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Die Piasten: Polen im Mittelalter
 
 
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Die Piasten: Polen im Mittelalter [Broschiert]

Eduard Mühle
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 128 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 1 (18. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406611370
  • ISBN-13: 978-3406611377
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,8 x 0,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 513.489 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Von Mieszko I., dem ersten historisch bezeugten polnischen Herrscher, bis zum Tod Kasimirs des Großen 1370 hat die Dynastie der Piasten mehr als vier Jahrhunderte lang die Geschicke Polens bestimmt.
Eduard Mühle schildert die Geschichte Polens im Mittelalter aus der Perspektive seines Herrschergeschlechts, dem es gelang, ein großräumiges Reich in Ostmitteleuropa zu errichten, ihm internationale Anerkennung zu verschaffen und es so auszugestalten, dass es durch das ganze Mittelalter hindurch als ein integraler Bestandteil der christlich-europäischen Welt angesehen wurde.

Über den Autor

Eduard Mühle ist Professor für Geschichte Ostmittel- und Osteuropas an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Direktor des Deutschen Historischen Instituts in Warschau.

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Eine besondere Geschichte 23. Oktober 2011
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Broschiert
"Ein tiefergehendes Verstehen des heutigen Polen, seines nationalen Selbstverständnisses und seines politisch-kulturellen Verhaltens innerhalb der europäischen Gemeinschaft kommt nicht ohne eine Kenntnis des historischen Phänomens des Piasten aus."
(Prof. Dr. M. A. Eduard Mühle)

Der erst im 18. Jahrhundert vom polnischen Historiker Adam Naruszewicz geprägte Begriff der Piasten-Dynastie gab den über 123 Jahren (1795 - 1918) ihrer eigenen Staatlichkeit beraubten und um Wiederherstellung der nationale Einheit ringenden Polen einen ganz wesentlichen Rückhalt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erschien vielen die Westverschiebung Polens mit der Aneignung der deutschen Ostgebiete, wie die Rückkehr in die angestammten piastischen Erbländer.

Die ersten Herzöge der Polanen (von slawisch Pole = bebautes Feld) Lech und Popiel, sowie der Wislanen-Herzog Krak gehören mit Sicherheit ins Reich der Fabeln. Die Historizität des angeblichen Dynastiegründers Piast Kolodziej und seiner Nachfolger Siemowit, Lestek und Siemomysl ist historisch fragwürdig, obgleich sie von einem Chronisten namens Gallus Anonymus in seiner "kronika historii Polski" um 1116 Erwähnung finden.....

....erst Herzog Mieszko I. tritt mit seiner Taufe (966) als erster Herrscher - der später als Piasten bezeichneten Dynastie - aus dem Dunkeln den Geschichte. Er herrschte über das als Großpolen (Wielkopolska: Pozna - Gniezno - Kalisz) bezeichnete Kerngebiet seines auch weiter expandierenden Staates. Das um 1087 entstandene Dagome Iudex 1086/1087 belegt, dass Mieszko I. im Jahre 991 sein Land in einem Schenkungsakt dem direkten Schutz des Papstes unterstellte. Anlässlich des Besuches von Kaiser Otto III. kam es im Frühjahr 1000 mit dem "I Zjazd gnienniezski" (Akt von Gnesen) nicht nur zur Errichtung des Erzbistums Gniezno, sondern auch zu einer Rangerhöhung von Herzog Boleslaw I. Chrobry. Da er das Recht zur eigenständige Einsetzung von Bischöfen erhielt, was nach einem Papstdekret ausschließlich Königen vorbehalten war, wird in der polnischen Geschichtsschreibung meistens davon ausgegangen, dass Otto III. Boleslaw dadurch zum polnischen König erhoben hat. Bis zu dessen Krönung am 18. April 1025 sollte jedoch noch ein Vierteljahrhundert vergehen. Neben seinen besonderen Beziehungen zu Kaiser und Papst musste sich das junge Königreich auch zwischen Böhmen, Ungarn, dem Reich der Kiewer Rus und ab dem späten 13. Jahrhundert auch mit dem Deutschen Orden (den Herog Konrad I Mazowiecki ins Land gerufen hatte!) und dem heidnischen Großfürstentum Litauen behaupten.

Nach dem Tod von Boleslaw III. (1138) kam das Senoriatsprinzip zum Tragen, was jedoch nicht verhindern konnte, dass das "Regnum Poloniae" in eine Vielzahl kleinerer piastische Herzogtümer zersplitterte. Aus dem Krakauer Prinzipat, der "Seniorprovinz" Kleinpolen, sollte mit der Krönung von Przemysl II. (1295) das wiederhergestellte Königtum (zunächst als rex Cracoviae) hervorgehen. Nach der Herrschaft vier weiterer rex Poloniae, denen auch die Wiedervereinigung des Landes gelang, starb mit dem Tode von Kazimierz III Wielki (1370) die piastische Königslinie schließlich aus.

Prof. Dr. M. A. Mühle ist mit seinem in der Reihe C. H. Beck Wissen erschienenen Band eine kompakte und allgemein verständliche Analyse der hochmittelalterlichen Geschichte unseres östlichen Nachbarlandes gelungen. Er macht deutlich, dass dieser Abschnitt der polnischen Geschichte von besonderer Bedeutung ist, da bereits damals Entwicklungen einsetzten, die für spätere Ereignisse und Umstände ursächlich sein sollten, wie zum Beispiel das spätere Wahlkönigtum der polnischen Adelsrepublik während polnisch-litauischen Union. Als anschauliche Materialien bietet der Band zwei Landkarten des piastischen Herrschaftsbereiches (um 1000 und 1370), mehrere Stammbäume und einem Schema über die "Teilfürstliche Aufgliederung" des Regnum Poloniae. Den Abschluss bilden die Auflistung "Die Herrschaftsabfolge der piastischen Monarchen", fünf Seiten mit Literaturhinweisen sowie ein Personenregister.

5 Amazonsterne für einen Einstieg in die besondere Geschichte der polnischen Nation.

Anmerkung:
Da amazon.de die Diakritika der polnischen Schrift nicht darstellen kann, wurden sie weggelassen.
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Eine besondere Geschichte 26. März 2011
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Broschiert
"Ein tiefergehendes Verstehen des heutigen Polen, seines nationalen Selbstverständnisses und seines politisch-kulturellen Verhaltens innerhalb der europäischen Gemeinschaft kommt nicht ohne eine Kenntnis des historischen Phänomens des Piasten aus."
(Prof. Dr. M. A. Eduard Mühle)

Der erst im 18. Jahrhundert vom polnischen Historiker Adam Naruszewicz geprägte Begriff der Piasten-Dynastie gab den über 123 Jahren (1795 - 1918) ihrer eigenen Staatlichkeit beraubten und um Wiederherstellung der nationale Einheit ringenden Polen einen ganz wesentlichen Rückhalt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erschien vielen die Westverschiebung Polens mit der Aneignung der deutschen Ostgebiete, wie die Rückkehr in die angestammten piastischen Erbländer.

Die ersten Herzöge der Polanen (von slawisch Pole = bebautes Feld) Lech und Popiel, sowie der Wislanen-Herzog Krak gehören mit Sicherheit ins Reich der Fabeln. Die Historizität des angeblichen Dynastiegründers Piast Kolodziej und seiner Nachfolger Siemowit, Lestek und Siemomysl ist historisch fragwürdig, obgleich sie von einem Chronisten namens Gallus Anonymus in seiner "kronika historii Polski" um 1116 Erwähnung finden.....

....erst Herzog Mieszko I. tritt mit seiner Taufe (966) als erster Herrscher - der später als Piasten bezeichneten Dynastie - aus dem Dunkeln den Geschichte. Er herrschte über das als Großpolen (Wielkopolska: Pozna - Gniezno - Kalisz) bezeichnete Kerngebiet seines auch weiter expandierenden Staates. Das um 1087 entstandene Dagome Iudex 1086/1087 belegt, dass Mieszko I. im Jahre 991 sein Land in einem Schenkungsakt dem direkten Schutz des Papstes unterstellte. Anlässlich des Besuches von Kaiser Otto III. kam es im Frühjahr 1000 mit dem "I Zjazd gnienniezski" (Akt von Gnesen) nicht nur zur Errichtung des Erzbistums Gniezno, sondern auch zu einer Rangerhöhung von Herzog Boleslaw I. Chrobry. Da er das Recht zur eigenständige Einsetzung von Bischöfen erhielt, was nach einem Papstdekret ausschließlich Königen vorbehalten war, wird in der polnischen Geschichtsschreibung meistens davon ausgegangen, dass Otto III. Boleslaw dadurch zum polnischen König erhoben hat. Bis zu dessen Krönung am 18. April 1025 sollte jedoch noch ein Vierteljahrhundert vergehen. Neben seinen besonderen Beziehungen zu Kaiser und Papst musste sich das junge Königreich auch zwischen Böhmen, Ungarn, dem Reich der Kiewer Rus und ab dem späten 13. Jahrhundert auch mit dem Deutschen Orden (den Herog Konrad I Mazowiecki ins Land gerufen hatte!) und dem heidnischen Großfürstentum Litauen behaupten.

Nach dem Tod von Boleslaw III. (1138) kam das Senoriatsprinzip zum Tragen, was jedoch nicht verhindern konnte, dass das "Regnum Poloniae" in eine Vielzahl kleinerer piastische Herzogtümer zersplitterte. Aus dem Krakauer Prinzipat, der "Seniorprovinz" Kleinpolen, sollte mit der Krönung von Przemysl II. (1295) das wiederhergestellte Königtum (zunächst als rex Cracoviae) hervorgehen. Nach der Herrschaft vier weiterer rex Poloniae, denen auch die Wiedervereinigung des Landes gelang, starb mit dem Tode von Kazimierz III Wielki (1370) die piastische Königslinie schließlich aus.

Prof. Dr. M. A. Mühle ist mit seinem in der Reihe C. H. Beck Wissen erschienenen Band eine kompakte und allgemein verständliche Analyse der hochmittelalterlichen Geschichte unseres östlichen Nachbarlandes gelungen. Er macht deutlich, dass dieser Abschnitt der polnischen Geschichte von besonderer Bedeutung ist, da bereits damals Entwicklungen einsetzten, die für spätere Ereignisse und Umstände ursächlich sein sollten, wie zum Beispiel das spätere Wahlkönigtum der polnischen Adelsrepublik während polnisch-litauischen Union. Als anschauliche Materialien bietet der Band zwei Landkarten des piastischen Herrschaftsbereiches (um 1000 und 1370), mehrere Stammbäume und einem Schema über die "Teilfürstliche Aufgliederung" des Regnum Poloniae. Den Abschluss bilden die Auflistung "Die Herrschaftsabfolge der piastischen Monarchen", fünf Seiten mit Literaturhinweisen sowie ein Personenregister.

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