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Die Poenichen-Trilogie: Jauche und Levkojen / Nirgendwo ist Poenichen / Die Quints: 3 Bde.
 
 
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Die Poenichen-Trilogie: Jauche und Levkojen / Nirgendwo ist Poenichen / Die Quints: 3 Bde. [Gebundene Ausgabe]

Christine Brückner
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 1184 Seiten
  • Verlag: Ullstein Hc (1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3550067992
  • ISBN-13: 978-3550067990
  • Größe und/oder Gewicht: 22,7 x 14,7 x 12,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (30 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.004.728 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Jauche und Levkojen
OA 1975 Form Roman Epoche Moderne
Mit dem ersten Teil ihrer Poenichen-Trilogie, die aus den Romanen Jauche und Levkojen, Nirgendwo ist Poenichen (1977) und Die Quints (1985) besteht, lässt Christine Brückner eine untergegangene Welt wieder aufleben: In der Erzählweise ihres literarischen Vorbilds Theodor R Fontane schreibt sie über das Leben einer Gutsfamilie in Pommern in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Entstehung: 1972 erlitt Brückner einen schweren Autounfall. Dieses Erlebnis bezeichnet sie in ihrer Autobiografie Mein schwarzes Sofa als einen »Lebenseinschnitt«, aus dem sie mit einem umso größeren Lebenswillen hervorging. Dieses intensive Lebensgefühl floss in die Poenichen-Romane ein. Fünf Jahre schrieb Brückner an den ersten zwei Bänden, die von Anfang an als Einheit gedacht waren. Sie war während des Kriegs zweimal je eine Woche in Pommern gewesen. Die Eindrücke dieser Aufenthalte fanden Eingang in die Romane der Trilogie; die Handlung ist Fiktion.
Inhalt: Am 8. August 1918 wird Maximiliane von Quindt auf Gut Poenichen in Hinterpommern geboren. Ihre Mutter zieht es nach Berlin zurück, bevor sie schließlich ins Exil geht; der Vater fällt im Ersten Weltkrieg. So wird das Kind vor allem von den Großeltern Sophie Charlotte und Joachim von Quindt, der dominierenden Figur des Romans, erzogen. Maximiliane wächst am Poenicher See und in den weitläufigen Wäldern als Naturkind auf. Der Schule bleibt sie fern und wird schließlich in ein Internat gebracht. Sie heiratet den entfernten schlesischen Verwandten Viktor Quint, der sie auf das heimatliche Gut zurückbringt. Sein Parteibuch – er ist überzeugter Nationalsozialist – bietet der Familie während zwölfjähriger Diktatur Schutz. Auf dem Gut ist er im Grunde nur zur Zeugung der drei Kinder anwesend. Als Quint kurz nach dem Tod Hitlers umkommt und die Großeltern den Freitod wählen, sind Maximiliane und ihre Kinder die einzigen übrig gebliebenen Mitglieder der Familie Quindt; sie begeben sich auf den langen Weg der Vertriebenen in Richtung Westen.
Aufbau: »Autor und Leser sind Partner; und das ist ein intimes Verhältnis«, sagte Brückner in einem Interview. In Jauche und Levkojen sind Autor und Leser Verbündete in ihrem Wissensvorsprung – vor allem hinsichtlich der Zeitgeschichte – und ihrem Interesse an den Figuren. Souverän führt Brückner den Leser durch ihren Roman und verleiht ihm so einen lockeren Ton. Zudem orientiert sie sich explizit an der Erzählweise von Fontane: Ein Zitat des Dichters bildet das Motto des Romans, dessen Figuren wiederholt Fontanes Werke lesen; auch Motivik, Landschaften und Charaktere ähneln sich. So ist etwa die Figur Joachim von Quindt stark an den alten Briest aus Fontanes Effi Briest (1985) sowie an den alten Dubslav von Stechlin aus dem Roman Der Stechlin (1897) angelent.
Wirkung: Der erste Teil der Poenichen-Trilogie, der zu einem Bestseller wurde, erfuhr eine überaus positive Aufnahme und machte Brückner zu einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Autorinnen. Durch den direkten Bezug auf Fontane musste sie sich allerdings den Vergleich zu dessen Werk gefallen lassen: So nannten sie die einen eine »Enkelin Fontanes«, die anderen vermissten jedoch den symbolischen Tiefgang des Vorbilds. Bezeichnend – und darin unterscheidet sich Brückner besonders von Fontane – ist für alle drei Poenichen-Romane ein ausgeprägtes Versöhnungsmotiv. B. Br. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

'Jener Mischgeruch aus "Jauche und Levkojen", der dem ersten Band den Titel gab, weht auch durch den zweiten "Poenichen-Roman". Er ist ebenso fesselnd wie grundgescheit, so wirklichkeitsnah wie weltklug, so virtuos gemacht wie natürlich gewachsen.' (Die Welt des Buches) "Christine Brückner vollendet ihre Familien-Saga ums pommersche Gut Poenichen mit dem dritten Band, "Die Quints". Wieder verfällt der Leser der Suggestivkraft der Erzählung. Bewunderungswürdig, wie sensibel die Autorin nach wie vor Zeitströmungen erfaßt... Die Dialoge sind Kabinettstücke an Hellsicht, Mutterwitz und Lebensweisheit."
(Rheinischer Merkur)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lesegenuss vom Besten 21. März 2005
Von weiser111
Format:Broschiert
Maximiliane Quindt, die Heldin von "Jauche und Levkojen" wird in Hinterpommern an einem schicksalsträchtigen Tag geboren -- am 18. August 1918, dem "Schwarzen Tag des deutschen Heeres". Und auch im weiteren Verlauf des Romans wird die "große Geschichte" immer wieder in die private Geschichte von Maximiliane eingreifen...
Ihr Vater ist Ende des 1. Weltkrieges 19jährig gefallen, ihre Mutter kehrt bald wieder zurück nach Berlin und heiratet wenig später zum zweiten Mal. Zunächst wächst Maximiliane bei den Großeltern auf, ein "Naturkind", im hinterwäldlerischen Hinterpommern. Ihr Großvater ist "der alte Quindt", der Gutsherr auf Poenichen: eine kluge, eigenwillige, dominierende Persönlichkeit, konservativ und fortschrittlich zugleich. Im Gegensatz zu vielen Standesgenossen ist er weder borniert noch ungebildet -- und vor allem zeichnet ihn eine warmherzige Skepsis aus, die ihn vieles klarer und eher erkennen lässt als die anderen. Seine Bonmots, die "Quindt-Essenzen", sind legendär im weiteren Umkreis, und sie tun ein Übriges, um den von einem melancholischen Humor durchzogenen Roman noch farbiger zu machen, als er es ohnehin schon ist.
Maximiliane (und mit ihr der Leser) lernt -- immer im Bannkreis des faszinierenden Großvaters -- nach und nach ihre Heimat und deren Bewohner quer durch die sozialen Schichten hindurch kennen. Für heutige Leser ist das eine fremde, archaisch anmutende Welt, geprägt von einer ganz anderen Mentalität, und es ist ein geschickter Kunstgriff, sie diese Welt zusammen mit einem wissbegierigen Kind entdecken zu lassen. Freilich nimmt die Erzählerin nicht die Perspektive des Kindes ein, sondern die eines weisen, ironisch kommentierenden Erzählers. Daraus ergibt sich ein ganz spezifischer doppelbödiger Ton, der "Jauche und Levkojen" einen ganz eigenwilligen Reiz verleiht. --
Als Maximiliane ein Internat bei Berlin besucht, wird sie zu einem "Kind ihrer Zeit" incl. BDM und "Ich tanze mit dir in den Himmel hinein". Noch vor Beendigung der Schule heiratet sie ihren entfernten Vetter Viktor Quint, einen überzeugten Nazi, der "sein Parteibuch schützend über Poenichen" hält -- so glaubt man dort noch eine kurze Weile, denn Maximilianes Großvater ist alles andere als ein Parteigänger der Nazis, kann also einen "Familien-Nazi" gut brauchen. Viktors Anwesenheit auf Poenichen wiederum beschränkt sich weitgehend auf die Zeugung von "erbgesundem" Nachwuchs (schließlich hat das der Führer befohlen...); ansonsten dient er fanatisch dem "Führer" (freilich nicht immer...): erst an der Westfront, dann in eingekesselten Berlin, wo er bei Kriegsende stirbt.
Am Ende des Buches hört man in Poenichen die immer näher heranrückende Front; die Großeltern wählen den Freitod, die meisten Dorfbewohner machen sich auf die Flucht vor der Roten Armee, Maximiliane schließt sich mit vier kleinen Kindern dem Treck der Dorfleute an .
Den Reiz dieses Romans machen nicht allein die hervorragend plastisch gezeichneten Figuren aus; reizvoll ist auch Christine Brückners Kunstgriff, sich gleichsam mit dem Leser zu verständigen -- im Gegensatz zu den Protagonisten weiß man schließlich die ganze Zeit, was ihnen noch bevorsteht. Brückner erzählt das Leben ihrer Figuren und steht doch immer über der Geschichte, kommentiert sie auch, mal sanft ironisch, mal anteilnehmend, nie beschönigend.
Die Bezüge zu Theodor Fontane treten klar zutage; schon der Buchtitel zitiert einen Fontane-Brief; das Leben der Großeltern ist intensiv mit der Handlung von "Effi Briest" verwoben, und der alte Quindt trägt ähnliche Züge wie Dubslaw von Stechlin. Doch sind diese Fontane-Zitate kein Selbstzweck; u.a. erleichtern sie dem Leser das Verständnis einer ihm oft fremden Welt. Dabei vermeidet Brückner alle Bildungshuberei: Wer "Effi Briest" oder den "Stechlin" noch nicht gelesen haben sollte, kommt dennoch gut mit; dass die meisten "Jauche und Levkojen"-Leser die Fontane-Lektüre ggf. nachholen werden, halte ich aber für sehr wahrscheinlich (und lohnend sowieso).
"Jauche und Levkojen" ist allerbeste Unterhaltungsliteratur und wird niemals trivial; es ist ganz einfach ein großartiger, anrührender Roman.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Lesenswert und unterhaltsam 3. Dezember 2006
Format:Taschenbuch
und dabei anrührend und witzig pointiert ist die Geschichte einer Frau, die der Leser hier durch ihr ganzes Leben begleiten darf. Wie Effi Briest - und doch ganz anders, weil hinter jedem Schicksalsschlag ein Neuanfang gesucht wird und nicht nur ein Aufbegehren gegen die Zwänge der Gesellschaft sondern auch ein Sich-Aussöhnen stattgindet. Der Leser wird in die Vergangenheit entführt und erlebt einen Streifzug durch die deutsche Geschichte von 1918 bis in die Gegenwart, indem er Maximiliane auf ihren Lebensweg begleitet. Geboren in Pommern, treibt sie der Krieg quer durch Deutschland. Der Autorin gelingt es perfekt, die Vertreibung der Pommern, die Spaltung Deutschlands und den Wiederaufbau aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und dabei zum Nachdenken anzuregen. Maximiliane wird als Adlige geboren, erlebt eine durch ihren Großvater geprägte, relativ unbeschwerte Kindheit, begegnet als junge Frau Hitler, verliert ihren Mann, zieht vier eigene Kinder groß und ein Kuckucksei. Sie prägt das Leben ihrer Kinder, die in den Nachkriegsjahren aufwachsen. Erbmassen und gesellschaftliche Einflüsse treiben die fünf Sprößlinge in ganz unterschiedliche Richtungen - doch egal was sie tun, sie werden von Maximiliane bedingungslos geliebt... Einfach nur lesenswert, weil man den Begriff "Familienbande" neu entdeckt und zugleich Lust bekommt, nicht Mallorca als nächstes Urlaubsziel zu wählen, sondern Maximilanes Spuren zu verfolgen. Hermannswerder in Potsdam zum Beispiel... Eine Homage an die Heimat, die man überall und nirgenwo wiederfinden kann.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Niveau und Unterhaltung 2. Februar 2004
Format:Taschenbuch
Wer auf der Suche nach guter Unterhaltung und gleichzeitig nach Niveau ist, ist bei dieser Trilogie genau richtig.
Die drei Bände geben die Geschichte eines bewegten Jahrhunderts wieder ohne dabei trocken oder langatmig zu sein.
Ich finde sehr gut, dass hier alle Bände vereint sind, denn liest man einen, sollte man alle lesen, da sie von Anfang an als Trilogie konzipiert waren.
Es gut ums Leben Maximilianes aus Hinterpommern, um das ihrer Vorfahren und ihrer Kinder, um Heimat, Wurzeln, Krieg, Vertreibung, Wirtschaftswunder, Aufarbeitung der NS-Vergangenheit, Protestbewegungen der 60er und 80er Jahre etc.
Um Menschen, die unter schwierigen Umständen ihren Weg finden müssen, die ihn verzweifelt suchen oder sich treiben lassen - Themen mit denen sich jeder identifizieren kann; das macht eine große Stärke dieser Bücher aus.
An den Büchern hat mich fasziniert, dass sie nüchtern und unsentimental aber trotzdem mit Mitgefühl Krieg, Flucht und Enteignung dokumentieren. Nie hat man das Gefühl, dem Lamento eines wehleidigen Opfers zuzuhören, das alten Zeiten nachtrauert.
Die Figuren werden in ihrer Widersprüchlichkeit dargestellt, es wird nichts beschönigt, ihr Konformismus nicht verschwiegen und trotzdem sind sie nicht einseitig. Ironie spielt eine große Rolle.
Den zweiten Teil fand ich bisweilen nicht so gelungen wie die anderen, die eine Sogwirkung entwickeln.
Die Romane sind sehr gut recherchiert und psychologisch brillant komponiert, so dass man das Gefühl hat, man wäre mittendrin.
Sie zeigen, dass Anspruch und gute Unterhaltung kein Widerspruch sein müssen.
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Poenichen Trilogie
Christine Brückner gelingt mit dieser Trilogie, meiner Generation, welche von beiden Weltkriegen verschont blieb, ein Stück Geschichte näher zu bringen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Heike veröffentlicht
Meisterin der Einfühlsamkeit in Ton und Takt
Noch nie habe ich so etwas Großartiges gehört. Das Werk schon ist einzigartig, aber Eva Mattes scheint nicht nur das Buch und seine Gesamtdynamik sondern auch die... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von avi veröffentlicht
Langweilig gelesen
Der Klassiker von Christiane Brückner um das Leben der Maximiliane von Quindt. Eigentlich eine interessante Familiensaga, die nicht an Kritik an preußischen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Mai 2010 von Picus der Waldspecht
Maximiliane - eine faszinierende Frau
Den ersten Teil - Jauche und Levkojen - habe ich schon vor längerer Zeit gehört - und dieser Teil ist auch der beste von den dreien. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Februar 2010 von audiobookfan H.
Jauche und Levkojen
Jauche und Levkojen / Nirgendwo ist Poenichen / Die Quints. Die Poenichen-Trilogie.Nach dem Lesen der Bücher hatte ich das Gefühl , so wie die Eltern es uns Kindern von... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Februar 2010 von Siegfried Dingfeld
Buch fand ich toll, aber Hörbuch nicht
Da mir das Buch - was in anderen Rezensionen ja bereits ausführlich beschrieben & kommentiert wurde - super gut gefallen hat, legte ich mir dieses Hörbuch zu. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. August 2009 von pantens
Tolle Familiensaga!!
In dieser Familiensaga erzählt Christine Brückner die Geschichte einer Familie aus Pommern über fast ein Jahrhundert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. Juli 2009 von Gernleserin
Geschichte lebendig erzählt
Ich habe die Romane nicht selbst gelesen, sondern verschenkt - die Verschenkte war aber ganz angetan von der spannenden Erzählweise und der geschichtlichen Relevanz dieser... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. März 2009 von K. Eggers
Großartiges Buch
Genau wie auch der zweite Teil der Trilogie ist Brückners Geschichte ein absolutes Ausnahmebuch, das erstaunlicherweise den unterschiedlichsten Leuten wunderbar gut... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. November 2008 von Philippe
Tonlos herunter gelesen
Selten habe ich ein so unmotivert herunter gelesenes Audiobuch gehört. Die Tonlosigkeit, mit der Matthes liest, macht es wahnsinnig schwer der Handlung zu folgen, da man immer... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Oktober 2008 von klute72
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