Geschichte selber: Sie wird als Roman geführt, aber ich empfinde sie durch Länge und Machart eher als Novelle. Die Poggenpuhls sind eine Familie im ausgehenden 19.Jahrhundert. Die Witwe eines Majors und im Kampf gefallenen Kriegshelden lebt ihren drei Töchten in einer kleinen Wohnung in Berlin und versucht mit einer kleinen Offizierswitwe einen halbwegs angemessenen Lebensstil zu wahren und auch gesellschaftlich den eigenen Vorstellungen zu entsprechen. Zwei Söhne sind bei in einer Garnison bei ihrem Regiment stationiert. In der Geschichte passiert eigentlich nicht viel: Einer der Söhne kommt um Neujahr herum anlässlich des Geburtstags der Mutter zu Besuch. Man redet darum, wie Reise und angemessene gesellschaftliche Aktivitäten angesichts der Geldknappheit realisiert werden können. Zum Glück kann ein etwas wohlhabenderer Onkel - auch ein pensionierter Offizier - aushelfen. Dieser bittet schließlich eine der Tochter auf sein Anwesen, um seiner Frau Gesellschaft zu leisten. Die Gesichte schildert Aktivitäten von gemeinsamen Abendessen bis zu einem Theaterbesuch und legt den Fokus darauf, wie die verschiedenen Akteure (die Mutter, der Sohn als angehender Offizier und die drei Töchter mit ihrem verschiedenen Temperament) mit der Situation umgehen, die den Konfklit zwischen dem Hochhalten alter Familienwerte und -würde und der Realität der knappen finanziellen Mittel (und damit den Umbruch der Gesellschaft) widerspiegelt.

Wie in vielen anderen Romanen beschreibt Fonante auch hier in wunderschöner Sprache, hochpräzise und mit liebevoll und treffend ausgestalteten Charakteren ein Stilbild der Epoche. Die inneren Konflikte der Personen und damit der Gesellschaft werden anschaulich und lebendig, spezielle ihr Lavieren zwischen Würde und Realitätssinn, zwischen Melancholie und Frohsinn, Begeisterungsfähigkeit und Verzweiflung. Es hat nicht die ganz große Klasse anderer Bücher, weil ihm der Kern der packenden Geschichte fehlt, aber es ist für einen Liebhaber des Genres und der Sprache eine zutiefst bereichernde und wohltuende Lektüre.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fontane - Mal was anderes 25. Januar 2010
Format:Broschiert
Die Geschichten von Theodor Fontane sind immer etwas Besonderes. Fontane schreibt auf seine ganz eigene Art. Sehr künstlerisch und detailliert.
Mit 'Die Poggenpuhls' hat Fontane ein gesellschaftliches Bild beschrieben, wie es im östlichen Deutschland des 18. Jahrhunderts gelebt wurde. Die Sprache und das Gefühl das er vermittelt sind authentisch und als Leser konnte ich mich sofort in die Zeit und Lebensweise der Protagonisten hineinversetzen.

Die Geschichte handelt von einer verarmten Adelsfamilie des unteren Landadels. Der verblassende Glanz früherer Militärkarrieren der Männer des Hauses liegt über der Familie, die mehr oder weniger erfolgreich versucht, sich der neuen Zeit anzupassen. Die Töchter der Familie ringen mit dem sanften gesellschaftlichen Wandel und versuchen ihren Platz im Leben zu finden.

Das Buch ist sehr ruhig geschrieben. Hat weder Anfang noch Ende. Die spärliche Handlung lebt von der sozialen Interaktion der Protagonisten wodurch jedes Wort das die Schwestern miteinander wechseln bedeutungsschwer wird. Das konsequente ignorieren jeglicher schriftstellerischen Form ist Fontanes Markenzeichen, so dass dieses Buch ungeheuer spannend zu lesen ist- obwohl jegliche Handlung fehlt.

Faszinierend! Und ich würde es weiterempfehlen - Habe das Buch auch bereits anderen Leuten ausgeliehen ;)
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